Von engen Korsetts und hysterischen Männern
Kölner Stadtanzeiger 29.04.2010
Sie sind Pionierinnen, und das seit mittlerweile 25 Jahren: Damals führten Mitglieder des Frauengeschichtsverein zum ersten Mal interessierte Zuhörer druch Köln – ein Novum im doppelten Sinne. Zum einen gab es so gut wie keine Stadtführungen zu Fuß, zum anderen war es neu, dass Geschichte von und über Frauen erzählt wurde …
Baden im Rhein und andere Geschichten
Vor 200 Jahre ergriff die Rheinromantik auch die Frauen und sie begannen zum Rhein zu “pilgern”: Es war damals eine neue Erscheinung, dass auch das Damen sich in größerer Anzahl auf eine Bildungs- und Vergnügungsreise begabe, so dass von einer “Reiseepidemie” der Frauen die Rede war. Im Kontrast zu diesen Reisen war das Alltagsleben am Rhein jedoch ganz und gar nicht romantisch …
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20jähriges Jubiläum
20 Jahre Kölner Frauengeschichtsverein – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Am 20. Mai 2006 fand im Bürgerzentrum Alte Feuerwache ein rauschendes Fest statt mit vielen Auftritten Kölner Künstlerinnen, einem Ratespiel und anschließendem Gesang …
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Im “Tosca-Express zur Schicht”
Heribert Rösgen in Kölner Stadtanzeiger vom 22.4.2009
Den Fabrikmädchen, Nonnen und anderen tatkräftigen Frauen Ehrenfelds widmet sich einer der Stadtspaziergänge. In der Geschichte dieses Industrieveedelsspielten Frauen oft eine wichtige Rolle. Darunter befinden sich Schicksale, die “Hollywoodstoff” sein könnten …
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Starke Frauen an der Spitze Kölns
Kirsten Boldt in Kölner Stadtanzeiger
Wohlstand und Ruf von Köln gründeten sich auch auf den Einsatz vieler bedeutender Frauen. Vielleicht kennen Sie einige von ihnen …
Theaterführung auf den Spuren von Irmgard Keun
Kölner Wochenspiegel
Irmgard Keun war schlagfertig und nahm kein Blatt vor den Mund. Auf die Frage eines Journalisten, was sie von der Menschheit halte, antwortete sie bloß “Mistbienen” ….
Eine Frau mit Mumm
Petra Recktenwald in Kölner Stadtanzeiger
Petra Recktenwald berichtet in dem Artikel von der Kölner Feministin Maria Elisabeth von Mumm, einem Kölner Spross jener Frankfurter Champagner-Dynastie, deren spritzige Produkte – etwa der Sekt – noch immer sehr geschätzt werden…


Eine Schriftstellerin zeigt ihr ganz persönliches Köln. Irmgard Keun erzählte köstlich freche und auch traurige Geschichten vom Leben, von der Liebe und vom Exil. In ihren Romanen ließ sie Doris (”Das kunstseidene Mädchen”) von ihren Erfahrungen mit Männern fabulieren und Gilgi ihr Arbeitsleben schildern, während Sanna (”Nach Mittermacht”) das Kölner Gestapobüro mit einer Wallfahrtsstätte verglich. Alles erfolgt in Keuns typischer Mischung aus innerem Monolog und genauer Beobachtung der politischen Verhältnisse: Die Autorin sah genau hin – und das oft mit bitterem Humor!
Heute ist nicht mehr zu erkennen, dass um 1850 – quasi aus dem Nichts – innerhalb von 25 Jahren eine eigene Stadt entstand, in der Wohnhäuser neben Fabriken standen. Wenn Sie heute über die Venloer Straße flanieren ist es schwer sich vorzustellen, welche Auswirkungen das weitgehend ungeplante rasante Wachstum von Ehrenfeld auf das Leben der Menschen hatte.
Auf dem Stadtspaziergang erzählen wir vom vielfältigen Leben der Ehrenfelder Frauen, deren Arbeit sich nicht nur auf Fabriken beschränkte. Wir stellen eine Wirtin vor, die immer schick sein wollte, eine widerständige Edelweiß-Jugendliche und eine Stenotypistin, die zwangsweise sterilisiert wurde. Wir berichten über Säuglingssterblichkeit, Bleivergiftung und darüber, wie schmal der Grad zwischen ‘braven’ und ‘verdorbenen’ Fabrikmädchen war. Es geht außerdem um barmherzige Ordensfrauen und eine engagierte, aber unbarmherzige Politikerin.
Der Rundgang durch das Severinsviertel handelt von armen und rechtlosen Frauen, die sich jedoch durchaus zu helfen wußten. Wir berichten von der attraktiven Lebensweise der Beginen im späten Mittelalter, über eine Rechtsberatungsstelle von Frauen für Frauen von 1901 sowie über die Schokoladenarbeiterinnen bei Stollwerck. Die Frauen arbeiteten im verführerischen Schokoladenduft, standen aber stets unter strenger Kontrolle.
Weiter geht es darum, wo unverheiratete Schwangere ”untertauchen” und ihr Kind zur Welt bringen konnten. Welche Möglichkeiten hatten Dienstmädchen, sich gegen ihre “Herrschaft” zur Wehr zu setzen? Außerdem erfahren Sie, wie es zum ersten Lohnstreik kam und wer sich hinter den Bayenamazonen verbirgt.
Berufstätige Frauen – keine Errungenschaft der jüngsten Vergangenheit! In der Römerzeit arbeiteten Frauen in vielen Berufen, im Mittelalter exportierten sie ihre Produkte europaweit. Doch im Gegensatz dazu gab das bürgerliche Gesetzbuch von 1900 Ehemännern das Recht, ihren Frauen die Erwerbstätigkeit zu verbieten.
In früheren Zeiten wurde das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar in Maria im Kapitol ganz besonders gefeiert. Nirgendwo sonst war eine solche Lichterpracht vor den Marienbildern zu sehen. Noch heute spielte die Kirche die Bedeutungs der Marienverehrung wider. Bau- und Bildprogramm sind Maria als mächstigster Frau der katholischen Kirche gewidmet.