Archiv

Mit dem Kölner Frauengeschichtsverein zur Yoko-Ono-Ausstellung

27. April 2013
08:00bis21:30

„Half-A-Wind-Show“ in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch in der Ausstellung von Yoko Ono, eine der ersten und wichtigsten Performance- und Konzept-Künstlerinnen, anlässlich ihres 80. Geburtstags. Ihr künstlerisches Schaffen stand lange im Schatten ihrer Ehe mit John Lennon. Im Frühjahr 2013 wurde in der Frankfurter Kunsthalle Schirn eine umfassende Retrospektive gezeigt, die eine charakteristische Auswahl der letzten 60 Jahre ihres Schaffens präsentiert. Mit einer gebuchten Führung durch die Ausstellung konte sich die Gruppe der von der Ausstellungsmacherin eingefangenen Sinnlichkeit Yoko Onos nähern und die Poesie und Lebensfreude dieser Künstlerin genießen.

Der sehr kostengünstige Ausstellungsbesuch war mit einer jeweils dreistündigen Zugfahrt – auf der Hinfahrt entlang des Rheins und auf der Rückfahrt durch den Westerwald – verbunden. Nach dem Museumsbesuch blieb Zeit für Essen und Spaziergänge in Frankfurt.

“Ja, das Studium der Weiber ist schwer” – Erste Studentinnen und Professorinnen

Mit dem Fahrrad an der alten Universität in der Südtstadt starten

1908 bekamen Frauen in Preußen endlich Zugang zum Studium.  Damit war das größte Bundesland eines der Schlusslichter in Europa. Mit welchen Strategien haben sich Frauen dieses Recht erkämpft? Wie sah der Alltag der ersten Studentinnen aus? Wie hoch ist der Anteil von Professorinnen heute?

Die Frauenrechtlerin Mathilde von Mevissen war eine Kölner Wegbereiterin für das Frauenstudium. Wir berichten u. a. über die erste Studentin, eine jüdische russisch-stämmige  Türkin,  wie auch über die erste Professorin mit eigenem Lehrstuhl, Prof. Cornelia Harte. An der Frauenklinik sind die Zwangssterilisationen der NS-Zeit ein Thema, an der auch Universitätsärztinnen beteiligt waren.

Treffpunkt: Claudiusstr. 1 (alte Universität)
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Kosten: 15 Euro
Termin: zur Zeit gibt es keine offene Führung. Sie können die Tour aber gerne zu Ihrem Wunschtermin buchen. Am besten ist sie geeignet, wenn die Gruppe Fahrräder zur Verfügung hat, um von der alten Universität am Ubierring zur jetzigen Universität zu fahren.

Goldener rik-Preis für den Kölner Frauengeschichtsverein

9. Januar 2012

Preisverleihung mit I. Franken und K. Regenbrecht (Foto: Daniela Zysk)

 

Am Montag, 9. Januar 2012, erhielt unser Verein zusammen mit dem Centrum Schwule Geschichte Köln den goldenen rik, einen Sonderpreis des schwulen Stadtmagazins rik, verliehen. Wir freuen uns darüber sehr und bedanken uns bei der Jury.

Seit vier Jahren gibt es diesen Preis für Initiativen, die keine große Lobby in der Stadt haben, dafür aber verdienstvolle Arbeit für die Community leisten. In den vergangenen Jahren erhielten ihn das Stricherprojekt Looks e.V., die Behinderteninitiative Richtig am Rand, das Beschäftigungsprojekt Hivissimo sowie die Golden Gays und Golden Girls. Die Redaktion begründet die Auszeichnung damit, daß “wir es für sehr wichtig halten, die Geschichte wachzuhalten, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen” .

Antrag für den Bürgerhaushalt 2012

Für die diesjährige Abstimmung zum Bürgerhaushalt hat der Frauengeschichtsverein den Vorschlag Nr. 312 ins Netz gestellt. Es geht um eine finanzielle Förderung für die Einrichtung eines Online-Lexikons zur (Kölner) Frauengeschichte und für die professionelle Aufbewahrung der unzähligen Dokumente zur neuen Frauenbewegung, die unser Verein gesammelt hat. Diese Archivalien sollten dem Stadtarchiv übergeben werden, doch durch den Einsturz vor zweieinhalb Jahren sehen wir es als unsere Verantwortung an, die Dokumente fachgerecht aufzubewahren.

Wir freuen uns, wenn Sie bis zum 13. November 2011 für den Antrag Nr. 312 stimmen:

https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2012/

Das Prozedere ist nicht ganz einfach. Sie müssen sich erst registrieren, dann erhalten Sie eine E-Mail mit einem Passwort. Damit können Sie sich einloggen und abstimmen. Auf der Startseite rechts unten bei den Schlagworten finden Sie den Begriff “Geschlechtergerechtigkeit”. Dort sind sowohl unser Antrag wie auch andere frauenspezifische Vorschläge eingeordnet.

