Alle Artikel zum Thema Rom

Kulissengespräch und Theaterstück über Agrippina

Am 16. Dezember 2010 um 20:00 Uhr in der Melanchthon-Akademie Agrippina

Agrippina – Die Kaiserin aus Köln

Einführung in die aktuelle Puppenspiel-Inszenierung durch Irene Franken, Kölner Frauengeschichtsverein, und Lucie Ortmann, Dramaturgie Schauspiel Köln

In Köln huldigt man der Stadtgründerin eher verlegen, denn die Urenkelin des Augustus, spätere Frau des Claudius und Mutter Neros hat sich in der mordlustigen Oberschicht Roms den Rang einer der mächtigsten Frauen erkämpft. Irene Franken hat für den Kölner Frauengeschichtsverein schon lange auf die Doppelmoral in der Bewertung der Regentin aufmerksam gemacht. Die Puppenbauerin, -spielerin und Regisseurin Suse Wächter zeigt seit Ende November 2010 und noch bis Februar 2011 im Schauspiel Köln Agrippinas Machenschaften in ihrem „römischen Hysterienspiel mit Puppen und Sandalen“. Umso mehr freuen wir uns über die Kooperation mit dem Schuspiel Köln.

Im Winter 2010/2011 gab es die besondere Gelegenheit eine Führung im Römisch-Germanischen Museum über Agrippina, die Kaiserin aus Köln, und ihre Zeit zu besuchen und das gleichnamige Theaterstück von Suse Wächter im Schauspiel Köln zu einem ermäßigten Kombipreis zu buchen.


Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin

15. April 2018
14:00bis16:00

Frauen und Geld – (k)ein Widerspruch?

 

In den ‚Armutszeugnissen’ des frühen 19. Jahrhunderts überwiegen die gleichen sozialen Gruppen wie heute,  z.B. alleinerziehende Frauen. Der wichtigste Besitz der Kölnerin war über Jahrhunderte ihre Aussteuer. Einige wenige reiche Frauen hinterließen Testamente und legten genau fest, wem sie ihren Reichtum vermachen wollten. Andere ergaunerten sich ihr Geld als Schmugglerin. Irmgard Keun verprasste ihr Geld und machte aus dem Thema Literatur. Damit ist sie eine große Ausnahme. Und bis heute hat eine römische Göttin Einfluss auf unser Geld.

Treffpunkt: vor dem Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule (KVB-Haltestelle: Dom/ Hbf)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin
: Sonntag, 15. April 2018 um 14:00 Uhr

Die Führung ist barrierefrei!

„Kunstseidene Südstadt: Irmgard Keun zeigt ihr Veedel“

6. Mai 2018
14:00bis16:00
3. Oktober 2018
14:00bis16:00

Kostümführung auf den Spuren der Kölner Autorin

Keuns Protagonistin als 'Glanz' (Foto: S. Ostermann)

Sonja Kargel als ‚Kunstseidenes Mädchen‘ (Foto: S. Ostermann)

 

Die Schriftstellerin Irmgard Keun führt Sie in der Person von Sonja Kargel durch ihr persönliches Kölner Viertel.  Sie schrieb 1931 mit 26 Jahren ihren ersten Roman „Gilgi“ und avancierte zu einer bekannten Schriftstellerin der Weimarer Republik. 1932 erschien „Das kunstseidene Mädchen“, das ein noch größerer Erfolg wurde. Die Nazis verboten ihre Bücher als dekadente „Asphaltliteratur“ und trieben sie ins Exil. Dort verfasste sie „Nach Mitternacht“, einen Roman über Nazideutschland, den Egon Erwin Kisch als „großartigen Antinaziroman“ bezeichnete.

Eine wesentliche Station des Stadtrundgangs ist die frühere Universtität, jetzt Fachhochschule, wo an die Bücherverbrennung der NS-Universtitäten vor genau 80 Jahren im Mai 1933 erinnert wird. Irmgard Keun gehörte zu den SchriftstellerInnen, die als „undeutsch“ eingestuft wurden und deren Bücher öffentlich auf dem Scheiterhaufen brannten.

Die Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle der Kölner Autorin und nimmt Sie auf einen Stadtspaziergang durch die Südstadt mit. Sie präsentiert den Teilnehmenden ihr Leben und ihre Werke – unangepasst, schnodderig, frech!

Martina Geburtig-Keun, die Tochter von Irmgard Keun, nimmt an der Führung teil und gibt gern Auskunft über ihre Mutter.

Treffpunkt: Elsaßstr. 43 in der Südstadt (KVB-Haltestelle Chlodwigplatz)
Dauer: 2 Std.
Kosten: 10 Euro
Termin: Sonntag, 6. Mai 2018, und Mittwoch, 3. Oktober 2018, um 14:00 Uhr
Info: 0179/469 52 48

Keusch oder romantisch?

6. Juli 2018
17:00bis19:00
Freundinnen: Maria und Elisabeth

Freundinnen: Maria und Elisabeth

Lesbengeschichte Teil I (frühere Jahrhunderte)

Gab es früher überhaupt „homosexuelle“ Frauen? Existierte nur die romantische Freundschaft oder auch eine sexuelle Praxis? Anhand von Bildmotiven wie dem der Freundinnenschar der Heiligen Ursula nähern wir uns der Frauenliebe im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit: bei Nonnen, bei Frauen in Männerkleidern und bei verheirateten Frauen, die Liebesbriefe an Frauen verfassten. Wir lesen aus alten Beginenregeln, Gerichtsakten und Briefen vor.

Treffpunkt: vor St. Ursula, Ursulaplatz, KVB-Haltestelle: Breslauer Platz
Dauer: 2 Stunden
Kosten: Spende erbeten
Termin: Freitag, 6. Juli 2018, um 17:00 Uhr (im Rahmen des CSD nur für Frauen)

Wir danken der LAG Lesben in NRW für die finanzielle Unterstützung.

Grab einer römischen Ärztin

4. Oktober 2018
18:00bis19:30
Agrippina, die Stadtgründerin

Agrippina, die Stadtgründerin

Frauenalltag im Römisch-Germanischen Museum

Ein ungewöhnlicher Fund in einem Kölner Grab gilt als der erste Nachweis für eine Augenärztin in er Antike.  Entdecken Sie mit Claudia Lupri das unterschiedliche Leben römischer Frauen von der Kaiserin bis zur Sklavin im Römisch-Germanischen Museum. Sie erfahren, mit welchem Spielzeug Mädchen spielten und was sie lernen; welche Berufe Frauen in römischen Zeiten offen standen; wann sie heirateten; warum die Römerinnen sich nicht mit Seife reinigten; welche Essgewohnheiten sie hatten und anderes Überraschende mehr.

Im Museum führt Sie Claudia Lupri.

Treffpunkt: vor der Kasse des Römisch-Germanischen Museums am Roncalliplatz (KVB-Haltestelle: Dom/Hbf)
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 10 Euro zzgl. Museumseintritt für Nicht-KölnerInnen
Termin:
Donnerstag, 4. Oktober 2018, um 18:00 Uhr