Veranstaltungen

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft

Gedenkveranstaltung 2012

Rückkehr in die Fremde: Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

Margret Busher (Foto: Ulrike Fischer)

 

Auch dieses Jahr beteiligte sich der Kölner Frauengeschichtsverein an der Gedenkveranstaltung am 26. Januar, für die Irene Franken Texte ausgesucht und eine Biografie verfasst hat. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Margret Busher, Herbert Lewin, Helmut Goldschmidt, Bruno Kisch und Malka Schmuckerl geb. Schloss, die in der NS-Zeit wegen ihrer jüdischen Herkunft und aus rassistisch-antisemitischen Gründen verfolgt wurden. Manche konnten der Verfolgung durch Emigration entkommen, nur wenige überlebten die Vernichtungslager, einzelne wurden durch mutige Menschen gerettet, die ihnen in Köln oder Umgebung ein Versteck oder die Flucht ins Ausland ermöglichten. Die Überlebenden sind gez

eichnet von der erfahrenen sozialen Ausgrenzung und Entrechtung, von tiefster Demütigung und brutaler Misshandlung. Zwangsarbeit zermürbte ihren Körper, die Anwesenheit des Todes ihre Seele. Mit der Rückkehr aus Versteck, Lager und Emigration war für sie die Hoffnung verbunden, an das Leben vor der Verfolgung anknüpfen zu können. Doch dies gelang nur wenigen.

 

Mitwirkende
Axel Gottschick, Schauspieler
Ingeborg Haarer, Schauspielerin
Marion Mainka, Schauspielerin
Prof. Igor Epstein, Musiker
Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin
Projektgruppe Gedenktag
Irene Franken, visuelle Vermittlung


Goldener rik-Preis für den Kölner Frauengeschichtsverein

Preisverleihung mit I. Franken und K. Regenbrecht (Foto: Daniela Zysk)

 

Am Montag, 9. Januar 2012, erhielt unser Verein zusammen mit dem Centrum Schwule Geschichte Köln den goldenen rik, einen Sonderpreis des schwulen Stadtmagazins rik, verliehen. Wir freuen uns darüber sehr und bedanken uns bei der Jury.

Seit vier Jahren gibt es diesen Preis für Initiativen, die keine große Lobby in der Stadt haben, dafür aber verdienstvolle Arbeit für die Community leisten. In den vergangenen Jahren erhielten ihn das Stricherprojekt Looks e.V., die Behinderteninitiative Richtig am Rand, das Beschäftigungsprojekt Hivissimo sowie die Golden Gays und Golden Girls. Die Redaktion begründet die Auszeichnung damit, daß “wir es für sehr wichtig halten, die Geschichte wachzuhalten, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen” .

Migrantinnen ins Museum? Podiumsdiskussion am Freitag im Kölnischen Stadtmuseum

Eine Veranstaltung aus Anlass des 25jährigen Jubiläums des Kölner Frauengeschichtsvereins

25 Jahre nach der Gründung des Kölner Frauengeschichtsvereins diskutieren wir über die Fragen: Welche geschlechterspezifischen Migrationsunterschiede gibt es? Sind Migrantinnen eine besonders marginalisierte Gruppe in der kulturellen Repräsentation? Welche Objekte, welche Vermittlungsformen könnten ihre Geschichte dokumentieren? Wer ist ‚die Migrantin‘? Sollte die Geschichte von  Migrantinnen im Museum gesondert berücksichtigt werden? ‘Wer spricht?’

 

Es sprechen:

  • Aurora Rodonò, freie Ausstellungsmacherin und Filmwissenschaftlerin
  • Bengü Kocatürk-Schuster, DOMiD (Migrationsmuseum Köln)
  • Elif Kabukcu-Schneider, freie Journalistin
  • Christine Lehmann, Stadtmuseum Stuttgart
  • Rita Wagner, Kölnisches Stadtmuseum

Moderation: Dr. Anne Klein, Historikerin und Raika Espahangizi, Historikerin
Einführung: Irene Franken, Kölner Frauengeschichtsverein

Termin: Freitag 9. Dezember 2011,  18:00 Uhr
Ort: Kölnisches Stadtmuseum, Zeughaustraße 1, Köln (Innenstadt)

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen! Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

 

 

Usbekische Politikerinnen zu Besuch

Vor dem Frauenbrunnen mit Irene Franken in der Mitte

Am 1. November 2011 war eine Gruppe von Bürgermeisterinnen aus Usbekistan im Frauengeschichtsverein zu Besuch. Die Politikerinnen waren auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem Austausch über Genderfragen nach Deutschland gekommen.

