Alle Artikel zum Thema Kölner

Vermittlung, Erforschung und Archivierung der Kölner Frauengeschichte

Henriette Reker sprach bei der Filmvorführung am 25.11.2018 (© Superbass)

 

„Sie sind das historische Gedächtnis der Frauen von Köln“

sagte uns die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrer Rede zu unserer Filmvorführung am 25.11.2018. Ihre Anerkennung ist für uns „Auftrag“, mit unsere Arbeit fortzufahren. Im neuen Programm finden Sie neben altbewährten Stadtrundgängen neue Führungen in Museen und durch die Innenstadt, Vorträge und Filmvorführungen.

Das neue Programmheft für das 1. Halbjahr 2019 können Sie ab Mitte Dezember an einigen Stellen in der Stadt erfragen, z.B. im Domforum und bei KölnTourismus. Außerdem können Sie die Hefte  im Büro bestellen oder jetzt schon hier herunterladen: Programm 1_2019.
An MultiplikatorInnen geben wir es gern in größerer Stückzahl ab.

 

Nächster offener Termin für Führungen:

Sonntag, 16. Dezember 2018 um 14:00 Uhr
‚Leev‘ oder ‚unjeräächte‘ Barbara – Krippen und weibliche Heilige
(nähere Infos siehe links)

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Führungen
Unter Führungen/Themenübersicht finden Sie auf einen Blick unser gesamtes Angebot an Führungen und Fahrten.

Gruppen können unsere Führungen auch zu ihrem Wunschtermin buchen! Gerne machen wir für Sie extra Führungen zu Betriebsausflügen, Geburtstagsfeiern, Klassentreffen und anderen Anlässen.

Sie können hier mit einem Klick  Alle Termine abonnieren alle Veranstaltungen des Kölner Frauengeschichtsvereins in Ihre eigene Kalender-Software (iCal-Format) übertragen!o

 

Auf den Spuren weiblicher Spiritualität – Zisterzienserinnen in Köln

Am Beispiel der drei ehemaligen Kölner Klöster St. Apern, Mariengarten und Seyne, von denen heute kaum mehr als die Straßennmen existieren, begeben wir uns auf die Spurensuche nach verschwundenen Orten weiblicher Spiritualität. Dagegen spiegelt das frühere Damenstift St. Maria im Kapitol noch heute in seinem Bau- und Bildprogramm die weibliche Aura des Ortes wider. Wir fragen nach den Beweggründen der Frauen, ein Leben in keuscher Abgeschiedeheit zu wählen, und versuchen, Aspkte weiblicher Spiritualität zu ergründen.

Songs für Nico – Hommage an Christa Päffgen

Martina Neschen

Am 19. Oktober 2008 im Bürgerzentrum Ehrenfeld

Christa Päffgen alias Nico wäre am 16.10.2008 70 Jahre alt geworden. Nicos Interpretationen der Songs von Velvet Underground sind berühmt geworden, ihre eigenen Lieder kennen dagegen nur wenige. Der Kölner Frauengeschichtsverein nahm Nicos Geburtstag zum Anlass, deren Songs vorzustellen, die an melancholischen Underground erinnern. Die Kölner Musikerin Martina Neschen, die ebenfalls einen runden Geburtstag feierte, sang vor ein paar hundert Frauen und einigen Männern im voll besetzten Saal des Bürgerzentrums ihre eigenen Lieder sowie Nicos Songs.
Schon 2006 war Nico in die Schlagzeilen geraten, als Irene Franken anregte, einen Platz vor dem neuen RTL-Gebäude nach ihr zu benennen. Die Bezirksregierung hatte den Antrag jedoch mit der Begründung abgelehnt, ihre Lebenswandel sei nicht vorbildlich gewesen. Die Autorin Ingrid Strobl hielt auf der Veranstaltung einen berührenden Vortrag über die Sängerin und erzählte von Nicos Kreativiät jenseits  eines ‚unsoliden‘ Lebenswandels.

