Termine

Ausflug in die Kulturhauptstadt

5. September 2010
10:30bis17:30

Das neue Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein in Essen ist historisches Gedächtnis und Schaufenster des Ruhrgebiets. Auf der Führung begeben wir uns auf die Spuren der Frauen in der größten Industrieregion. Anschließend ist Zeit, in Ruhe  weiter in der Ausstellung zu bleiben oder das weitläufige Außengebiet samt Skulpturenpark zu besichtigen. Anmeldung erforderlich!

Die Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens

30. September 2010
19:00bis21:00

Wir laden in Kooperation mit der Universitätsbibliothek ein zu einer bezaubernden, heiteren und sehr interessanten Lesung mit Dr. Angela Steidele. Neben Einblicken in der Kölner Kulturleben zu Beginn des 19. Jahrhunderts stehen die beiden Protagonistinnen im Vordergrund: Adele Schopenhauer – Schriftstellerin, Künstlerin, die Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer – und die »Rheingräfin« Sibylle Mertens-Schaaffhausen verband eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen. Seit 1828 waren sie ein Paar: »am besten vergleichst Du uns ein paar Leuten, die sich spät finden und dann einander heiraten. Stürbe sie – so spräng ich jetzt in den Rhein, denn ich könnte nicht ohne sie bestehen«, schrieb Adele ihrer Freundin Ottilie von Goethe. Anhand vieler bisher unveröffentlichter Quellen erzählt Angela Steidele die Geschichte zweier ungewöhnlicher Frauen: Pionierinnen, die in Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt in der Liebe Grenzen einrissen, die ihnen als Frauen im 19. Jahrhundert gesteckt waren.

Ort: Universitätsbibliothek Köln, Raum 407

Gesundheit ist weiblich – Frauen im Medizinwesen gestern und heute

6. März 2010
14:00bis16:00
1. Mai 2010
14:00bis16:00
26. September 2010
14:00bis16:00
7. November 2010
14:00bis16:00

Auf unserem Spaziergang vollziehen wir Frau Richmodis’ fragwürdige Karriere von der Sagenheldin zum Fall in der medizinischen Literatur nach, lernen Judenärztinnen, weise Frauen und Heilige kennen, die auf dem frühneuzeitlichen Gesundheitsmarkt mit Ärzten und Handwerkschirurgen konkurrierten. Wir erfahren von Hebammenschülerinnen, die an Hausschwangeren ihre praktischen Fähigkeiten erlernten, begegnen Kölns erster Röntgenassistentin und hören vom traurigen Schicksal der Röntgenschwester Blandina Ridder. Weiter suchen wir die Praxis einer der ersten niedergelassenen Ärztinnen Kölns auf und fragen nach der Rolle, die der Nationalsozialismus Frauen in einem ‚gesundenVolkskörper‘ zuschrieb.

Treffpunkt: Kattenbug/Ecke Zeugheusstraße
Dauer: 2 Std.
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 6. März (für Frauen), 1. Mai,  26. September und 7. November (für Frauen) 2010 – jeweils um 14 Uhr

Nur eine Rose als Stütze – Auf den Spuren von Hilde Domin

7. März 2010
14:00bis15:30
27. Juni 2010
14:00bis15:30
9. Oktober 2010
14:00bis16:00

Ihr Leben beschrieb sie als »Sprachodyssee «, als Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Kölner Agnesviertel ging sie zum Studium nach Heidelberg und Italien. 1940 emigrierte sie mit ihrem Mann über England in ihr endgültiges Exilland, die Dominikanische Republik. Hilde Domin jonglierte mit den Sprachen, besonders mit denen ihrer Exilländer.

Sie übersetzte, um zu überleben. Ausgelöst durch eine schwere Krise kam sie zum Schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort … Das Wort aber war das deutsche Wort.“  1959 erschien in Deutschland ihr erster vielbeachteter Gedichtband ‚Nur eine Rose als Stütze‘. Ihre Dichtung war engagiert, politisch, kreativ und gleichzeitig einfach. Bis ins hohe Alter unternahm sie Lesereisen, u. a. in Schulen und Gefängnissen. Passend zum Titel endet die Führung im Rosengarten des Forts X.

