Alle Artikel zum Thema Dom

Offene Führungen

In der linken Spalte informieren wir Sie über unsere nächsten Führungen und Stadtrundgänge.  Treffpunkt, weitere Informationen und Preisangaben erfahren Sie, wenn Sie das jeweilige Thema anklicken. Bei weiteren Fragen rufen Sie bitte zu unseren Bürozeiten Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und nach Absprache an (0221 – 248265).

Wenn nichts anderes angegeben ist sind die Führungen für Frauen und Männer. In der Regel ist keine Anmeldung nötig – es sei denn, es wird ausdrücklich darum gebeten. Für einige Touren können Sie Eintrittskarten kaufen in Kombination mit einem Ticket für den Nahverkehr.

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Von Agrippina bis Weiberwirtschaft

Sightseeing im Bus

Köln hat viele berühmte Frauen zu bieten: die Stadtgründerin Agrippina und die Göttin Isis aus dem Altertum; die Gründerinnen von Damenstiften und Beginen aus dem Mittelalter; die heilig gesprochene Edith Stein sowie die Künstlerinnen Olga Oppenheimer und Emmy Worringer aus dem 20. Jahrhundert.
Auf der Rundfahrt sehen Sie Zeugnisse der römischen Zeit und des gegenwärtigen Köln. Wir passieren die Hauptsehenswürdigkeiten wie den Dom, romanische Kirchen, alte Tore der Stadtmauer, das gotische Festtagsgebäude Gürzenich und das historische Rathaus. Auf der ‘Schäl Sick’, der anderen Rheinseite, gibt es einen Fotostopp; von dort können Sie den besten Blick auf den Dom und die Altstadt genießen.

Diese Tour ist vor allem für Gruppen, die mit dem Bus anreisen, zu buchen.

Treffpunkt: Bushaltestelle Komödienstraße
Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden

Chronik

Verein

Der Kölner Frauengeschichtsverein macht Geschichte …

1986 wurde der Kölner Frauengeschichtsverein gegründet mit dem Ziel, die Geschichte der Kölner Frauen zu erforschen und in ihrer Lebendigkeit und oft auch Aktualität einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Als Motto wählten wir die immer noch aktuelle Feststellung einer spannenden Vorgängerin, der 1607 in Köln geborenen Anna Maria van Schürmann: “… Daher kommt es, dass bei der Lektüre historiograpischer Werke über weite Zeitläufe hinweg von den Spuren der Frauen nicht mehr erscheint als von den Spuren eines Schiffes im Meer.” (1639)

Auch im Köln des 20. Jahrhunderts vermissten zwei Frauen die Darstellung der Geschichte der einen Hälfte der Menschheit, noch immer wurde ihre Geschichte nicht als überlieferungswürdig erachtet. Die Diplom-Pädagogin Gwen Edith Kiesewalter und die Historikerin Irene Franken starteten 1985 mit einem ganztägigen Rundgang zur Frauengeschichte – und hatten einen durchschlagenden Erfolg. Die anhaltende Resonanz zeigt, dass das Bedürfnis nach Informationen über die “weibliche” Seite der Geschichte groß war – und ist.

In den 20 Jahren Vereinsgeschichte bilden die Rundgänge den größten Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten. Nach und nach folgten Führungen

  • durch Kirchen (St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Dom usf.
  • durch einzelne Stadtviertel (Rathenauplatz, Nippes, Südstadt, Ehrenfeld, Rheinauhafen)
  • in Ausstellungen (Sportmuseum, Römisch-Germanisches Museum, Museum Ludwig)
  • zu besonders wichtigen Epochen (Nationalsozialismus)
  • zu Themen (Hexenverfolgung, Rhein und Wasser, Geld, Beziehungen, Essen, Kriminalität,)
  • über einen Friedhof (Melaten)
  • als Wanderung (in die Eifel) u.a.m.

Inzwischen bieten wir den Service an, Rundgänge thematisch für Gruppen umzustellen und neu zu kreieren.

Im Laufe der Jahre wurde der Kölner Frauengeschichtsverein als Rechercheort und Dokumentationsstelle aufgebaut. Vereinsmitfrauen und -männer können gratis, alle anderen gegen eine Gebühr auf unser Material zugreifen oder – sofern die personellen Kapazitäten vorhanden sind – recherchieren lassen. Zu dem Spezialaspekt Neue Frauenbewegung in Köln haben wir einen einmaligen Sammlungsbestand zusammengestellt (Näheres siehe Rubrik Archiv).