Laufend Erinnern – geschichtlicher Rundgang durch das lesbisch-schwule Köln

Ma Baumgart

Am 26. Juni 2010, Treffpunkt vor dem Agrippa-Bad

Der geschichtliche Rundgang durch das lesbisch-schwule Köln führte in diesem Jahr durch die südliche Altstadt zwischen Agrippabad und Neumarkt. Gemeinsam mit dem Centrum Schwule Geschichte und uns erinnerte der KLuST (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.) an Sittenmoral und Jugendschutz, den schwulen Buchladen Lavendelschwert in der Bayardsgasse, die Anfänge des LSVD in der Thieboldsgasse und die Aidsberatung im Gesundheitsamt. Am Marsilstein berichtete die Autorin und Zeitzeugin Claudia Pinl über das Frauencenter George Sand und über die Vorstellungen von gutem Benehmen der Gründerin Ma Braungart. Küssen war verboten! In der Wolkenburg organisierte Gertraut Müller, Lesbenaktivistin der ersten Stunde, mit anderen Frauen in den 70ern ein großes Frauenfest … mit bitteren Folgen für einen Express-Redakteur.

Marianne Rörig

Am 29. April 2010 ist unsere älteste Mitfrau Marianne Rörig gestorben. Vor kurzem Marianne Rörig2haben wir auf ihren 90. Geburtstag angestoßen. Bis zu ihrem Tod war sie eine treue Unterstützerin des Kölner Frauengeschichtsvereins und interessierte sich sehr für alle unsere Aktivitäten. Solange ihre Beine sie trugen nahm sie an vielen Führungen teil. Seit 15 Jahren gehörte sie – als weitaus älteste – einem Arbeitskreis an und diskutierte mit uns lebhaft über Frauengeschichte und Frauenpolitik. Noch im hohen Alter bereitete sie auch selbst Themen vor. Ihre geistige Aufgeschlossenheit und Lebensweisheit sind uns ein großes Vorbild. Wir werden ihre warmherzige Art und besonders ihren unvergleichlichen trockenen Humor sehr vermissen, mit dem sie uns so oft zum Lachen brachte.

Marianne Rörig hatte sich vor ihrem Tod gegen Blumen zur Trauerfeier ausgesprochen und stattdessen um Spenden an den Frauengeschichtsverein gebeten. Wir sind gerührt von dieser Fürsorge und danken Dir sehr, Marianne.

Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens

27. April 2010 im Literaturhaus

Auf den Tag genau am 25jährigen Führungsjubiläum des Kölner Frauengeschichtsvereins fand in Kooperation mit dem Literaturhaus, dem Anderen Buchladen und uns eine ganz bezaubernde, heitere und sehr interessante Lesung über das neue Buch von Angela Steidele statt. Neben Einblicken in der Kölner Kulturleben zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging es um die beiden Protagonistinnen: Adele Schopenhauer – Schriftstellerin, Künstlerin, die Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer – und die »Rheingräfin« Sibylle Mertens-Schaaffhausen verband eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit den dazugehörigen Höhen und Tiefen. Seit 1828 waren sie ein Paar: »am besten vergleichst Du uns ein paar Leuten, die sich spät finden und dann einander heiraten. Stürbe sie – so spräng ich jetzt in den Rhein, denn ich könnte nicht ohne sie bestehen« schrieb Adele ihrer Freundin Ottilie von Goethe. Anhand vieler bisher unveröffentlichter Quellen erzählt Angela Steidele die Geschichte zweier ungewöhnlicher Frauen: Pionierinnen, die in Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt in der Liebe Grenzen einrissen, die ihnen als Frauen im 19. Jahrhundert gesteckt waren.

Eine zweite Lesung in der Universitätsbibliothek ist vorgesehen.

Archiv-Straßenbahn

ArchivbahnSeit dem Archivetag Anfang März 2010 fuhr die besodnere Archiv-Straßenbahn durch Köln und erwähnte auch den Kölner Frauengeschichtsverein. Die Archiv-Bahn zeigte, welch unterschiedlichen Fundstücke die hiesigen Archive aufbewahren: Postkarten, Fotos, Schriftstücke, Stadtpläne und Filme. Außen auf der Bahn und innen wurde das Motto „Kölner Archive geben Antworten“ wörtlich genommen.  Dort waren ganz unterschiedliche Fragen und Antworten lesen, z. B. auch über Agrippina.