Alle Artikel zum Thema Mädchen

“Kunstseidene Südstadt: Irmgard Keun zeigt ihr Veedel”

19. Mai 2013
14:00bis16:00

Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle der Kölner Autorin

Keuns Protagonistin als 'Glanz' (Foto: S. Ostermann)

Die Schriftstellerin Irmgard Keun führt Sie in der Personvon Sonja Kargel durch ihr persönliches Viertel.  Sie schrieb 1931 mit 26 Jahren ihren ersten Roman “Gilgi” und avancierte zu einer bekannten Schriftstellerin der Weimarer Republik. 1932 erschien “Das kunstseidene Mädchen”, das ein noch größerer Erfolg wurde. Die Nazis verboten ihre Bücher als dekadente “Asphaltliteratur” und trieben sie ins Exil. Dort verfasste sie “Nach Mitternacht”, einen Roman über Nazideutschland, den Egon Erwin Kisch als “großartigen Antinaziroman” bezeichnete.

Eine wesentliche Station des Stadtrundgangs ist die frühere Universtität, jetzt Fachhochschule, wo an die Bücherverbrennung der NS-Universtitäten vor genau 80 Jahren im Mai 1933 erinnert wird. Irmgard Keun gehörte zu den SchriftstellerInnen, die als “undeutsch” eingestuft wurden und deren Bücher öffentlich auf dem Scheiterhaufen brannten.

Die Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle der Kölner Autorin und nimmt Sie auf einen Stadtspaziergang durch die Südstadt mit. Sie präsentiert den Teilnehmenden ihr Leben und ihre Werke – unangepasst, schnodderig, frech! Martina Keun, die Tochter von Irmgard Keun wird als Gast erwartet.

Treffpunkt: Elsaßstr. 43 in der Südstadt (KVB-Haltestelle Chlodwigplatz)
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 19. Mai 2013, 14:00 Uhr
Info: 0179 4695248

Links und rechts der Venloer Straße

20. April 2013
15:00bis17:00

ehrenfeld

Auf den Spuren der Ehrenfelderinnen

Wussten Sie, dass Ehrenfeld um 1850 quasi aus dem Nichts entstand? Sie erfahren, warum eine Stenotypistin zwangsweise sterilisiert wurde, wo das erste Krankenhaus stand, wie schmal der Grat zwischen einem ‘braven’ und einem ‘verdorbenen’ Fabrikmädchen war und was barmherzige Ordensfrauen leisteten. Wir erzählen von einer unbarmherzigen, aber engagierten Politikerin, einer jugendlichen Widerständigen und von einer Wirtin, die immer schick sein wollte.

Treffpunkt: Venloer Straße / Ecke Geisselstraße
Dauer: ca. 2 Stunden.
Kosten: 8 Euro
Termin: Samstag, 20. April 2013, um 15:00 Uhr (nicht am Sonntag!)

Von Beginen und Bayenamazonen

8. Juni 2013
14:00bis16:00

Frauengeschichte im ‘kölschesten’ Veedel

Der Rundgang durch das Severinsviertel stellt arme und rechtlose Frauen vor, die sich dennoch zu helfen wussten. Wir erzählen über die im Mittelalter beliebte Lebensweise der Beginen, über eine Rechtsberatungsstelle für Frauen von 1901 sowie über die Schokoladen-Arbeiterinnen bei Stollwerck. Sie erfahren, wo unverheiratete Schwangere gebären konnten, welchen Anteil Frauen beim ersten Kölner Lohnstreik hatten und wie die sog. Bayenamazonen zu ihrem Namen kamen.

Weiter geht es darum, wo unverheiratete Schwangere ”untertauchen” und ihr Kind zur Welt bringen konnten. Welche Möglichkeiten hatten Dienstmädchen, sich gegen ihre “Herrschaft” zur Wehr zu setzen? Außerdem erfahren Sie, wie es zum ersten Lohnstreik kam und wer sich hinter den Bayenamazonen verbirgt.

 

 

Treffpunkt: Severinstorburg am Chlodwigplatz
Dauer: 2 Std.
Kosten: 8 Euro
Termin: Samstag, 8. Juni 2013, 14:00 Uhr

Selbstbewusst oder ausgebeutet – Frauenerwerbsarbeit quer durch die Jahrhunderte

Berufstätige Frauen – keine Errungenschaft der jüngsten Vergangenheit! In der Römerzeit arbeiteten Frauen in vielen Berufen, im Mittelalter exportierten sie ihre Produkte europaweit. Doch im Gegensatz dazu gab das bürgerliche Gesetzbuch von 1900 Ehemännern das Recht, ihren Frauen die Erwerbstätigkeit zu verbieten.

Wie lebten und arbeiteten Spitzenklöpplerinnen oder Angestellte? Folgen Sie den Spuren der Meisterinnen im Mittelalter oder der erfolgreichen Bankerin der Neuzeit. Gewinnen Sie Einblicke in die ausbeuterische Mädchenarbeit im 19. Jahrhundert und die Erfolge der Frauenberufsbewegung.

Treffpunkt: vor dem Römisch-Germanischen Museum, Roncalliplatz, KVB-Haltestelle: Dom /Hbf
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 8 Euro
Termin: auf Anfrage

Frauenmacht in St. Maria im Kapitol

13. Januar 2013
14:00bis15:30

Von Plektrudis, Ida und Maria

In früheren Zeiten wurde das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar in Maria im Kapitol ganz besonders gefeiert. Nirgendwo sonst war eine solche Lichterpracht vor den Marienbildern zu sehen. Noch heute spiegelt die Kirche die Bedeutung der Marienverehrung wider. Bau- und Bildprogramm sind Maria als mächtigster Frau der katholischen Kirche gewidmet.

Wie unterscheidet sich das Leben einer einfachen Nonne mit den verschiedenen Gelübden, die sie zu Armut und Keuschheit und ggf. strenger Klausur verpflichten, von dem einer Stiftsdame? Wann ging die Macht der Stiftsdamen nieder, deren Äbtissin gleichzeitig über weltliche Machtposition verfügte? War für Töchter aus adeligen Familien das Stift der einzige Ort, an dem Mädchen eine ausgezeichnete Erziehung genießen konnten?

Treffpunkt: im Kreuzgang von St. Maria im Kapitol, KVB-Haltestelle: Heumarkt, Neumarkt,Waidmarkt
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 8 Euro
Termin: Sonntag,  13. Januar 2013, 14:00 Uhr

Bäckerin oder Gladiatorin

26. Januar 2013
14:00bis15:30
Agrippina, die Stadtgründerin

Agrippina, die Stadtgründerin

Frauenalltag im Römisch-Germanischen Museum

Was wissen Sie über Agrippina? Entdecken Sie mit Claudia Lupri das unterschiedliche Leben römischer Frauen von der Kaiserin bis zur Sklavin im Römisch-Germanischen Museum. Sie erfahren, mit welchem Spielzeug Mädchen spielten und was sie lernen; welche Berufe Frauen in römischen Zeiten offen standen; wann sie heirateten; warum die Römerinnen sich nicht mit Seife reinigten; welche Essgewohnheiten sie hatten und anderes Überraschende mehr.

Treffpunkt: vor der Kasse des Römisch-Germanischen Museums am Roncalliplatz (KVB-Haltestelle: Dom/Hbf)
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 8 Euro zzgl. Museumseintritt
Termine:
Samstag, 26. Januar 2013, um 14:00 Uhr