Alle Artikel zum Thema Geld

Wir machen die Geschichte von Frauen sichtbar

Seit 1985 führen wir frauengeschichtliche Stadtrundgänge durch. Was mit einer ganztätigen Tour anfing, hat sich zu einem vielfältigen Programm mit ca. 30 verschiedenen Angeboten entwickelt. Die Themenpalette ist breit gestreut – teils heiter und teils ernst. Wir bieten Ihnen einen persönlichen Zugang zur Geschichte. Neben der Wissensvermittlung kommen aber auch das leibliche Wohl und die Unterhaltung nicht zu kurz. So haben wir u. a. die “Köstlich-Tour” mit Café- und Brauhausbesuch im Angebot. Kurzweilig geht es auch auf der Theaterführung auf den Spuren von Irmgard Keun zu.

Unser Ziel ist es, das Wirken von Frauen aus der Vergangnenheit transparent zu machen und mit der Gegenwart in Beziehung zu setzen. Dabei wollen wir den Teilnehmenden vermitteln, dass auch ihr Leben und ihre Erfahrungen Teil der Geschichte sind.

Wir zeigen, wie lebendig und aktuell Frauengeschichte ist.

Neben einigen gekennzeichneten Rundgängen, die wir exklusiv für Frauen durchführen, sind ansonsten auch Männer stets willkommen. Trauen Sie sich!

Ausführliche Informationen zum Inhalt und Treffpunkt bekommen Sie in der Rubrik Themnübersicht. Einen Überblick über die verschiedenen Angebote finden Sie auch rechts im Menü mit Klick auf das gewünschte Thema. Rechts finden Sie im Terminkalender alle Tage mit Angeboten farblich hervorgehoben.
Damit Sie zukünftig keinen Termin mehr verpassen, können Sie unter dem Schriftzug TERMINKALENDER mit einem Klick auf das Symbol alle Termine in das Kalenderprogramm auf Ihren Computer übertragen und im Abonnement automatisch aktualisieren lassen.

Unter der Rubrik ‘Organisation‘ finden Sie Details zu Buchungen von Gruppenführungen und Anmeldungen.

Für alle Führungen können Sie auch Gutscheine als Geschenk bestellen!

Wenn Sie eine Karte im Vorverkauf erwerben wollen, über weisen Sie das Geld bitte auf das Konto-Nr. 8171301, Bank für Sozialwirtschaft BLZ 37020500.

Offene Führungen

In der linken Spalte informieren wir Sie über unsere nächsten Führungen und Stadtrundgänge.  Treffpunkt, weitere Informationen und Preisangaben erfahren Sie, wenn Sie das jeweilige Thema anklicken. Bei weiteren Fragen rufen Sie bitte zu unseren Bürozeiten Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und nach Absprache an (0221 – 248265).

Wenn nichts anderes angegeben ist sind die Führungen für Frauen und Männer. In der Regel ist keine Anmeldung nötig – es sei denn, es wird ausdrücklich darum gebeten. Für einige Touren können Sie Eintrittskarten kaufen in Kombination mit einem Ticket für den Nahverkehr.

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Gutscheine

Suchen Sie ein Geschenk, eine kleine Aufmerksamkeit?

Für alle unsere Stadtrundgänge, Führungen, Rheinfahrten und die Exkursion können Sie Gutscheine erwerben. Sie sind drei Jahre gültig. Bereits erworbene Gutscheine können nicht wieder in Geld umgetauscht werden.

Wenn Sie einen oder mehrere Gutscheine erwerben möchten, rufen Sie uns zu den Bürozeiten (Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr) unter der Tel.-Nr. 0221/24 82 65 an, senden uns  eine E-Mail oder nutzen das untenstehende Formular.

Nach Eingang der Überweisung auf unser Konto schicken wir Ihnen die Gutscheine zu. Bitte überweisen Sie zusätzlich 1 Euro für den Postversand und geben Sie uns Ihre Anschrift. Vielen Dank!

Kontoverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 37020500, KTO 8171301

Gutscheinbestellung:

Vorname (Pflichtfeld)

Nachname (Pflichtfeld)

Strasse, Hausnummer (Pflichtfeld)

PLZ, Ort (Pflichtfeld)

Telefon (Pflichtfeld)

Ihre Email (Pflichtfeld)

Vollständiger Name des/der Beschenkten: (Pflichtfeld)

Name der Führung: (Pflichtfeld)

Anzahl der Karten: (Pflichtfeld)

Ergänzende Nachricht (bei Bedarf)

Mitgliedschaft

Mitgliedschaft – unsere zwei Wege zur Förderung der Kölner Frauengeschichte

Werden Sie Fördermitglied! Das verpflichtet nur uns …

Der Kölner Frauengeschichtsverein ist ein gemeinnütziger Verein, der sich überwiegend aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert und aus Einnahmen seiner Veranstaltungen zwei kleine Stellen geschaffen hat.

