Alle Artikel zum Thema Heilige

Heilen, Pflegen und Verwalten

19. März 2017
14:00bis16:00

Frauen im Medizinwesen gestern und heute 

Richmodislegende (Johann Bussemacher 1604)

 

Auf dem Spaziergang vollziehen wir Frau Richmodis’ fragwürdige Karriere von der Sagenheldin zum Fall in der medizinischen Literatur nach, lernen Judenärztinnen, weise Frauen und Heilige kennen, die auf dem frühneuzeitlichen Gesundheitsmarkt mit Ärzten und Handwerkschirurgen konkurrierten. Wir erfahren von Hebammenschülerinnen, die an Hausschwangeren ihre praktischen Fähigkeiten erlernten, begegnen Kölns erster Röntgenassistentin und hören vom traurigen Schicksal der Röntgenschwester Blandina Ridder. Welche Rolle schrieb der Nationalsozialismus Frauen im ‚gesunden Volkskörper‘ zu?

Es führt Sie Monika Frank.

Treffpunkt: Kattenbug/ Ecke Zeughausstraße
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 19. März 2017, um 14:00 Uhr

 

Isis und Ursula

14. Januar 2018
15:00bis16:30

Göttin und Heilige

Bis in das 4. Jahrhundert hinein war Köln eines der wichtigsten Zentren der Isis-Verehrung nördlich der Alpen. Die Kirche St. Ursula steht am Ort eines früheren Isis-Heiligtums und symbolisiert damit eine Kontinuität in der Verehrung weiblicher Heiliger. Wie sich die Legende der Heiligen Ursula in Köln bis hin zur Erhebung Ursulas zur Stadtpatronin entwickelte und welcher Art der Einfluss von Frauen auf die Religion in Köln war sind wichtige Aspekte dieser Führung.

Kirchenführung mit Heike Rentrop

Treffpunkt: Eingang von St. Ursula, Ursulaplatz (KVB-Haltestelle: Breslauer Platz)
Dauer: 1 – 1,5 Stunden
Kosten: 10 €
Termin: Sonntag, 14. Januar 2018 um 15:00 Uhr

Drei Königinnen im Dom

Marias Krönung als Himmelskönigin

Marias Krönung als Himmelskönigin

Wisigarde, Richeza und Maria v. Medici

Als Predigerinnen und Stifterinnen, als verehrte Frauen und Heilige haben Frauen im Dom Spuren hinterlassen – mal im Zentrum, mal im Schatten der erzbischöflichen Herrschaft. So auch drei Königinnen: die französische Königsmutter Maria von Medici mit ihrem gebrochenen Herzen, die polnische Königin Richeza – eine europäische Friedensstifterin – und die merowingische Königin Wisigarde.

Königin Richeza

Königin Richeza

Wir zeigen Stiftungen von Frauen, erläutern die Marienverehrung aus frauengeschichtlicher Perspektive und fragen, warum lange Zeit Frauen mit Bart als Volksheilige verehrt, dann aber „entmachtet“ wurden.

Es führt Sie Marlene Tyrakowski.

Treffpunkt: vor dem Haupteingang des Kölner Doms (KVB-Haltestelle: Hbf / Dom)
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 10 Euro pro Person zzgl. Gruppeneintritt in den Dom (55 € pro Gruppe inkl. Headsets)
Termin
: in 2017 keine offene Führung, Gruppenbuchungen sind möglich.

‚Leev‘ oder ‚unjeräächte‘ Barbara

17. Dezember 2017
14:00bis16:00
7. Januar 2018
14:00bis16:00
Das Jesuskind lernt laufen. (Krippe in St. Kolumba.)

Das Jesuskind lernt laufen. (Krippe in St. Kolumba.)

Krippen- und Weihnachtsführung

Bei diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Spurensuche nach der Vorgängerin des Hl. Nikolaus, erkunden die Bedeutung von Anna und Maria als Großmutter und Mutter von Jesus und stellen vergangene Weihnachtsbräuche vor.

Wie kam der ‚heidnische‘ Weihnachtsbaum ins katholische Rheinland? Wieso galt St. Maria im Kapitol früher als die Weihnachtskirche von Köln und wir fragen, welchen Anteil Frauenklöster an der Entwicklung von Weihnachtsbräuchen hatten. Auf dem Weg von St. Maria Himmelfahrt bis St. Maria Lyskirchen besuchen wir Krippen, die (un)gewöhnliche Szenen aus dem Alltag darstellen und erklären u.a. wie es zu der Brauereikrippe kam und was eine Prostituierte im Weihnachtsgeschehen zu suchen hat.

 

Es führt Sie Bettina Bab.

Treffpunkt: vor St. Mariä Himmelfahrt, Marzellenstraße (U-Bahn-Haltestelle: Dom /HBF)
Am 7.1.2018 beginnt die Führung vor. St. Maria Lyskirchen, An Lyskirchen 10
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro (ggf. zzgl. Kircheneintritt in Höhe von 1,00 €)
Termine: Sonntag, 17. Dezember 2017 und 7. Januar 2018 um 14:00 Uhr

Keusch oder romantisch?

8. Juli 2017
12:00bis14:00
Freundinnen: Maria und Elisabeth

Freundinnen: Maria und Elisabeth

Lesbengeschichte Teil I (frühere Jahrhunderte)

Gab es früher überhaupt „homosexuelle“ Frauen? Existierte nur die romantische Freundschaft oder auch eine sexuelle Praxis? Anhand von Bildmotiven wie dem der Freundinnenschar der Heiligen Ursula nähern wir uns der Frauenliebe im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit: bei Nonnen, bei Frauen in Männerkleidern und bei verheirateten Frauen, die Liebesbriefe an Frauen verfassten. Wir lesen aus alten Beginenregeln, Gerichtsakten und Briefen vor.

Treffpunkt: vor St. Ursula, Ursulaplatz, KVB-Haltestelle: Breslauer Platz
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin3: Samstag, 8. Juli 2017, um 12:00 Uhr (im Rahmen des CSD nur für Frauen)