Weitere Standbeine der Vereinsaktivitäten sind vielfältige Veröffentlichungen: Neben Darstellungen zur Hexenverfolgung, Stadtführern und Rundgangsbroschüren kann Spannendes über Frauen am und auf dem Rhein nachgelesen werden. Sie finden alle Titel auf der website unter “Publikationen”. Weiterhin können Sie auch Vorträge und Lesungen aus den Büchern bei uns erfragen, – eine Liste möglicher Themen lassen wir Ihnen gerne zukommen.

In der Vergangenheit haben wir wiederholt selbst Ausstellungen erarbeitet oder Wanderausstellungen nach Köln geholt:

  • 1985 Die Geschichte der Frauen in Köln – gesehen von Kölner Künstlerinnen (Frauenbuchladen Rhiannon)
  • 1992 Eine Frauensache – Alltagsleben und Geburtenpolitik 1919-1933 (VHS Köln, angereichert um Kölner Tafeln)
  • 1995 10 Uhr pünktlich Gürzenich. 100 Jahre bewegte Frauen in Köln (Atelier 6811)
  • 1995 Das Studium der Weiber ist schwer! Studentinnen und Dozentinnen an der Universität Köln (Universitätsbibliothek).
  • 1998 wurde auf Initiative des Kölner Frauengeschichtsvereins die Amsterdamer Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte von heute nach Köln geholt und im NS-Dokumentationszentrum gezeigt.

Zu allen Ausstellungen organisierten wir ein reiches Begleitprogramm.

Politische Einflussnahme

Bereits 1985 erkannten die Vereinsgründerinnen die Notwendigkeit, über eine Lobby für die stärkere Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild einzutreten. Diese wurde der Kölner Frauengeschichtsverein. 1985/86 folgte der erste Antrag, die Gasse Unter Seidmacher und Seidmachergässchen in Seidmacherinnengässchen umzubenennen, um so darauf aufmerksam zu machen, dass in Köln im Mittelalter eine reine Frauenzunft – ein Unikum der deutschen Geschichte! – dieses kostbare Produkt herstellte. Dem positiv beschiedenen Antrag folgten inzwischen viele weitere. Bei Kölner Ausstellungen machten wir – sofern nötig – lautstark auf das Fehlen der Frauengeschichte aufmerksam. Auch bei der Diskussion um die Ratsturmfiguren mischte Vereinsgründerin Irene Franken mit: Auf ihren Vorschlag hin – und im Zusammengehen mit der Stadtverordneten Gundi Haep – wurde der Anteil an Skulpturen, die an Frauen erinnern, von ehemals fünf auf 18 erhöht:

  • Agrippina d. J.
  • Hl. Ursula
  • Plektrudis
  • Theophanu
  • Ida
  • Sela Jude
  • Fygen Lützenkichen
  • Katharina Henoth
  • Anna Maria van Schürmann
  • Augustina de Heers
  • Die “Klosterfrau” Maria Clementine Martin
  • Mathilde Franziska Anneke
  • Mathilde von Mevissen
  • Amalie Lauer
  • Hertha Kraus
  • Edith Stein
  • Christine Teusch
  • Irmgard Keun …

… repräsentier(t)en seitdem mögliche Biographien von Kölnerinnen. Im Mai 1991 übergab der Kölner Frauengeschichtsverein – zusammen mit der Agrippina-Versicherung – im Rathaus die von Elisabeth Perger in Stein gehauene Skulptur der Anna Maria van Schürmann an die Stadt.

Um die Repräsentanz der historischen Kölnerinnen zu gewährleisten haben Vereinsfrauen in verschiedenen thematischen Gremien mitgewirkt und tun dies noch, sei es beim Deutschen Städtetag, in der Historischen Kooperation, in der Historischen Gesellschaft, beim Arbeitskreis interdisziplinäre Hexenforschung, beim AK Historisch arbeitender Frauen, bei Köln ohne Grenzen oder auch – als Regionaljurorin – beim Schülerwettbewerb Geschichte des Bundespräsidenten.

Bei aktuellen politischen Anlässen kooperieren wir mit anderen Kölner Institutionen, so am Auschwitz-Gedenktag (27. Januar) bei der Veranstaltung in der Antoniterkirche, beim Internationalen Frauentag am 8. März, beim Internationalen Tag gegen Frauengewalt (25.11.)  oder auch beim CSD.

