Alle Artikel zum Thema Lesben

Laufend Erinnern – geschichtlicher Rundgang durch das lesbisch-schwule Köln

Ma Baumgart

Am 26. Juni 2010, Treffpunkt vor dem Agrippa-Bad

Der geschichtliche Rundgang durch das lesbisch-schwule Köln führte in diesem Jahr durch die südliche Altstadt zwischen Agrippabad und Neumarkt. Gemeinsam mit dem Centrum Schwule Geschichte und uns erinnerte der KLuST (Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.) an Sittenmoral und Jugendschutz, den schwulen Buchladen Lavendelschwert in der Bayardsgasse, die Anfänge des LSVD in der Thieboldsgasse und die Aidsberatung im Gesundheitsamt. Am Marsilstein berichtete die Autorin und Zeitzeugin Claudia Pinl über das Frauencenter George Sand und über die Vorstellungen von gutem Benehmen der Gründerin Ma Braungart. Küssen war verboten! In der Wolkenburg organisierte Gertraut Müller, Lesbenaktivistin der ersten Stunde, mit anderen Frauen in den 70ern ein großes Frauenfest … mit bitteren Folgen für einen Express-Redakteur.

Laufend erinnern

27. Juni 2009 in der Kölner Innenstadt

 

Erinnerung an Gisela Koschig Gehm

Erinnerung an Gisela Koschig Gehm

Zu unseren regelmäßigen Veranstaltungen gehört eine Kooperation,  die mittlerweile Tradition hat:  ein Gedenkspaziergang zur Erinnerung an verstorbene Schwule und Lesben, der am Samstag vor dem CSD statt findet. Er wurde von der Kölner Aidshilfe und dem Klust entwickelt, die Durchführung liegt bei Kollegen vom Centrum Schwule Geschichte und uns.  Bei hochsommerlichen Temperaturen stellte Irene Franken einer großen Gruppe von Interessierten am Gedenkstein für die im NS verfolgten Homosexuellen die besondere Situation diskriminierter frauenliebender Frauen dar. An der Beethovenstraße/Ecke Engelbertstraße rief sie eine Pionierin der Frauen-/Lesbenbewegung in Erinnerung: Gisela Koschig-Gehm, die  zusammen mit Ulla Böll 1977 den ersten Frauenbuchladen nebst Café an der Engelbertstraße eröffnete (später in Frauenbuchladen Rhiannon umbenannt).  In den 80er Jahren war er ein wichtiges Zentrum der Kölner Frauenbewegung, aus dem sich viele Projekte entwickelten, so auch der Frauengeschichtsverein. Martin Sölle präsentierte entsprechend die Männerliebe in der Geschichte. Anschließend sang die Kölschblues-Sängerin Martina Neschen selbst geschriebene oder neu getextete Lieder, u. a. eines auf  Gisela Koschig-Gehm.

Keusch oder romantisch? Lesbengeschichte Teil I

Freundinnen: Maria und Elisabeth

Freundinnen: Maria und Elisabeth

Gab es früher überhaupt “homosexuelle” Frauen? Existierte nur die romantische Freundschaft oder auch eine sexuelle Praxis? Anhand von Bildmotiven wie dem der Freundinnenschar der Heiligen Ursula nähern wir uns der Frauenliebe im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit: bei Nonnen, bei Frauen in Männerkleidern und bei verheirateten Frauen, die Liebesbriefe an Frauen verfassten. Wir lesen aus alten Beginenregeln, Gerichtsakten und Briefen vor.

Treffpunkt: vor St. Ursula, Ursulaplatz, KVB-Haltestelle: Breslauer Platz
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führung: zur Zeit keine offene Führung

Im Damenklub beim Schiebertanz – Lesbengeschichte Teil II

6. Juli 2012
17:00bis19:00

kesse Frauen der 20er Jahre

Warum verkehrten im Frauenklub Damen und im Damenclub halbseidene Ehefrauen? Wie lernten sich Lesben in den Zwanziger Jahren kennen und wo trafen sie sich? Wurden Lesben im Nationalsozialismus so systematisch wie Schwule verfolgt oder wurde ihre Lebensform ignoriert? Waren sie per se Opfer oder beteiligten sie sich am diktatorischen System?

Wir berichten über katholische Lesbenpaare, über die homosexuelle Subkultur ebenso wie über die ersten Definitionsversuche von Lesben um 1900. Es werden mögliche Paare gebildet und O-Töne verlesen.

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am Gedenkstein der homosexuellen NS-Opfer

Treffpunkt: Gedenkstein für homosexuelle NS-Opfer, unter der Hohenzollernbrücke, linksrheinisch, KVB-Haltestelle: Dom / Hbf
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Nächste Führung: Freitag, 7. Juli 2012 um 17:00 Uhr im Rahmen des Cologne Pride  (nur für Frauen)

Strom auf – Strom ab

18. März 2012
13:45bis15:45

Rheinfahrt zum Internationalen Frauentag

Auf der Colonia reisen wir durch die Jahrhunderte und erzählen über das Leben der Frauen am Rhein. Es geht um Binnenschifferinnen, Schmugglerinnen und Anglerinnen ebenso wie um die Lebenssituation inhaftierter Frauen auf dem rechtsrheinischen Messegelände. Wir berichten außerdem über die Geschichte des Internationalen Frauentags. Welche Aktualität hat er heutzutage und wieso wollen ihn einige abschaffen?

Anmeldung erforderlich!

Das Schiff ist beheizbar.

Treffpunkt: Anleger bei der Hohenzollernbrücke unterhalb des Hauptbahnhofes vis-à-vis vom blauen Musicalzelt KVB-Haltestelle: Dom/Hfb
Termin: Sonntag, 18. März 2012,  13:45 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: 15 Euro inkl. VRS-Ticket