Die Ausarbeitung neuer Führungen, die Organisation von Veranstaltungen, die Anwesenheit in politischen und kulturellen Gremien und die tägliche Öffentlichkeitsarbeit – all diese Vereinstätigkeiten kosten viel Recherchezeit, Anwesenheitsstunden und Geld. Trotz großen Engagements unsererseits reicht die Finanzdecke nicht immer für alle unsere Pläne. Darum sind wir auf finanzielle Unterstützung in Form von Spenden und  Mitgliedschaften angewiesen.

Mit monatlich  nur 10, 5 oder 3 Euro tragen Sie als Fördermitglied dazu bei

  • unser vielfältiges Programm aufrecht zu erhalten
  • der Geschichte der Kölnerinnen ein Gesicht zu verleihen
  • den weiteren Ausbau und die Aktualisierung unserer kleinen Fachbibliothek zu leisten
  • und nicht zuletzt unser Büro und die Organisationsarbeit zu finanzieren.

Profitieren Sie als FörderIn des Kölner Frauengeschichtsvereins von einem kostenlosen Angebot für Mitfrauen /Mitglieder. Sie erfahren aus unserem halbjährlichen Rundbrief, was wir das Jahr über mit Ihrer Zuwendung unternommen haben und können sich daran erfreuen. Und Sie erhalten zweimal jährlich als erste unser aktuelles Programm! So sind Sie immer über neue Projekte auf dem Laufenden.  Die Spendenbescheinigung wird Ihnen unaufgefordert zu Beginn des folgenden Jahres zugesandt.
Wollen Sie uns unterstützen? Ganz einfach: Klicken Sie links auf unsere Satzung, laden Sie das Beitrittsformular und (auf Wunsch) die Einzugsermächtigung herunter. Schicken Sie uns diese beiden Mini-Formulare ausgefüllt zu. Und schon gehören Sie zum kleinen, aber feinen FörderInnenzirkel…

Sie möchten aktiv mitarbeiten?
Wer sich als aktive Mitfrau an der Vereinsarbeit beteiligen möchte kann mit dem Vereinsbüro Kontakt aufnehmen und nach den momentanen Mitwirkungsmöglichkeiten fragen (Praktikum, Übernahme von abgesprochenen Arbeitsbereichen wie Katalogisierung unseres Buchbestandes, Ablage, Erstellung von Biographien in einem Wiki etc). Hierbei sind Verbindlichkeit und eigene Ideen gefragt.

Bankverbindung:
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 37020500, KTO 8171300

Hier können Sie die Satzung und das Beitrittsformular herunterladen:
Satzung-2008.pdf Beitrittserklärung.pdf

Verein

Der Kölner Frauengeschichtsverein macht Geschichte …

1986 wurde der Kölner Frauengeschichtsverein gegründet mit dem Ziel, die Geschichte der Kölner Frauen zu erforschen und in ihrer Lebendigkeit und oft auch Aktualität einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Als Motto wählten wir die immer noch aktuelle Feststellung einer spannenden Vorgängerin, der 1607 in Köln geborenen Anna Maria van Schürmann: “… Daher kommt es, dass bei der Lektüre historiograpischer Werke über weite Zeitläufe hinweg von den Spuren der Frauen nicht mehr erscheint als von den Spuren eines Schiffes im Meer.” (1639)

Auch im Köln des 20. Jahrhunderts vermissten zwei Frauen die Darstellung der Geschichte der einen Hälfte der Menschheit, noch immer wurde ihre Geschichte nicht als überlieferungswürdig erachtet. Die Diplom-Pädagogin Gwen Edith Kiesewalter und die Historikerin Irene Franken starteten 1985 mit einem ganztägigen Rundgang zur Frauengeschichte – und hatten einen durchschlagenden Erfolg. Die anhaltende Resonanz zeigt, dass das Bedürfnis nach Informationen über die “weibliche” Seite der Geschichte groß war – und ist.

