Alle Artikel zum Thema Führungen

Jubiläumsführung – 25 Jahre Frauenstadtführungen in Köln

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Jetzige und frühere Gästeführerinnen

Am 25. April 2010 im Hof des Vereinsbüros

Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir am 25. April unser Jubiläum mit einer ganz besonderen Führung. 40 Frauen und zehn ehemalige bzw. jetzige Gästeführerinnen waren mit von der Partie. Der Treffpunkt war im blühenden Hof des Vereinsbüros, wo wir mit den Teilnehmerinnen auf unseren Erfolg anstießen. Die beiden Initiatorinnen Irene Franken und Gwen Kiesewalter berichteten über die ersten Führungen und Martin Stankowski, ein Kollege, der ebenfalls 1985 zu den ersten Gästeführern in Köln gehörte, hielt eine Lobrede. Auf der Tour durch die Altstadt erinnerten wir an besondere Erfolge des Kölner Frauengeschichtsvereins wie die Umbenennung der Gasse Unter Seidmacher in Seidmacherinnengässchen und die Aufstockung der weiblichen Rathausfiguren von ursprünglich fünf auf 18 Frauen.

Verschiedene Gästeführerinnen stellten ihre Lieblingsthemen vor. Die Spannbreite reichte von der Unterhaltungskünstlerin Grete Fluss über die radikale Frauenrechtlerin Pauline Christmann bis hin zum Streik bei der Lufthansa 1973, als Frauen nicht zur Pilotinnenausbildung zugelassen wurden. Zwischendurch sang die kölsche Sängerin Martina Neschen zum Teil selbst gedichtete Lieder und erheiterte das Publikum mit ihren Texten.

‘Nur eine Rose als Stütze’

31. März 2012
14:00bis16:00

Auf den Spuren von Hilde Domin

Ihr Leben beschrieb sie als »Sprachodyssee «, als Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Kölner Agnesviertel ging sie zum Studium nach Heidelberg und Italien. 1940 emigrierte sie mit ihrem Mann über England in ihr endgültiges Exilland, die Dominikanische Republik. Hilde Domin jonglierte mit den Sprachen, besonders mit denen ihrer Exilländer. Ausgelöst durch eine schwere Krise kam sie zum Schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort … Das Wort aber war das deutsche Wort.“  1959 erschien in Deutschland ihr erster vielbeachteter Gedichtband “Nur eine Rose als Stütze”. Ihre Dichtung war engagiert, politisch, kreativ und gleichzeitig einfach. Bis ins hohe Alter unternahm sie Lesereisenauch nach Köln.

Treffpunkt: Riehler Straße 23
Dauer: 1,5 Std.
Kosten: 8 Euro
Termin
: Samstag, 31. März 2012, 14:00 Uhr

Maler und ihre Musen

12. Februar 2012
15:00bis16:30
1. März 2012
18:00bis19:30

Mit Dr. Inge Schaefer im Museum Ludwig

Seit der Antike spornen Musen Künstler zu kreativen Leistungen an. In der griechischen Mythologie werden sie göttliche Inspirationsquelle genannt. Seit der Neuzeit werden tatsächliche Personen als Musen bezeichnet – meist Freundinnen von Künstlern, die ihre Partner durch ihre Charaktere, erotische Ausstrahlung oder menschliche Zuwendung inspirieren. Im Museum Ludwig betrachten wir die Porträts von Dora Maar (Pablo Picasso), Gala Eluard-Dali (Max Ernst), Alma Mahler-Werfel (Oskar Kokoschka) und Doris Große genannt Dodo (Ernst Ludwig Kirchner) und ihre Rollen als Musen.

Treffpunkt: vor der Kasse des Museums Ludwig (KVB-Haltestelle: Dom/Hbf
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 8 Euro für die Führung zzgl. Museumseintritt
Termin: Sonntag, 12. Februar 2012 um 15 Uhr und Donnerstag, 1. März 2012, 18:00 Uhr

Am ersten Donnerstag im Monat ist der Eintritt für KölnerInnen ins Museum frei. Sie denken Sie bitte an den Personalausweis!

 

Pionierinnen im Rheinauhafen

24. März 2012
14:00bis16:00
Bau Gathermann und FrauenMediaTurm

Bau Gatermann und FrauenMediaTurm

Neue Frauen-Straßennamen und Architekturgeschichte

Was ist im Malakoff-Turm? Welche Schätze hütet der FrauenMediaTurm? Die beiden einstigen Wahrzeichen gehören neben den ultramodernen Kranhäusern zum neuen architektonischen Gesamtkonzept. Zum Tag des offenen Denkmals besichtigen wir das Krafthaus des ehemaligen Hafens.