Der Kölner Frauengeschichtsverein ist ein eingetragener Verein (Vereinsregister-Nr: VR 9368). Ihm steht satzungsgemäß ein drei- bis sechsköpfiger Vorstand vor. Er leitet die Geschicke im Auftrag der fast 200 Fördermitglieder. Haben Sie ein besonderes Interesse an der Sichtbarmachung von Frauengeschichte? Möchten Sie unsere Aktivitäten einfach nur unterstützen? – Wir freuen uns über neue Fördermitglieder!

Hier können Sie die Satzung und das Beitrittsformular herunterladen:
Satzung-2008.pdf Beitrittserklärung.pdf

Köstlich! Köchin und kölsche Leckerfress

28. Februar 2010
13:30bis16:30
2. Mai 2010
13:30bis16:30
24. Oktober 2010
13:30bis16:30
28. November 2010
13:30bis16:30

Wir laden zu einer historisch-kulinarischen Reise mit Café- und Brauhausbesuch ein! Auf der Tour durch die Altstadt hören Sie von Köchinnen, die sich mit aufwändigen Rezepten und Fastengeboten auskannten, von einschränkenden Vorschriften für die bei Kindbettfesten zu servierenden Speisen und von ungewöhnlichen Verboten für Fischverkäuferinnen.

Es geht um Überfluss und um Frauen, die in Hungerjahren den Mangel organisierten. Weiter erzählen wir von Braumeisterinnen und Kaffeegenießerinnen, für die im Café Vaterland ein extra Damensalon eingerichtet wurde.

Anmeldung erforderlich!

Treffpunkt: vor dem Historischen Rathaus, Judengasse, KVB-Haltestelle: zwischen Dom /Hbf und Heumarkt
Dauer: 3 Stunden
Kosten: 20 Euro inkl. Kaffee und kleiner Leckerei, Kölsch und VSR-Ticket
Nächste Führungen:  24. Oktober und 28. November (für Frauen) – jeweils um 13:30 Uhr

Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin – Frauen und Geld: ein Widerspruch?

11. April 2010
14:00bis16:00
11. September 2010
14:00bis16:00

Für uns heute ist es unvorstellbar, dass es im alten Rom eine Göttin des Geldes gab, die bis heute großen Einfluss hat. Aber können Frauen überhaupt mit Geld umgehen? Oder haben sie in Geldangelegenheiten sogar den besseren Riecher?

Im Laufe der Jahrhunderte erwirtschafteten Frauen es auf die unterschiedlichste Art und Weise: Sie teilten Geld als Hausherrin und Hausfrau ein;  sie arbeiteten damit als Bankerin oder Wechslerin; sie ergaunerten es als Diebin oder Schmugglerin; sie erbaten es mit Hilfe von Armutszeugnissen oder als Kleinkreditnehmerin der Stadtsparkasse; sie verprassten es als Luxusweib und sie vererbten es. Dabei haben sie manche Hürde der Diskriminierung überwunden. Viele noch heute bestehende alte Einrichtungen verdanken ihre Entstehung Stiftungen von Frauen.

Treffpunkt: vor dem Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, KVB-Haltestelle: Dom / Hbf
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 11. April und 11. September (für Frauen)  um 14 Uhr

Drei Königinnen im Kölner Dom

1. Oktober 2010
15:30bis17:00
Marias Krönung als Himmelskönigin

Marias Krönung als Himmelskönigin

Als Predigerinnen und Stifterinnen, als verehrte Frauen und Heilige haben Frauen im Dom Spuren hinterlassen – mal im Zentrum, mal im Schatten der erzbischöflichen Herrschaft. So auch drei Königinnen: die französische Königsmutter Maria von Medici mit ihrem gebrochenen Herzen, die polnische Königin Richeza – eine europäische Friedensstifterin – und die Himmelskönigin Maria.

Königin Richeza

Königin Richeza

Wir zeigen Stiftungen von Frauen, erläutern die Marienverehrung aus frauengeschichtlicher Perspektive und fragen, warum lange Zeit Frauen mit Bart als Volksheilige verehrt, dann aber „entmachtet“ wurden.

Treffpunkt: vor dem Eingang des Hauptportals, KVB-Haltestelle: Hbf / Dom
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 8 Euro zzgl. Gruppeneintritt in den Dom
Nächste Führungen: 1. Oktober 2010 um 16 Uhr