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„Kunstseidene Südstadt: Irmgard Keun zeigt ihr Veedel“

22. September 2019
14:00bis16:00

Kostümführung auf den Spuren der Kölner Autorin

Keuns Protagonistin als 'Glanz' (Foto: S. Ostermann)

Sonja Kargel als ‚Kunstseidenes Mädchen‘ (Foto: S. Ostermann)

 

Die Schriftstellerin Irmgard Keun führt Sie in der Person von Sonja Kargel durch ihr persönliches Kölner Viertel.  Sie schrieb 1931 mit 26 Jahren ihren ersten Roman „Gilgi“ und avancierte zu einer bekannten Schriftstellerin der Weimarer Republik. 1932 erschien „Das kunstseidene Mädchen“, das ein noch größerer Erfolg wurde. Die Nazis verboten ihre Bücher als dekadente „Asphaltliteratur“ und trieben sie ins Exil. Dort verfasste sie „Nach Mitternacht“, einen Roman über Nazideutschland, den Egon Erwin Kisch als „großartigen Antinaziroman“ bezeichnete.

Eine wesentliche Station des Stadtrundgangs ist die frühere Universtität, jetzt Fachhochschule, wo an die Bücherverbrennung der NS-Universtitäten vor genau 80 Jahren im Mai 1933 erinnert wird. Irmgard Keun gehörte zu den SchriftstellerInnen, die als „undeutsch“ eingestuft wurden und deren Bücher öffentlich auf dem Scheiterhaufen brannten.

Die Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle der Kölner Autorin und nimmt Sie auf einen Stadtspaziergang durch die Südstadt mit. Sie präsentiert den Teilnehmenden ihr Leben und ihre Werke – unangepasst, schnodderig, frech!

Treffpunkt: Elsaßstr. 43 in der Südstadt (KVB-Haltestelle Chlodwigplatz)
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 22. September 2019, um 14:00 Uhr
Info: 0179/469 52 48

Frauen im Nationalsozialismus

18. November 2018
14:00bis16:00
26. Januar 2019
14:00bis16:00

Führung durch die Gedenkstätte und Dauerausstellung im EL-DE-Haus

Die Zeitzeugin Martha Mense im Gespräch mit einer Schulklasse in der Gedenkstätte

Die Zeitzeugin Martha Mense im Gespräch mit einer Schulklasse in der Gedenkstätte

Das EL-DE-Haus war zehn Jahre lang Sitz der Kölner Gestapo. Die 1.800 Inschriften im Kellergefängnis werfen ein eindrucksvolles Licht auf die Schicksale der Gefangenen. Unser Rundgang durch die Ausstellung zeigt Frauen als Verfolgte und Ausgegrenzte, Mitläuferinnen und Täterinnen, aber auch mutige Frauen aus dem Widerstand. Die Gleichschaltung der organisierten Frauenbewegung, die rassistische Verfolgung und Vernichtung von jüdischen und kranken Frauen sowie die Ausbeutung ausländischer Zwangsarbeiterinnen sind Aspekte, die wir ausführlicher darstellen.

Ausstellungsführung mit Heike Rentrop

Treffpunkt: Eingang EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23 (KVB-Haltestelle: Appellhofplatz)
Kosten: 10 Euro zzgl. Eintritt
Termine: Sonntag, 18. November 2018 und Samstag, 26. Januar 2019 um 14 Uhr