Der Rheinauhafen ist ein Ort der Frauen: Stararchitektin Dörte Gatermann hat hier  ihre Handschrift hinterlassen. Auch andere Pionierinnen sind gegenwärtig. Dank einer Initiative der Grünen und des Kölner Frauengeschichtsvereins sind sechs Straßen und Plätze nach bekannten Kölnerinnen benannt: Anna Maria van Schürmann – “Allround-Genie”; Verlegerin Katharina Schauberg;  Clementine Martin, die den “Klosterfrau Melissengeist” erfand; die Sozialistin Anna Schneider; Laura Oelbermann – Millionen schwere Stifterin, und die Goldschmiedin Elisabeth Treskow.

Treffpunkt: Malakoff-Turm, Am Leystapel (Nähe Schokoladenmuseum)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin:
Samstag, 24. März 2012,  14:00 Uhr

Echt Kölsch!

27. August 2011
14:00

Originelle Kölnerinnen und kölsche Verzällcher

Sie werden in Kölner Mundartliedern besungen oder liefern Vorlagen für beliebte Karnevalskostüme; sie wurden in Stein verewigt oder sind teilweise schon vergessen: Kölner Originale weiblichen Geschlechts.

Bei unserer Tour durch die Altstadt berichten wir vom Bärbelchen, hinterfragen die Geschichte von Jan und Griet und erinnen an Kölner Entertainerinnen wie Grete Fluss und Trude Herr.  Sie hören, wer sich hinter den “Böckderöck” verbirgt und gehen der Frage nach, warum die (traditionelle) Kölner Jungfrau ein Kerl ist. Dabei besichtigen wir Denkmäler und historische Schauplätze, wir hören Biografien und Lieder.

Treffpunkt: Am Hänneschentheater, Eisenmarkt
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Termin:
Samstag, 27. August 2011, 14:00 Uhr

Köstlich! Köchin und kölsche Leckerfress

26. Februar 2012
13:30bis16:30
6. Mai 2012
13:30bis16:30

Kulinarische Reise mit Café- und Brauhausbesuch

Bei der Tour durch die Altstadt hören Sie von Köchinnen, die sich mit aufwändigen Rezepten und Fastengeboten auskannten, von einschränkenden Vorschriften für die bei Kindbettfesten zu servierenden Speisen und von ungewöhnlichen Verboten für Fischverkäuferinnen. Es geht um Überfluss und um Frauen, die in Hungerjahren den Mangel organisierten. Wir erzählen von der weiblichen Kunst des Bierbrauens und von Kaffeegenießerinnen, für die ein Damensalon eingerichtet wurde.

Anmeldung erforderlich!

Treffpunkt: vor dem Historischen Rathaus (KVB-Haltestelle: Dom /Hbf oder Heumarkt)
Dauer: 3 Stunden
Kosten: 20 Euro inkl. Kaffee und kleiner Leckerei, Kölsch und VRS-Ticket
Termin:  Sonntag, 26. Februar und 6. Mai 2012, jeweils um 13:30 Uhr

Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin

8. März 2012
14:00bis16:00
14. April 2012
14:00bis16:00

Frauen und Geld – (k)ein Widerspruch?

Im alten Rom gab es eine Göttin des Geldes, die bis heute Einfluss hat – für uns unvorstellbar? Welches Verhältnis hatten Frauen überhaupt zu Geld? Es gibt spannende Quellen: Frauen ergaunerten es als Schmugglerin oder Diebin, sie erbaten es mit Armutszeugnissen oder als Kleinkreditunternehmerinnen, sie verantworteten hohe Summen als Bankerin, sie verprassten ihr Geld als Luxusweib und legten fest, was sie vererbten. Dabei mussten sie manche Hürde überwinden.

Treffpunkt: vor dem Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule (KVB-Haltestelle: Dom/ Hbf)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Termine
: Donnerstag, 8. März 2012, 14:00 Uhr,  im Rahmen des Internationalen Frauentags, der in Köln unter dem Motto “Cash in die Täsch” zum Schwerpunkt Frauen und Finanzen begangen wird (nur für Frauen).
Samstag, 14.April 2012, 14:00 Uhr