Alle Artikel zum Thema Mädchen

„Kunstseidene Südstadt: Irmgard Keun zeigt ihr Veedel“

6. Mai 2018
14:00bis16:00
3. Oktober 2018
14:00bis16:00

Kostümführung auf den Spuren der Kölner Autorin

Keuns Protagonistin als 'Glanz' (Foto: S. Ostermann)

Sonja Kargel als ‚Kunstseidenes Mädchen‘ (Foto: S. Ostermann)

 

Die Schriftstellerin Irmgard Keun führt Sie in der Person von Sonja Kargel durch ihr persönliches Kölner Viertel.  Sie schrieb 1931 mit 26 Jahren ihren ersten Roman „Gilgi“ und avancierte zu einer bekannten Schriftstellerin der Weimarer Republik. 1932 erschien „Das kunstseidene Mädchen“, das ein noch größerer Erfolg wurde. Die Nazis verboten ihre Bücher als dekadente „Asphaltliteratur“ und trieben sie ins Exil. Dort verfasste sie „Nach Mitternacht“, einen Roman über Nazideutschland, den Egon Erwin Kisch als „großartigen Antinaziroman“ bezeichnete.

Eine wesentliche Station des Stadtrundgangs ist die frühere Universtität, jetzt Fachhochschule, wo an die Bücherverbrennung der NS-Universtitäten vor genau 80 Jahren im Mai 1933 erinnert wird. Irmgard Keun gehörte zu den SchriftstellerInnen, die als „undeutsch“ eingestuft wurden und deren Bücher öffentlich auf dem Scheiterhaufen brannten.

Die Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle der Kölner Autorin und nimmt Sie auf einen Stadtspaziergang durch die Südstadt mit. Sie präsentiert den Teilnehmenden ihr Leben und ihre Werke – unangepasst, schnodderig, frech!

Martina Geburtig-Keun, die Tochter von Irmgard Keun, nimmt an der Führung teil und gibt gern Auskunft über ihre Mutter.

Treffpunkt: Elsaßstr. 43 in der Südstadt (KVB-Haltestelle Chlodwigplatz)
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 6. Mai 2018, und Mittwoch, 3. Oktober 2018, um 14:00 Uhr
Info: 0179/469 52 48

Links und rechts der Venloer Straße

23. Oktober 2016
15:00bis17:00

ehrenfeld

Auf den Spuren der Ehrenfelderinnen

Wussten Sie, dass Ehrenfeld um 1850 quasi aus dem Nichts entstand? Sie erfahren, warum eine Stenotypistin zwangsweise sterilisiert wurde, wo das erste Krankenhaus stand, wie schmal der Grat zwischen einem ‚braven‘ und einem ‚verdorbenen‘ Fabrikmädchen war und was barmherzige Ordensfrauen leisteten. Wir erzählen von einer unbarmherzigen, aber engagierten Politikerin, einer jugendlichen Widerständigen und von einer Wirtin, die immer schick sein wollte.

Stadtspaziergang mit Cornelia Gürtler

Treffpunkt: Venloer Straße/Ecke Geisselstraße
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: 9 Euro
Termin: Sonntag, 23. Oktober 2016, um 15:00 Uhr

Von Beginen und Bayenamazonen

30. September 2018
14:00bis16:00

Frauengeschichte im ‚kölschesten‘ Veedel

Der Rundgang durch das Severinsviertel stellt arme und rechtlose Frauen vor, die sich dennoch zu helfen wussten. Wir erzählen über die im Mittelalter beliebte Lebensweise der Beginen, über eine Rechtsberatungsstelle für Frauen von 1901 sowie über die Schokoladen-Arbeiterinnen bei Stollwerck. Sie erfahren, wo unverheiratete Schwangere gebären konnten, welchen Anteil Frauen beim ersten Kölner Lohnstreik hatten und wie die sog. Bayenamazonen zu ihrem Namen kamen.

Anlässlich des Internationalen Frauentags berichten wir darüber, wie 1911 zum Ersten Mal der Frauentag in der Severinstraße begangen wurde. Weiter geht es darum, wo unverheiratete Schwangere „untertauchen“ und ihr Kind zur Welt bringen konnten. Welche Möglichkeiten hatten Dienstmädchen, sich gegen ihre „Herrschaft“ zur Wehr zu setzen? Außerdem erfahren Sie, wie es zum ersten Lohnstreik kam und wer sich hinter den Bayenamazonen verbirgt.

Es führen Sie Merle Wieschhoff oder Bettina Bab.

Treffpunkt: Severinstorburg am Chlodwigplatz
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 30. September 2018, um 14:00 Uhr

Kölsche Mädcher im Vringsveedel

12. November 2017
14:00bis16:00
4. Februar 2018
14:00bis16:00
Die Pudelband singt mit viel Spaß an der Freude.

Ein Lied der Pudelbande wird auf der Tour abgespielt.