Treffpunkt: Riehler Straße 23
Dauer: 1,5 Std.
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 7. März, 27. Juni 2010 (für Frauen), 14. August und 9. Oktober 2010 – jeweils um 14 Uhr

Eva und die Zukunft

2. Dezember 2010
18:00bis19:30

Im Laufe der Jahrhunderte wurden Frauen in unendlich vielen Rollen definiert und dargestellt. Sie erschienen als leidenschaftliche Geliebte, starke Heldin  oder aufopferungsvolle Mutter, als Hure oder Heilige. Wie haben Künstler und Künstlerinnen diese Frauen gesehen, wie haben sie sie gemalt und wie war ihr Rolle innerhalb der Gesellschaft? WIe unterscheiden sich die Gemälde von Frauen und Männern? Wir fragen, ob die Malenden in den idealtypischen Rollenkonstellationen ihrer Zeit verhaftet blieben oder ob sie neue Aufbrüche wagten.

Treffpunkt: vor der Kasse des Wallraf-Richartz-Museums, Rathausplatz KVB-Haltestelle: Dom / Hbf bzw. Heumarkt
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 2. Dezember 2010 um 18 Uhr (Eintritt frei)

Treffpunkt: An der Kasse im Walff-Richartz-Museum

Pionierinnen im Rheinauhafen – neue Frauen-Straßennamen und Architekturgeschichte

13. März 2010
14:00bis16:00
18. April 2010
14:00bis16:00
12. Juni 2010
14:00bis16:00
11. Juli 2010
14:00bis16:00
23. Oktober 2010
14:00bis16:00
Bau Gathermann und FrauenMediaTurm

Bau Gatermann und FrauenMediaTurm

Ist der Malakoff-Turm nach einer Torte benannt? Welche Schätze hütet der FrauenMediaTurm? Die beiden einst aus dem Hafenpanorama herausragenden Bauwerke wirken neben den ultramodernen Kranhäusern zierlich und klein, gehören aber zum architektonischen Gesamtkonzept.

Der Rheinauhafen ist ein Ort der Frauen: Nicht nur Stararchitektin Dörte Gatermann hat stilprägend ihre Handschrift hinterlassen. Auch die Leistungen anderer Pionierinnen werden hier gegenwärtig. Dank der Initiative des Frauengeschichtsvereins sind sechs neue Straßen und Plätze nach Frauen benannt, die die Stadtgeschichte prägten: das Allround-Genie Anna Maria van Schürmann; die Verlegerin Katharina Schauberg; Clementine Martin, die den Melissengeist erfand; Anna Schneider, die den ersten Arbeiterinnenverein gründete; Laura Oelbermann, millionenschwere Stifterin, und die Goldschmiedin Elisabeth Treskow.

Treffpunkt: Malakoff-Turm, Am Leystapel (Nähe Schokoladenmuseum)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 €
Nächste Führungen: 13. März, 18. April, 12. Juni ( für Frauen), 11. Juli und 23. Oktober (für Frauen) 2010 – jeweils um 14 Uhr

Echt Kölsch! Originelle Kölnerinnen und kölsche Verzällcher

20. März 2010
14:00bis16:00
5. Juni 2010
14:00bis16:00
15. August 2010
14:00bis16:00
16. Oktober 2010
14:00bis16:00

Sie werden in Kölner Mundartliedern besungen oder liefern Vorlagen für beliebte Karnevalskostüme; sie wurden in Stein verewigt oder sind teilweise schon vergessen: Kölner Originale weiblichen Geschlechts.

Auf unserer Tour durch die Altstadt berichten wir vom Bärbelchen, hinterfragen die Geschichte von Jan und Griet und erinnen an beliebte Kölner Entertainerinnen wie Grete Fluss und Trude Herr.  Wir hören, wie sich aus einer Persiflage das Kölner Tanzmariechen entwickelte, und gehen der Frage nach, warum die traditionelle Kölner Jungfrau ein Mann ist. Dabei besichtigen wir Denkmäler und historische Schauplätze und beschäftigen uns mit Lebensläufen. Nebenbei gibt es musikalische Kostproben.

Treffpunkt: Am Hänneschentheater, Eisenmarkt
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 €
Nächste Führungen: 20. März,  5. Juni, 15. August und 16. Oktober 2010 – jeweils um 14 Uhr für Frauen und Männer