Termine

»Ich liebe die Frauen, und sie lieben mich auch.«

13. September 2017
19:30bis21:00

Premierenlesung des neuen Buchs von Angela Steidele

Frauenheld, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling, Wüstling oder einfach nur Schuft: Frauen pflasterten ihren Weg. Anne Lister betete sie an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld. Ihr lustvolles Lieben und Leben im vermeintlich prüden präviktorianischen England vertraute sie einem geheimschriftlichen Tagebuch an, dessen ganz und gar unkeusche Einträge Angela Steidele zu dieser staunenswerten Biographie verführte (Anne Lister. Eine erotische Biographie. Berlin: Matthes und Seitz, 2017).
Die Buchpremiere findet im Kölner Literaturhaus statt. Bettina Böttinger („Kölner Treff“) wird mit Angela Steidele über lesbische Verführungsstrategien, Schamhaarsammlungen und Sexkalender sprechen. Herzlich willkommen zu einem flotten Bühnen-Dreier mit Anne, Angela und Bettina!
Karten im Vorverkauf unter www.literaturhaus-koeln.de oder unter offticket.de

Termin: 13. September 2017, 19:30 Uhr
Ort: Großer Griechenmarkt 39

Eine Veranstaltung des Kölner Literaturhaus in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein

Venloer Straße: rechts und links

31. März 2019
15:00bis17:00

Auf den Spuren der Ehrenfelderinnenehrenfeld1

Wussten Sie, dass Ehrenfeld um 1850 quasi aus dem Nichts entstand? Sie erfahren, warum eine Stenotypistin zwangsweise sterilisiert wurde, wo das erste Krankenhaus stand, wie schmal der Grat zwischen einem ‚braven‘ und einem ‚verdorbenen‘ Fabrikmädchen war und was barmherzige Ordensfrauen leisteten. Wir erzählen von einer unbarmherzigen, aber engagierten Politikerin, einer jugendlichen Widerständigen und von einer Wirtin, die immer schick sein wollte.

Stadtspaziergang mit Cornelia Gürtler

Treffpunkt: Venloer Straße/Ecke Geisselstraße
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 31.März 2019, um 15:00 Uhr

Mütter, Ahninnen, Göttinnen

7. September 2017
18:00bis20:00

Neuer Spaziergang durch die Kulturen der Welt

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Verschleierung bei den Tuareg

Wie sehen Rollen und Perspektiven für Frauen in traditionellen Gesellschaften aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Rautenstrauch Joest Museum – dem einzigen Kölner Museum, das 1899 von einer Frau gestiftet wurde und zwar von Adele Rautenstrauch.
Frauenmacht im Leben und nach dem Tod, Ahninnen und Göttinnen, die Macht des Menstruationsblutes, reisende Europäerinnen im 19. Jahrhundert, traditionelle Künstlerinnen und  Handwerkerinnen sind Themen der aktualisierten Führung.

Termin: Donnerstag 07.09.2017 um 18:00 Uhr
Kosten: 10 € zzgl. Eintritt für Nicht-KölnerInnen
Treffpunkt: Kasse des Rautenstrauch-Joest-Museums

 

 

200 Jahre Mathilde Franziska Anneke (einmalige Führung)

2. September 2017
14:00bis16:00

Begegnung mit einer Revolutionärin01_M F _Anneke_Zeichnung sprockh

Mathilde Franziska Anneke war Schriftstellerin und Demokratin. Lassen Sie sich von der 1848er-Revolutionärin, Journalistin und frühen Kämpferin für Frauenrechte an Kölner Orte ihres Lebens und Wirkens führen. Die Führung berichtet über ihre Beteiligung am badisch-pfälzischen Feldzug gegen die Preußen, über ihre Flucht ins Exil und ihr Engagment in den USA gegen die Sklaverei und für das Frauenwahlrecht.

Dieses demokratisches Engagement war so bedeutsam, dass Mathilde Anneke auf Vorschlag des Frauengeschichtsvereins 1992 als Figur auf dem Kölner Ratsturm verewigt wurde.

Einmalige Kostümführung mit Ina Hoerner anlässlich des 200. Geburtstags der Protagonistin

Termin: Samstag 02.09.2017 um 14:00 Uhr
Eintritt: 10 €
Treffpunkt: Brunnen am Breslauer Platz, hinterer Ausgang Hbf

Als Gerichte die Kinder wegnahmen

5. Juli 2017
19:30bis21:00
Kirsten Plötz

Kirsten Plötz

Lesbische Mütter ohne Sorgerecht

Bundesdeutsche Gerichte entzogen bis in die 1990er Jahre Elternteilen das Sorgerecht bzw. die elterliche Gewalt für ihre Kinder  –  wenn den Gerichten bekannt war, dass diese Elternteile gleichgeschlechtlich liebten. Das betraf offenbar vor allem lesbische Mütter. Diese Form der Repression ist bisher kaum bekannt. Die Historikerin und Expertin für die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte, Dr. Kirsten Plötz, stieß während ihrer Forschungen  über die Diskriminierung und Verfolgung weiblicher Homosexualität im Zeitraum der 1940er bis 70er Jahre im Bundesland Rheinland-Pfalz auf bislang unerschlossenes Quellenmaterial. Mit Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und auf die Geschichte lesbischer Existenz ergeben sich neue Erkenntnisse von erheblicher Relevanz. Bericht über die Forschungsergebnisse mit  anschließender Diskussion.

