Alle Artikel aus dem Monat

Vortrag: Friedenskongress und Kriegseinsatz

28. April 2015
20:00bis21:30

Frauen im Ersten Weltkrieg

Plenum der Frauenfriedenskonferenz in Den Haag (Foto: Archiv der dt. Frauenbewegung)

Auf den Tag genau vor 100 Jahren fand der Internationale Frauen-Friedenskongress in Den Haag statt, an dem über 1100  Vertreterinnen aus 13 Staaten – von beiden Kriegsseiten und aus neutralen Ländern – teilnahmen. Einen Monat zuvor hatten schon die Sozialistinnen eine länderübergreifende Friedenskonferenz gehalten. Alle mussten viele Hürden und polizeiliche Schikane in Kauf nehmen. Die bürgerlichen Frauen verfassten Resolutionen und überbrachten sie den Regierungen, die Sozialistinnen versuchten die Massen zu mobilisieren und organisierten Demonstrationen. Das Friedensengagement stieß an der „Heimatfront“ kaum auf positive Resonanz. Der Anteil der Frauen, die den Krieg aktiv unterstützten, war wesentlich größer als die Gruppe der Friedenskämpferinnen. Zum ersten Mal wurden in großem Maße Krankenschwestern für die Lazarette und Helferinnen für die Etappe hinter der Front angeworben.

Referentin: Bettina Bab

Veranstalter: Friedensbildungswerk Köln
Ort: Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11
Kosten: Spende erwünscht
Termin: Dienstag, 28. April 2015, um 20:00 Uhr

Der Erste Weltkrieg und die Kölner Frauen(bewegung)

o Mit heißem Herzen: Vortrag am Internationalen Frauentag
o von Irene Franken 

Köln 1916

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Veranstaltung im Kölnischen Stadtmuseem ging es um die vielfältigen Aktivitäten und Interventionen der Kölnerinnen während des Krieges. Die einen wollen sich gleichberechtigt an der Sozialpolitik beteiligen, andere hoffen auf eine Revolution. Viele junge Frauen strömen zu Lehrgängen, um Lazarettschwester zu werden; einige wenige versuchen, in Männeruniform heimlich am Krieg teilhaben zu können. In bürgerlichen Salons wird für die Fortsetzung des Krieges gesammelt, in KünstlerInnenstuben versucht, das Ende herbeizudiskutieren und in den Küchen alleinerziehender Mütter wird schlicht gehungert.

Irene Franken fragte in ihrem Vortrag, warum gerade gebildete bürgerliche Frauen, darunter viele Jüdinnen, sich vom nationalen Hochgefühl der ersten Kriegsmonate begeistern ließen und inwieweit sie ein emanzipatorisches Ziel verfolgten. Warum fanden pazifistische Positionen nur wenig Anklang? Wie marginalisiert waren USPD-Politikerinnen wie Henriette Ackermann?

 

„Zur Hölle mit dem Teufel – Frauen für ein freies Liberia“

1. März 2015
12:00bis14:00

Preisgekrönter Dokumentarfilm von Geni Reticker zum Internationalen Frauentag

Foto: © Liberian Mass Action for Peace (fair use image)

Im Vorfeld des Internationalen Frauentages zeigten wir Gini Retickers preisgekrönten Film von 2008. Die Dokumentation „Zur Hölle mit dem Teufel – Frauen für ein freies Liberia“ („Pray the Devil Back to Hell“) portraitiert in Interviews u.a. die liberianische Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und Aktivistinnen der Frauenfriedensbewegung im Kampf gegen den Diktator Charles Taylor. Ergänzend ist Archivmaterial von diesem Friedenskampf zu sehen. Der Politikerin Leymah Gbowee gelang es 2003, über 3000 muslimische und christliche Frauen zum friedlichen Protest zu vereinen. Die Frauen leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Beendigung des 14jährigen Bürgerkriegs in Liberia und zum Wahlsieg der ersten demokratisch gewählten Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf.

Regie: Geni Reticker, Dokumentarfilm, 60 Min., USA/Liberia 2008, eOmdU

Gini Reticker ist eine der weltweit führenden Dokumentarfilmerinnen, deren Schwerpunkt insbesondere auf Frauen im Kampf für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte liegt. Ihre Filme decken oft Themen ab, die in den Mainstream-Medien übersehen werden. Konfliktzonen recherchiert sie rund um den Globus; u.a. Afghanistan und Ruanda. Geni Reticker hat sich auch als Produzentin einen Namen gemacht: mit „Asyl“ eine kurze, 2004 Oscar-nominierte Geschichte über Genitalverstümmelung; mit „Ladies First“ einen 2005 Emmy-preisgekrönten Dokumentarfilm über die Rolle der Frauen beim Wiederaufbau nach dem Völkermord in Ruanda.

„Ein beeindruckender Film über den Erfolg von Aktionen gewaltlosen Widerstands bei der Beendigung des Bürgerkriegs in Liberia.“ (Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit)

 

– Eine Kooperation mit Feminale e.V., Filmhauskino Köln und FilmInitiativ Köln e. V. / “Filme aus Afrika” –

FILMHAUSKINO LN

 

Künstlerisch gestaltete Gutscheine

Ein Geschenketipp zu Neujahr oder anderen Gelegenheiten

Wir haben ein paar Künstlerinnen gebeten, Gutscheine für unsere Führungen, Ausflüge, Filmvorführungen und Rheinfahrten zu entwerfen. Im neuen Programm für das erste Halbjahr 2015 haben wir – neben unseren bewährten Stadtrundgängen  und Kirchenbesichtigungen – zwei Vorträge zum Ersten Weltkrieg und eine Reihe einmaliger Führungen im Programm:

* Köln 1914 – Künstlerinnen zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Museum für Angewandte Kunst; Kuratorinnenführung mit Dr. Petra Hesse
Termin: Freitag 20. Februar, um 16:00 Uhr

* Köln 1914 – Leben und Leistung, Tod und Trauern von Kölner Frauen im Kölnischen Stadtmuseum; Kuratorinnenführung mit Dr. Gabriele Oepen-Domschky
Termin: Samstag 28. März, um 14:00 Uhr

* Neu im Programm: Schieben, Schauen, Staunen – Stadtspaziergang für Mütter (und Väter) mit Kinderwagen; es führt Sie Dr. Inge Schaefer
Termin: Mittwoch 22. April, um 11:oo Uhr und zusätzlich für Gruppen zu einem Termin nach Wunsch

Besondere Highlights:
* Geliebte Clara. Letzter Spielfilm von Helma Sanders-Brahms über Clara Schumann von 2008.
Anschließend gibt Dr. Inge Schaefer eine Einführung in die Video-Installation von Andrea Büttner ‚Piano Destructions* 2014‘, die im Museum Ludwig zu sehen ist und weibliche sowie männliche Geschlechterverhältnisse in der Musik thematisiert.
Termin: Sonntag 1. Februar, um 12:00 Uhr

* Annette Messager: Exhibition/Exposition im K21 Ständehaus Düsseldorf, Führung mit Frau Ristow
Termin: Sonntag 15. März, um 13 Uhr

Gern können Sie für eine der neuen oder ‚alten‘ Führungen Gutscheine bei uns bestellen!

Weitere Gutscheine