Alle Artikel zum Thema Frauenbewegung

Laufend erinnern

27. Juni 2009 in der Kölner Innenstadt

 

Erinnerung an Gisela Koschig Gehm

Erinnerung an Gisela Koschig Gehm

Zu unseren regelmäßigen Veranstaltungen gehört eine Kooperation,  die mittlerweile Tradition hat:  ein Gedenkspaziergang zur Erinnerung an verstorbene Schwule und Lesben, der am Samstag vor dem CSD statt findet. Er wurde von der Kölner Aidshilfe und dem Klust entwickelt, die Durchführung liegt bei Kollegen vom Centrum Schwule Geschichte und uns.  Bei hochsommerlichen Temperaturen stellte Irene Franken einer großen Gruppe von Interessierten am Gedenkstein für die im NS verfolgten Homosexuellen die besondere Situation diskriminierter frauenliebender Frauen dar. An der Beethovenstraße/Ecke Engelbertstraße rief sie eine Pionierin der Frauen-/Lesbenbewegung in Erinnerung: Gisela Koschig-Gehm, die  zusammen mit Ulla Böll 1977 den ersten Frauenbuchladen nebst Café an der Engelbertstraße eröffnete (später in Frauenbuchladen Rhiannon umbenannt).  In den 80er Jahren war er ein wichtiges Zentrum der Kölner Frauenbewegung, aus dem sich viele Projekte entwickelten, so auch der Frauengeschichtsverein. Martin Sölle präsentierte entsprechend die Männerliebe in der Geschichte. Anschließend sang die Kölschblues-Sängerin Martina Neschen selbst geschriebene oder neu getextete Lieder, u. a. eines auf  Gisela Koschig-Gehm.

Jubiläumsführung – 25 Jahre Frauenstadtführungen in Köln

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Jetzige und frühere Gästeführerinnen

Am 25. April 2010 im Hof des Vereinsbüros

Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir am 25. April unser Jubiläum mit einer ganz besonderen Führung. 40 Frauen und zehn ehemalige bzw. jetzige Gästeführerinnen waren mit von der Partie. Der Treffpunkt war im blühenden Hof des Vereinsbüros, wo wir mit den Teilnehmerinnen auf unseren Erfolg anstießen. Die beiden Initiatorinnen Irene Franken und Gwen Kiesewalter berichteten über die ersten Führungen und Martin Stankowski, ein Kollege, der ebenfalls 1985 zu den ersten Gästeführern in Köln gehörte, hielt eine Lobrede. Auf der Tour durch die Altstadt erinnerten wir an besondere Erfolge des Kölner Frauengeschichtsvereins wie die Umbenennung der Gasse Unter Seidmacher in Seidmacherinnengässchen und die Aufstockung der weiblichen Rathausfiguren von ursprünglich fünf auf 18 Frauen.

Verschiedene Gästeführerinnen stellten ihre Lieblingsthemen vor. Die Spannbreite reichte von der Unterhaltungskünstlerin Grete Fluss über die radikale Frauenrechtlerin Pauline Christmann bis hin zum Streik bei der Lufthansa 1973, als Frauen nicht zur Pilotinnenausbildung zugelassen wurden. Zwischendurch sang die kölsche Sängerin Martina Neschen zum Teil selbst gedichtete Lieder und erheiterte das Publikum mit ihren Texten.

Bewegte Frauen – schwere Schicksale

21. September 2013
14:00bis16:00

Frauenpower rund um den Rathenauplatz

Lou Strauss-Ernst

Strauss-Ernst

In dem großbürgerlichen Viertel engagierten sich bereits vor 100 Jahren Christinnen und Jüdinnen für ihre Rechte. Weder in der Kirche noch in der Kommune hatten Frauen das Wahlrecht. Sie hören von Persönlichkeiten wie der Stadtverordneten Henriette Ackermann, die die Männer das Fürchten lehrte, sowie der Journalistin Lou Straus-Ernst, die die Dada-Szene Kölns mit prägte. Eine herausragende Persönlichkeit war Clara Caro, die selbst im KZ die Hoffnung nicht verlor. Weiter berichten wir über die weitreichende Bedeutung des ersten Frauenbuchladen in Köln.

Es führt sie Bettina Bab.

Treffpunkt: vor der Herz-Jesu-Kirche, Zülpicher Platz
KVB-Haltestelle:  Zülpicher Platz
Dauer: 2 Std.
Kosten: 8 Euro
Termin: Samstag, 21. September 2013, um 14:00 Uhr

Frauen im Nationalsozialismus

18. November 2018
14:00bis16:00
26. Januar 2019
14:00bis16:00

Führung durch die Gedenkstätte und Dauerausstellung im EL-DE-Haus

Die Zeitzeugin Martha Mense im Gespräch mit einer Schulklasse in der Gedenkstätte

Die Zeitzeugin Martha Mense im Gespräch mit einer Schulklasse in der Gedenkstätte

Das EL-DE-Haus war zehn Jahre lang Sitz der Kölner Gestapo. Die 1.800 Inschriften im Kellergefängnis werfen ein eindrucksvolles Licht auf die Schicksale der Gefangenen. Unser Rundgang durch die Ausstellung zeigt Frauen als Verfolgte und Ausgegrenzte, Mitläuferinnen und Täterinnen, aber auch mutige Frauen aus dem Widerstand. Die Gleichschaltung der organisierten Frauenbewegung, die rassistische Verfolgung und Vernichtung von jüdischen und kranken Frauen sowie die Ausbeutung ausländischer Zwangsarbeiterinnen sind Aspekte, die wir ausführlicher darstellen.

Ausstellungsführung mit Heike Rentrop

Treffpunkt: Eingang EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23 (KVB-Haltestelle: Appellhofplatz)
Kosten: 10 Euro zzgl. Eintritt
Termine: Sonntag, 18. November 2018 und Samstag, 26. Januar 2019 um 14 Uhr