Alle Artikel zum Thema Irmgard Keun

Offene Führungen

In der linken Spalte informieren wir Sie über unsere nächsten Führungen und Stadtrundgänge.  Treffpunkt, weitere Informationen und Preisangaben erfahren Sie, wenn Sie das jeweilige Thema anklicken. Bei weiteren Fragen rufen Sie bitte zu unseren Bürozeiten Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und nach Absprache an (0221 – 248265).

Wenn nichts anderes angegeben ist sind die Führungen für Frauen und Männer. In der Regel ist keine Anmeldung nötig – es sei denn, es wird ausdrücklich darum gebeten. Für einige Touren können Sie Eintrittskarten kaufen in Kombination mit einem Ticket für den Nahverkehr.

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Presseartikel

Von engen Korsetts und hysterischen Männern

Anklicken zum VergrößernKölner Stadtanzeiger 29.04.2010

Sie sind Pionierinnen, und das seit mittlerweile 25 Jahren: Damals führten Mitglieder des Frauengeschichtsverein zum ersten Mal interessierte Zuhörer druch Köln – ein Novum im doppelten Sinne. Zum einen gab es so gut wie keine Stadtführungen zu Fuß, zum anderen war es neu, dass Geschichte von und über Frauen erzählt wurde …

Baden im Rhein und andere Geschichten

Kölner Stadtanzeiger

Vor 200 Jahre ergriff die Rheinromantik auch die Frauen und sie begannen zum Rhein zu “pilgern”: Es war damals eine neue Erscheinung, dass auch das Damen sich in größerer Anzahl auf eine Bildungs- und Vergnügungsreise begabe, so dass von einer “Reiseepidemie” der Frauen die Rede war. Im Kontrast zu diesen Reisen war das Alltagsleben am Rhein jedoch ganz und gar nicht romantisch …

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20jähriges Jubiläum

20 Jahre Kölner Frauengeschichtsverein – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Am 20. Mai 2006 fand im Bürgerzentrum Alte Feuerwache ein rauschendes Fest statt mit vielen Auftritten Kölner Künstlerinnen, einem Ratespiel und anschließendem Gesang …

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Im “Tosca-Express zur Schicht”

Heribert Rösgen in Kölner Stadtanzeiger vom 22.4.2009
Den Fabrikmädchen, Nonnen und anderen tatkräftigen Frauen Ehrenfelds widmet sich einer der Stadtspaziergänge. In der Geschichte dieses Industrieveedelsspielten Frauen oft eine wichtige Rolle. Darunter befinden sich Schicksale, die “Hollywoodstoff” sein könnten …

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Anklicken zum vergrößernStarke Frauen an der Spitze Kölns

Kirsten Boldt in Kölner Stadtanzeiger

Wohlstand und Ruf von Köln gründeten sich auch auf den Einsatz vieler bedeutender Frauen. Vielleicht kennen Sie einige von ihnen …

Theaterführung auf den Spuren von Irmgard Keun

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Kölner Wochenspiegel

Irmgard Keun war schlagfertig und nahm kein Blatt vor den Mund. Auf die Frage eines Journalisten, was sie von der Menschheit halte, antwortete sie bloß “Mistbienen” ….

Anklicken zum vergrößernEine Frau mit Mumm

Petra Recktenwald in Kölner Stadtanzeiger

Petra Recktenwald berichtet in dem Artikel von der Kölner Feministin Maria Elisabeth von Mumm, einem Kölner Spross jener Frankfurter Champagner-Dynastie, deren spritzige Produkte – etwa der Sekt – noch immer sehr geschätzt werden…

Verein

Der Kölner Frauengeschichtsverein macht Geschichte …

1986 wurde der Kölner Frauengeschichtsverein gegründet mit dem Ziel, die Geschichte der Kölner Frauen zu erforschen und in ihrer Lebendigkeit und oft auch Aktualität einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Als Motto wählten wir die immer noch aktuelle Feststellung einer spannenden Vorgängerin, der 1607 in Köln geborenen Anna Maria van Schürmann: “… Daher kommt es, dass bei der Lektüre historiograpischer Werke über weite Zeitläufe hinweg von den Spuren der Frauen nicht mehr erscheint als von den Spuren eines Schiffes im Meer.” (1639)

Auch im Köln des 20. Jahrhunderts vermissten zwei Frauen die Darstellung der Geschichte der einen Hälfte der Menschheit, noch immer wurde ihre Geschichte nicht als überlieferungswürdig erachtet. Die Diplom-Pädagogin Gwen Edith Kiesewalter und die Historikerin Irene Franken starteten 1985 mit einem ganztägigen Rundgang zur Frauengeschichte – und hatten einen durchschlagenden Erfolg. Die anhaltende Resonanz zeigt, dass das Bedürfnis nach Informationen über die “weibliche” Seite der Geschichte groß war – und ist.