In den 20 Jahren Vereinsgeschichte bilden die Rundgänge den größten Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten. Nach und nach folgten Führungen

  • durch Kirchen (St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Dom usf.
  • durch einzelne Stadtviertel (Rathenauplatz, Nippes, Südstadt, Ehrenfeld, Rheinauhafen)
  • in Ausstellungen (Sportmuseum, Römisch-Germanisches Museum, Museum Ludwig)
  • zu besonders wichtigen Epochen (Nationalsozialismus)
  • zu Themen (Hexenverfolgung, Rhein und Wasser, Geld, Beziehungen, Essen, Kriminalität,)
  • über einen Friedhof (Melaten)
  • als Wanderung (in die Eifel) u.a.m.

Inzwischen bieten wir den Service an, Rundgänge thematisch für Gruppen umzustellen und neu zu kreieren.

Im Laufe der Jahre wurde der Kölner Frauengeschichtsverein als Rechercheort und Dokumentationsstelle aufgebaut. Vereinsmitfrauen und -männer können gratis, alle anderen gegen eine Gebühr auf unser Material zugreifen oder – sofern die personellen Kapazitäten vorhanden sind – recherchieren lassen. Zu dem Spezialaspekt Neue Frauenbewegung in Köln haben wir einen einmaligen Sammlungsbestand zusammengestellt (Näheres siehe Rubrik Archiv).

Weitere Standbeine der Vereinsaktivitäten sind vielfältige Veröffentlichungen: Neben Darstellungen zur Hexenverfolgung, Stadtführern und Rundgangsbroschüren kann Spannendes über Frauen am und auf dem Rhein nachgelesen werden. Sie finden alle Titel auf der website unter “Publikationen”. Weiterhin können Sie auch Vorträge und Lesungen aus den Büchern bei uns erfragen, – eine Liste möglicher Themen lassen wir Ihnen gerne zukommen.

In der Vergangenheit haben wir wiederholt selbst Ausstellungen erarbeitet oder Wanderausstellungen nach Köln geholt:

  • 1985 Die Geschichte der Frauen in Köln – gesehen von Kölner Künstlerinnen (Frauenbuchladen Rhiannon)
  • 1992 Eine Frauensache – Alltagsleben und Geburtenpolitik 1919-1933 (VHS Köln, angereichert um Kölner Tafeln)
  • 1995 10 Uhr pünktlich Gürzenich. 100 Jahre bewegte Frauen in Köln (Atelier 6811)
  • 1995 Das Studium der Weiber ist schwer! Studentinnen und Dozentinnen an der Universität Köln (Universitätsbibliothek).
  • 1998 wurde auf Initiative des Kölner Frauengeschichtsvereins die Amsterdamer Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte von heute nach Köln geholt und im NS-Dokumentationszentrum gezeigt.

Zu allen Ausstellungen organisierten wir ein reiches Begleitprogramm.

Politische Einflussnahme

Bereits 1985 erkannten die Vereinsgründerinnen die Notwendigkeit, über eine Lobby für die stärkere Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild einzutreten. Diese wurde der Kölner Frauengeschichtsverein. 1985/86 folgte der erste Antrag, die Gasse Unter Seidmacher und Seidmachergässchen in Seidmacherinnengässchen umzubenennen, um so darauf aufmerksam zu machen, dass in Köln im Mittelalter eine reine Frauenzunft – ein Unikum der deutschen Geschichte! – dieses kostbare Produkt herstellte. Dem positiv beschiedenen Antrag folgten inzwischen viele weitere. Bei Kölner Ausstellungen machten wir – sofern nötig – lautstark auf das Fehlen der Frauengeschichte aufmerksam. Auch bei der Diskussion um die Ratsturmfiguren mischte Vereinsgründerin Irene Franken mit: Auf ihren Vorschlag hin – und im Zusammengehen mit der Stadtverordneten Gundi Haep – wurde der Anteil an Skulpturen, die an Frauen erinnern, von ehemals fünf auf 18 erhöht:

  • Agrippina d. J.
  • Hl. Ursula
  • Plektrudis
  • Theophanu
  • Ida
  • Sela Jude
  • Fygen Lützenkichen
  • Katharina Henoth
  • Anna Maria van Schürmann
  • Augustina de Heers
  • Die “Klosterfrau” Maria Clementine Martin
  • Mathilde Franziska Anneke
  • Mathilde von Mevissen
  • Amalie Lauer
  • Hertha Kraus
  • Edith Stein
  • Christine Teusch
  • Irmgard Keun …

… repräsentier(t)en seitdem mögliche Biographien von Kölnerinnen. Im Mai 1991 übergab der Kölner Frauengeschichtsverein – zusammen mit der Agrippina-Versicherung – im Rathaus die von Elisabeth Perger in Stein gehauene Skulptur der Anna Maria van Schürmann an die Stadt.

