2 von 14 Bauhäuslerinnen

1. August 2019
18:00bis19:30

Zwei Kölnerinnen am Bauhaus

Margarete Heymann-Loebenstein (Bauhausarchiv, gemeinfrei)

Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum präsentiert das MAKK das Werk der avantgardistischen Keramikkünstlerin Margarete Heymann-Loebenstein sowie der Bildhauerin und Bühnenbildnerin Marianne Ahlfeld-Heymann.

Margarete Heymann machte am Bauhaus eine kurze Ausbildung in die Keramikwerkstatt. Dies beeinflusste ihr Schaffen nachhaltig, was sich  in den avantgardistischen und reduzierten Formen ihrer Gebrauchskeramik zeigt wie ihrem bekannten Teeservice, das komplett aus geometrischen Grundformen gestaltet war. 1923 gründete Margarete Heymann-Loebenstein gemeinsam mit ihrem Mann Gustav Loebenstein die Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik, deren kreatives Programm bald international gefragt war. Der Betrieb wurde Ende 1933 geschlossen, das Ehepaar musste fliehen.

Marianne Heymann besuchte  ab 1923 die Bildhauerei-Werkstatt am Bauhaus. Nach ihrer Bauhaus-Zeit schuf sie Handpuppen und Marionetten für freie Produktionen, bevor sie als Bühnenbildnerin am Mannheimer Nationaltheater sowie zeitgleich an der Kölner Oper arbeitete. Zahlreiche Entwürfe zu fantasievollen Szenarien, Kostümen und Masken entstanden.  Marianne Heymann wurde gegenüber den Nationalsozialisten denunziert und floh 1933 aus Deutschland.

Die Führung ist ausgebucht!

Termin: Donnerstag, 1. August um 18 Uhr
Kosten: 10 € zzgl. ermäßigter Eintritt für Nicht-KölnerInnen
Treffpunkt: Eingangsbereich des Museums für Angewandte Kunst