In den 20 Jahren Vereinsgeschichte bilden die Rundgänge den größten Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten. Nach und nach folgten Führungen

  • durch Kirchen (St. Ursula, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol, Dom usf.
  • durch einzelne Stadtviertel (Rathenauplatz, Nippes, Südstadt, Ehrenfeld, Rheinauhafen)
  • in Ausstellungen (Sportmuseum, Römisch-Germanisches Museum, Museum Ludwig)
  • zu besonders wichtigen Epochen (Nationalsozialismus)
  • zu Themen (Hexenverfolgung, Rhein und Wasser, Geld, Beziehungen, Essen, Kriminalität,)
  • über einen Friedhof (Melaten)
  • als Wanderung (in die Eifel) u.a.m.

Inzwischen bieten wir den Service an, Rundgänge thematisch für Gruppen umzustellen und neu zu kreieren.

Im Laufe der Jahre wurde der Kölner Frauengeschichtsverein als Rechercheort und Dokumentationsstelle aufgebaut. Vereinsmitfrauen und -männer können gratis, alle anderen gegen eine Gebühr auf unser Material zugreifen oder – sofern die personellen Kapazitäten vorhanden sind – recherchieren lassen. Zu dem Spezialaspekt Neue Frauenbewegung in Köln haben wir einen einmaligen Sammlungsbestand zusammengestellt (Näheres siehe Rubrik Archiv).

Weitere Standbeine der Vereinsaktivitäten sind vielfältige Veröffentlichungen: Neben Darstellungen zur Hexenverfolgung, Stadtführern und Rundgangsbroschüren kann Spannendes über Frauen am und auf dem Rhein nachgelesen werden. Sie finden alle Titel auf der website unter “Publikationen”. Weiterhin können Sie auch Vorträge und Lesungen aus den Büchern bei uns erfragen, – eine Liste möglicher Themen lassen wir Ihnen gerne zukommen.

In der Vergangenheit haben wir wiederholt selbst Ausstellungen erarbeitet oder Wanderausstellungen nach Köln geholt:

  • 1985 Die Geschichte der Frauen in Köln – gesehen von Kölner Künstlerinnen (Frauenbuchladen Rhiannon)
  • 1992 Eine Frauensache – Alltagsleben und Geburtenpolitik 1919-1933 (VHS Köln, angereichert um Kölner Tafeln)
  • 1995 10 Uhr pünktlich Gürzenich. 100 Jahre bewegte Frauen in Köln (Atelier 6811)
  • 1995 Das Studium der Weiber ist schwer! Studentinnen und Dozentinnen an der Universität Köln (Universitätsbibliothek).
  • 1998 wurde auf Initiative des Kölner Frauengeschichtsvereins die Amsterdamer Ausstellung Anne Frank – eine Geschichte von heute nach Köln geholt und im NS-Dokumentationszentrum gezeigt.

Zu allen Ausstellungen organisierten wir ein reiches Begleitprogramm.

Politische Einflussnahme

Bereits 1985 erkannten die Vereinsgründerinnen die Notwendigkeit, über eine Lobby für die stärkere Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild einzutreten. Diese wurde der Kölner Frauengeschichtsverein. 1985/86 folgte der erste Antrag, die Gasse Unter Seidmacher und Seidmachergässchen in Seidmacherinnengässchen umzubenennen, um so darauf aufmerksam zu machen, dass in Köln im Mittelalter eine reine Frauenzunft – ein Unikum der deutschen Geschichte! – dieses kostbare Produkt herstellte. Dem positiv beschiedenen Antrag folgten inzwischen viele weitere. Bei Kölner Ausstellungen machten wir – sofern nötig – lautstark auf das Fehlen der Frauengeschichte aufmerksam. Auch bei der Diskussion um die Ratsturmfiguren mischte Vereinsgründerin Irene Franken mit: Auf ihren Vorschlag hin – und im Zusammengehen mit der Stadtverordneten Gundi Haep – wurde der Anteil an Skulpturen, die an Frauen erinnern, von ehemals fünf auf 18 erhöht:

  • Agrippina d. J.
  • Hl. Ursula
  • Plektrudis
  • Theophanu
  • Ida
  • Sela Jude
  • Fygen Lützenkichen
  • Katharina Henoth
  • Anna Maria van Schürmann
  • Augustina de Heers
  • Die “Klosterfrau” Maria Clementine Martin
  • Mathilde Franziska Anneke
  • Mathilde von Mevissen
  • Amalie Lauer
  • Hertha Kraus
  • Edith Stein
  • Christine Teusch
  • Irmgard Keun …

… repräsentier(t)en seitdem mögliche Biographien von Kölnerinnen. Im Mai 1991 übergab der Kölner Frauengeschichtsverein – zusammen mit der Agrippina-Versicherung – im Rathaus die von Elisabeth Perger in Stein gehauene Skulptur der Anna Maria van Schürmann an die Stadt.

