Kölsche Tochter, Flüchtende, Migrantin

9. September 2018
12:45bis14:45

Migrationsgeschichte von Frauen

Yüksel Özkasap

Yüksel Özkasap

Seit Jahrhunderten haben sich Frauen auf den Weg nach Köln gemacht. Oft gaben wirtschaftliche Aspekte den Ausschlag, manchmal konfessionelle oder politische Verfolgung. Was bedeutete es im Mittelalter fremd zu sein? Ab wann ist frau Immigrantin und wann Ausländerin? Wie gelang es, das neue Leben in einer fremden Sprache einzurichten?  Umgekehrt verließen auch Kölnerinnen aus ganz unterschiedlichen Gründen zu verschiedenen Zeiten ihre Stadt.

Köln‘ün Bülbülü – unter dem Namen ‚Nachtigall von Köln’ machte die türkische Sängerin Yüksel Özkasap in den 1970er Jahren eine erstaunliche Karriere. Sie war der Star der heimatorientierten ArbeitsmigrantInnen der ersten Generation. Wir beleuchten Anwerbeprogramme aus den 1960er- und 70er Jahren sowie Heiratsmigration.

Bei der Führung werden Einzelschicksale sichtbar. Welches Bürgerrecht hatten Frauen der Frühen Neuzeit? Wie begann die flandrische Unternehmerin Marie Clementine Martin im 19. Jahrhundert die Entwicklung ihres ‚Klosterfrau Melissengeist’? Wozu gab es um 1900 im Kölner Bahnhof einen speziellen Schutzraum für allein reisende Mädchen und Frauen?

Am Tag des offenen Denkmals ist in der Führung eine kurze Besichtigung der Eigelsteintorburg. Sie war in früheren Jahrhunderten Grenztor zur Stadt und damit Symbol für Zugangsrechte und Ausgrenzungen.

Es führt Sie Irene Farnken.

Treffpunkt: Eigelsteintorburg, KVB-Haltestelle: Ebertplatz
Dauer: ca. 2 Std.
Kosten: Spende erwünscht
Termin: Sonntag, 9. September 2018, um 12:45 Uhr zum Tag des offenen Denkmals