Referentin: Dr. Kirsten Plötz

 

Termin: Mittwoch, 5. Juli, 19.30 Uhr
Ort: rubicon, Rubensstraße 8-10
Eintritt frei. Spende erwünscht

Eine Veranstaltung des rubicon im Rahmen des ColognePride 2017. Kooperationspartner_innen: Kölner Frauengeschichtsverein, Centrum Schwule Geschichte, ARCUS Stiftung

 

200 Jahre Mathilde Franziska Anneke

8. April 2017
15:00bis18:00

Begegnung mit einer Revolutionärin und Visionärin

Vorträge und Diskussion01_M F _Anneke_Zeichnung sprockh

Mathilde Franziska Anneke, eine der Figuren auf dem Ratsturm, lebte von 1847 bis 1849 in Köln und unterhielt hier ein ‚ästhetisch-communistisches Clübbchen‘. Die wegen ihrer Scheidung sozial geächtete alleinerziehende Mutter wurde feministische Revolutionärin. Pressefreiheit, kostenlose Bildung, Versammlungsfreiheit sowie die Abschaffung der Doppelmoral gegenüber Frauen waren einige ihrer Themen. 1849 beteiligte sie sich am badisch-pfälzischen Feldzug der Freischärler gegen die verhassten Preußen. Da dieser niedergeschlagen wurde, musste die Familie Anneke Deutschland verlassen.

Als politische Emigrantin kämpfte sie im US-amerikanischen Exil gegen Sklaverei und Rassismus  sowie für Frauenrechte. Bald gehörte sie in der deutschen Community von Milwaukee zu den bekanntesten politisch aufklärenden Demokratinnen. Sogar für das Frauenwahlrecht trat sie schon offensiv auf.

Programm des Colloquiums:

  • Das soziale Aus? Scheidung im Biedermeier (Annette Hanschke )
  • Frauen auf den Barrikaden? Der Kölner Kreis der 1848erinnen – Marx, Gottschalk und der Kölner Arbeiterverein (Christian Frings)
  • Annekes Beitrag zum Badisch-Pfälzischen Feldzug für demokratische Rechte (Irmgard Stamm)
  • Die erste deutsche emanzipatorische Frauenzeitung? (Irene Franken) und die Deutsche Frauenzeitung in den USA (Ina Hoerner)
  • Engagement im politischen Exil (Ina Hoerner)
  • Begehren und Zärtlichkeit im 19. Jahrhundert. Die Annekes, ein queeres Paar? (Irene Franken)
  • Rezeption, Würdigungen, Diskussion
  • Musik und ggf. gemeinsames Singen: Martina Neschen

Zeit: Samstag, 8. April 2017, 15 bis 18 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11, 50670 Köln, nahe Hohe Straße
Eintritt: 15 Euro (10 Euro ermäßigt)
Anmeldung erwünscht!

„Lobpreis der Weiblichkeit“

18. April 2017
15:00bis17:00

Ausstellung über fünf Generationen von Unternehmerinnen

Im Kulturhaus Zanders in Bergisch Gladbach wird eine Ausstellung mit vielen Fotos und Dokuemnten über die Unternehmerinnen der Papierfabrik Zanders gezeigt. Ungewöhnlich ist, dass alle Frauen früh verwitwetet waren und sich gegen den Ratschlag ihrer näheren Umgebung dafür entschieden, dass Unternehmen nicht zu verkaufen, sondern weiterzuführen. Die Ausstellung gewürdigt ihren Mut und ihren Erfolg, sie erinnert auch an die Werkgrafikerin und Frauenrechtlerin Alexe Altkirch sowie an die unbekannten Arbeiterinnen.

Kulturhaus Zanders
Haupstraße 267-269 in GL
geöffnet: Di, Do, So 15-18 Uhr

Finissage am 18. April:
15:00 Uhr Führung in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein
16:00 Uhr Lesung aus dem „Kulinarischen Traktat für traurige Frauen“ des kolumbianischen Autors Hector Abad

Eintritt frei, Voranmeldung erwünscht unter 02202 31974