Frauengeschichten und kölsche Krätzcher

Warum gilt das Severinsviertel als typisch kölsch? Hier lebten früher viele arme Leute. Die Frauen mussten erfinderisch sein und halfen sich in der Not. In vielen alten kölschen Schlagern werden die Nöte der ‚kleinen‘ Leute besungen: der Streit zwischen Dienstmädchen und Hausfrau, die harte Fabrikarbeit, die beengten Wohnverhältnisse, aber auch die Lust am Feiern. Trude Herr mit ihrem Kölschen Volkstheater in der Severinstraße passte genau in dieses Milieu.

Wir präsentieren Geschichte auf andere Weise: Nach jedem Thema folgt ein alter kölscher Schlager. Wer mag ist zum Mitsingen eingeladen; Liedtexte werden ausgeteilt.

Führung mit Bettina Bab.

Treffpunkt: Severinstorburg am Chlodwigplatz ( KVB-Haltestelle: Chlodwigplatz)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 12. November 2017 und 4. Februar 2018 um 14 Uhr

Die Tour ist barrierefrei.

Selbstbewusst oder ausgebeutet – Frauenerwerbsarbeit quer durch die Jahrhunderte

30. August 2014
14:00bis16:00

Berufstätige Frauen – keine Errungenschaft der jüngsten Vergangenheit! In der Römerzeit arbeiteten Frauen in vielen Berufen, im Mittelalter exportierten sie ihre Produkte europaweit. Doch im Gegensatz dazu gab das bürgerliche Gesetzbuch von 1900 Ehemännern das Recht, ihren Frauen die Erwerbstätigkeit zu verbieten.

Wie lebten und arbeiteten Spitzenklöpplerinnen oder Angestellte? Folgen Sie den Spuren der Meisterinnen im Mittelalter oder der erfolgreichen Bankerin der Neuzeit. Gewinnen Sie Einblicke in die ausbeuterische Mädchenarbeit im 19. Jahrhundert und die Erfolge der Frauenberufsbewegung.

Treffpunkt: vor dem Römisch-Germanischen Museum, Roncalliplatz, KVB-Haltestelle: Dom/Hbf
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 9 Euro
Termin: Samstag, 30. August 2014, 14:00 Uhr (nur für Frauen)

Frauenmacht in St. Maria im Kapitol

3. Dezember 2017
14:00bis15:30
25. Februar 2018
14:00bis15:30

Von Plektrudis, Ida und Maria

Das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar wurde früher besonders in dieser Kirche gefeiert, in der die Marienverehrung eine große Rolle spielte. Seit der Kirchengründung durch Plektrudis im Jahr 717 n. Chr. ist St. Maria im Kapitol mit mächtigen Frauen verbunden. Als herausragende Persönlichkeit gilt Ida aus der ottonischen Dynastie, die der Kirche im 11. Jahrhundert ihre unverwechselbare Gestalt gab. Bau- und Bildprogramm sind Maria, der mächtigsten Frau der katholischen Kirche, gewidmet.

Kirchenführung mit Ursula Mattelé

Treffpunkt: im Kreuzgang von St. Maria im Kapitol, Kasinostraße, KVB-Haltestelle: Heumarkt oder Neumarkt
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termine: Sonntag, 3. Dezember 2017 und 25 Febraur 2018 um 14 Uhr

Grab einer römischen Ärztin

4. Oktober 2018
18:00bis19:30
Agrippina, die Stadtgründerin

Agrippina, die Stadtgründerin

Frauenalltag im Römisch-Germanischen Museum

Ein ungewöhnlicher Fund in einem Kölner Grab gilt als der erste Nachweis für eine Augenärztin in er Antike.  Entdecken Sie mit Claudia Lupri das unterschiedliche Leben römischer Frauen von der Kaiserin bis zur Sklavin im Römisch-Germanischen Museum. Sie erfahren, mit welchem Spielzeug Mädchen spielten und was sie lernen; welche Berufe Frauen in römischen Zeiten offen standen; wann sie heirateten; warum die Römerinnen sich nicht mit Seife reinigten; welche Essgewohnheiten sie hatten und anderes Überraschende mehr.

Im Museum führt Sie Claudia Lupri.

Treffpunkt: vor der Kasse des Römisch-Germanischen Museums am Roncalliplatz (KVB-Haltestelle: Dom/Hbf)
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 10 Euro zzgl. Museumseintritt für Nicht-KölnerInnen
Termin:
Donnerstag, 4. Oktober 2018, um 18:00 Uhr