Um die Repräsentanz der historischen Kölnerinnen zu gewährleisten haben Vereinsfrauen in verschiedenen thematischen Gremien mitgewirkt und tun dies noch, sei es beim Deutschen Städtetag, in der Historischen Kooperation, in der Historischen Gesellschaft, beim Arbeitskreis interdisziplinäre Hexenforschung, beim AK Historisch arbeitender Frauen, bei Köln ohne Grenzen oder auch – als Regionaljurorin – beim Schülerwettbewerb Geschichte des Bundespräsidenten.

Bei aktuellen politischen Anlässen kooperieren wir mit anderen Kölner Institutionen, so am Auschwitz-Gedenktag (27. Januar) bei der Veranstaltung in der Antoniterkirche, beim Internationalen Frauentag am 8. März, beim Internationalen Tag gegen Frauengewalt (25.11.)  oder auch beim CSD.

Der Kölner Frauengeschichtsverein ist ein eingetragener Verein (Vereinsregister-Nr: VR 9368). Ihm steht satzungsgemäß ein drei- bis sechsköpfiger Vorstand vor. Er leitet die Geschicke im Auftrag der fast 200 Fördermitglieder. Haben Sie ein besonderes Interesse an der Sichtbarmachung von Frauengeschichte? Möchten Sie unsere Aktivitäten einfach nur unterstützen? – Wir freuen uns über neue Fördermitglieder!

Hier können Sie die Satzung und das Beitrittsformular herunterladen:
Satzung-2008.pdf Beitrittserklärung.pdf

Jubiläumsführung – 25 Jahre Frauenstadtführungen in Köln

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Jetzige und frühere Gästeführerinnen

Am 25. April im Hof des Vereinsbüros

Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir am 25. April unser Jubiläum mit einer ganz besonderen Führung. 40 Frauen und zehn ehemalige bzw. jetzige Gästeführerinnen waren mit von der Partie. Der Treffpunkt war im blühenden Hof des Vereinsbüros, wo wir mit den Teilnehmerinnen auf unseren Erfolg anstießen. Die beiden Initiatorinnen Irene Franken und Gwen Kiesewalter berichteten über die ersten Führungen und Martin Stankowski, ein Kollege, der ebenfalls 1985 zu den ersten Gästeführern in Köln gehörte, hielt eine Lobrede. Auf der Tour durch die Altstadt erinnerten wir an besondere Erfolge des Kölner Frauengeschichtsvereins wie die Umbenennung der Gasse Unter Seidmacher in Seidmacherinnengässchen und die Aufstockung der weiblichen Rathausfiguren von ursprünglich fünf auf 18 Frauen.

Verschiedene Gästeführerinnen stellten ihre Lieblingsthemen vor. Die Spannbreite reichte von der Unterhaltungskünstlerin Grete Fluss über die radikale Frauenrechtlerin Pauline Christmann bis hin zum Streik bei der Lufthansa 1973, als Frauen nicht zur Pilotinnenausbildung zugelassen wurden. Zwischendurch sang die kölsche Sängerin Martina Neschen zum Teil selbst gedichtete Lieder und erheiterte das Publikum mit ihren Texten.

Kunstseidenes Köln – Auf den Spuren von Irmgard Keun

28. März 2010
14:00bis16:00
30. Mai 2010
14:00bis16:00
5. September 2010
14:00bis16:00
17. Oktober 2010
14:00bis16:00

Eine Schriftstellerin zeigt ihr ganz persönliches Köln. Irmgard Keun erzählte köstlich freche und auch traurige Geschichten vom Leben, von der Liebe und vom Exil. In ihren Romanen ließ sie Doris (”Das kunstseidene Mädchen”) von ihren Erfahrungen mit Männern fabulieren und Gilgi ihr Arbeitsleben schildern, während Sanna (”Nach Mittermacht”) das Kölner Gestapobüro mit einer Wallfahrtsstätte verglich. Alles erfolgt in Keuns typischer Mischung aus innerem Monolog und genauer Beobachtung der politischen Verhältnisse: Die Autorin sah genau hin – und das oft mit bitterem Humor!
Eine “theatralische” Führung in Kostüm mit und von Sonja Kargel.

Treffpunkt: Platz hinter dem Kolumba-Museum, Ludwigstr. / Ecke Brückenstr.
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Nächste Führungen: 28. März, 30. Mai, 5. September, 17. Oktober 2010  um 14 Uhr – jeweils für Frauen und Männer