 

 

 

Die Zeit ihres Lebens – Dokumentarfilm

14. Juli 2011
18:30bis20:30

Wenn britische Intellektuelle im Altersheim leben, tun sie das mit Stil. In der Residenz Mary Feilding Guild im Norden Londons erscheint man zum Essen in Kostüm und Anzug. Das Seniorenheim ist bekannt dafür, alte Menschen körperlich und geistig besonders zu fördern. Hier leben auch Alison, Hetty und Rose, zusammen 290 Jahre alt. Die eine ist Autorin, die andere Journalistin, die dritte Friedensaktivistin. Die drei verbindet eine selbstironische Art und die Freude daran, ihre Erfahrungen weiterzugeben. In einer Lebensphase, die in unserer Gesellschaft als unproduktiv gilt, mischen sie sich ein in öffentliche Debatten – mit Zeitungsartikeln und bei Demonstrationen. Ein respektvoller Blick auf das hohe Alter, wie es sich jede wünscht. (Regie: Jocelyn Cammack, England 2009)
Der Frauengeschichtsverein übernimmt die Filmpartnerschaft in Kooperation mit der Aktion Mensch, die ein Filmfestival ‘über Mut’ initiiert hat. Nach der Filmvorführung besteht Gelegenheit zur Diskussion.
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Ort: Kino 813 in der BRÜCKE, Filmclub 813, Hahnenstr. 6, 50667 Köln
Termin: Do. 14. Juli um 18:30 Uhr

PARIS WAS A WOMAN – Dokumentarfilm von Greta Schiller

20. Juni 2011
19:30bis21:30

Cologne Pride-Veranstaltung mit Feminale, den Lesbischen ALTERnativen und Filmhaus Kino Köln

Anlässlich Cologne Pride und CSD Köln 2011 beteiligt sich der Kölner Frauengeschichtsverein an einer Filmveranstaltung von der FEMINALE-Sektion Querblick in Kooperation mit den Lesbischen ALTERnativen und dem Filmhaus Kino Köln. Dort wird am Montag, 20. Juni 2011, um 19:30 Uhr PARIS WAS A WOMAN gezeigt.  Wer das gleichnamige Buch von Andrea Weiss kennt, wird sich an dieser Zusammenarbeit mit der Regisseurin Greta Schiller garantiert erfreuen.  Der Dokumentarfilm (UK, D, USA 1996, 75 min.) wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Ort: Filmhaus Kino Köln, Maybachstr. 111
Kartenreservierung: 0221/99 20 93 71
Eintritt: 6,50 €/5,00 € erm.

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“Starke Frauen”: Selbstbehauptung und Widerstand während des Nationalsozialismus

Zu keiner Zeit wurde das Individuum in seiner persönlichen Integrität so stark herausgefordert wie während der Zeit des Nationalsozialismus. Wie haben sich Frauen verhalten? Gibt es Vorbilder, deren Wirken uns heute noch zur Reflektion über unseren eigenen Lebensweg anregen? Das Seminar geht der Frage nach, welche Handlungsmöglichkeiten es für Frauen gab und wie wir aus dem aktuellen Kontext heraus einzelne Verhaltensweisen bewerten.
Besonders scharf zeigt sich die Grenze zwischen Widerstand und Kollaboration dort, wo das Leben selbst gefährdet war. Eine unbekannt hohe Anzahl von Frauen leisteten unter hohem persönlichen Einsatz Widerstand gegen die Besatzer:  als von Verschleppung betroffene Zwangsarbeiterin, als von Ermordung bedrohte Jüdin, als Angehörige der Roten Armee. Welche Rolle spielten die Ikonen des weiblichen Widerstandes? Sowohl Freya von Moltke, die dem »Kreisauer Kreis« angehörte, als auch die Kommunistin Maria Fensky werden mit ihren individuellen Aktivitäten gewürdigt und in ihren jeweils unterschiedlichen Lebenszusammenhängen dargestellt. Am Beispiel von Edith Stein und Sophie Scholl, die beide ermordet wurden, wird auch ein Blick auf die Gedenkkultur in der Bundesrepublik geworfen.

Referentinnen: Irene Franken und Dr. Karola Fings, stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums Köln

Das für den 6. und 7. Mai 2011 in der Katholischen Akademie Schwerte angekündigte Seminar muss leider ausfallen, wird aber zu gegebener Zeit bzw. bei Bedarf nachgeholt. InteressentInnen melden sich bitte unter info@frauengeschichtsverein.de