Der Erste Weltkrieg und die Kölner Frauen(bewegung)

o Mit heißem Herzen: Vortrag am Internationalen Frauentag
o von Irene Franken 

Köln 1916

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Veranstaltung im Kölnischen Stadtmuseem ging es um die vielfältigen Aktivitäten und Interventionen der Kölnerinnen während des Krieges. Die einen wollen sich gleichberechtigt an der Sozialpolitik beteiligen, andere hoffen auf eine Revolution. Viele junge Frauen strömen zu Lehrgängen, um Lazarettschwester zu werden; einige wenige versuchen, in Männeruniform heimlich am Krieg teilhaben zu können. In bürgerlichen Salons wird für die Fortsetzung des Krieges gesammelt, in KünstlerInnenstuben versucht, das Ende herbeizudiskutieren und in den Küchen alleinerziehender Mütter wird schlicht gehungert.

Irene Franken fragte in ihrem Vortrag, warum gerade gebildete bürgerliche Frauen, darunter viele Jüdinnen, sich vom nationalen Hochgefühl der ersten Kriegsmonate begeistern ließen und inwieweit sie ein emanzipatorisches Ziel verfolgten. Warum fanden pazifistische Positionen nur wenig Anklang? Wie marginalisiert waren USPD-Politikerinnen wie Henriette Ackermann?