Um die Repräsentanz der historischen Kölnerinnen zu gewährleisten haben Vereinsfrauen in verschiedenen thematischen Gremien mitgewirkt und tun dies noch, sei es beim Deutschen Städtetag, in der Historischen Kooperation, in der Historischen Gesellschaft, beim Arbeitskreis interdisziplinäre Hexenforschung, beim AK Historisch arbeitender Frauen, bei Köln ohne Grenzen oder auch – als Regionaljurorin – beim Schülerwettbewerb Geschichte des Bundespräsidenten.

Bei aktuellen politischen Anlässen kooperieren wir mit anderen Kölner Institutionen, so am Auschwitz-Gedenktag (27. Januar) bei der Veranstaltung in der Antoniterkirche, beim Internationalen Frauentag am 8. März, beim Internationalen Tag gegen Frauengewalt (25.11.)  oder auch beim CSD.

Der Kölner Frauengeschichtsverein ist ein eingetragener Verein (Vereinsregister-Nr: VR 9368). Ihm steht satzungsgemäß ein drei- bis sechsköpfiger Vorstand vor. Er leitet die Geschicke im Auftrag der fast 200 Fördermitglieder. Haben Sie ein besonderes Interesse an der Sichtbarmachung von Frauengeschichte? Möchten Sie unsere Aktivitäten einfach nur unterstützen? – Wir freuen uns über neue Fördermitglieder!

Hier können Sie die Satzung und das Beitrittsformular herunterladen:
Satzung-2008.pdf Beitrittserklärung.pdf

Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin – Frauen und Geld: ein Widerspruch?

11. April 2010
14:00bis16:00
11. September 2010
14:00bis16:00

Für uns heute ist es unvorstellbar, dass es im alten Rom eine Göttin des Geldes gab, die bis heute großen Einfluss hat. Aber können Frauen überhaupt mit Geld umgehen? Oder haben sie in Geldangelegenheiten sogar den besseren Riecher?

Im Laufe der Jahrhunderte erwirtschafteten Frauen es auf die unterschiedlichste Art und Weise: Sie teilten Geld als Hausherrin und Hausfrau ein;  sie arbeiteten damit als Bankerin oder Wechslerin; sie ergaunerten es als Diebin oder Schmugglerin; sie erbaten es mit Hilfe von Armutszeugnissen oder als Kleinkreditnehmerin der Stadtsparkasse; sie verprassten es als Luxusweib und sie vererbten es. Dabei haben sie manche Hürde der Diskriminierung überwunden. Viele noch heute bestehende alte Einrichtungen verdanken ihre Entstehung Stiftungen von Frauen.

Treffpunkt: vor dem Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, KVB-Haltestelle: Dom / Hbf
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 11. April und 11. September (für Frauen)  um 14 Uhr

Anwältin für eine Mörderin – Zur Geschichte der Frauenkriminalität

10. April 2010
14:00bis16:00
4. September 2010
14:00bis16:00

In einer Liedzeile heißt es: „Die Frauen sind alle Verbrecher“ und es gibt in der Tat Delikte wie Abtreibung, Kindstötung, Giftmord, für die (fast) nur Frauen verurteilt wurden. Aber in Köln finden wir neben der vermuteten Gattenmörderin Agrippina und Opfern wie die 11.000 Jungfrauen auch eine geldgierige Giftmörderin der Nachkriegszeit, auf den Pfad der Untugend geführte Prostituierte sowie kriminalisierte Fürsorgezöglinge.

Frauen haben sich im 20. Jahrhundert den Zugang zu juristischen Ämtern hart erkämpft. Wir stellen sowohl interessante Rechtsanwältinnen wie Frau Dr. von Ameln, eine Widerständlerin wie auch christliche Retterinnen vor, die nicht immer eine weiße Weste hatten. Die Tour führt u. a. durch ehemalige “lasterhafte” Viertel und zu Gerichtsgebäuden.

Treffpunkt: Im Stavenhof / Ecke Eigelstein, Zwischen KVB-Haltestelle: Breslauer Platz und Ebert Platz
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führungen: 10. April 2010  (für Frauen) und 4. September um 14 Uhr