Bei uns informierten sie sich darüber, welche Erfahrungen wir mit der Vermittlung von Frauengeschichte haben, welchen Stellenwert Vorbilder in der Geschichte für uns haben und weshalb wir die Benennung von Straßen nach Frauen so wichtig finden. Die usbekischen Politikerinnen warfen einen Blick in unser Archiv und erfuhren dabei, dass wir die Dokumente der neuen Frauenbewegung sammeln, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass Frauenvereinigungen schnell nach ihrer Auflösung wieder in Vergessenheit geraten. Anschließend unternahm die Gruppe mit Irene Franken den Stadtrundgang “Touristin in der eigenen Stadt”, den wir auch im Programm als Einstieg für alle Nicht-Kölnerinnen haben.

P.S. Wir freuen uns, dass wir nun auch schon in Usbekistan bekannt sind – zumindest bei einem kleinen Kreis.

Frauen im Ruhr-Museum

22. Oktober 2011
10:30bis17:30

Führung mit der Kuratorin Dr. Magdalena Drexl

Das Ruhr-Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein in Essen ist das historische Gedächtnis und Schaufenster des Ruhrgebiets. Bei der Führung mit der Kuratorin Frau Dr. Magdalena Drexl lernen wir die Abteilungen des Museums kennen und begeben uns auf die Spuren der Frauen in der weltweit größten Industrieregion. Anschließend besteht die Gelegenheit, das Museum auf eigene Faust oder das weitläufige Museumsgelände vom Aussichtsturm oder zu Fuß zu erkunden.

Anmeldung erforderlich!

Treffpunkt: Infotheke im Kölner Hbf
Dauer: ca. 7 Std.
Kosten: 20 Euro inkl. Zugticket und Eintritt
Termin:
Samstag, 22. Oktober 2011, 10:30 Uhr

Am 9.9. ist Freundinnentag!

Zum zweiten Mal haben wir eine Postkartenserie mit vier Motiven aufgelegt

2010 haben wir auf Initiative von Irene Franken den Freundinnentag ins Leben gerufen. Es gibt schon viele Gedenktage wie Muttertag, Vatertag oder den Tag des Kindes, aber keinen, der guten langjährigen Freundinnen gewidmet ist. Dafür haben wir den 09.09. ausgesucht – ein sehr rundes und weibliches Datum. Es könnte ein passender Tag sein, um einer Freundin ein Geschenk zu machen, gemeinsam etwas zu unternehmen oder ihr eine Karte zu schicken.Am 9.9. bieten wir um 17 Uhr eine Führung durch Nippes an, auf der Bezug genommen wird zu Freundinnen. Anschließend ist ein gemeinsamer Kneipenbesuch vorgesehen.

Wie im vergangenen Jahr haben wir wieder eine kleine Postkartenserie mit Freundinnenpaaren unterschiedlichen Alters erstellt. Anbei ein Motiv zur Ansicht.

Wir möchten den Freundinnentag offiziell registrieren lassen!

Dazu müssen wir nachweisen, dass der 09.09. als Gedenktag schon eine gewisse Verbreitung erfahren hat und von verschiedenen Organisationen begangen wird. Wir freuen uns, wenn Frauengruppen das Datum aufgreifen und eine Veranstaltung zu dem Tag machen. Bitte informieren Sie uns darüber.

 

Die Zeit ihres Lebens – Dokumentarfilm

14. Juli 2011
18:30bis20:30

Wenn britische Intellektuelle im Altersheim leben, tun sie das mit Stil. In der Residenz Mary Feilding Guild im Norden Londons erscheint man zum Essen in Kostüm und Anzug. Das Seniorenheim ist bekannt dafür, alte Menschen körperlich und geistig besonders zu fördern. Hier leben auch Alison, Hetty und Rose, zusammen 290 Jahre alt. Die eine ist Autorin, die andere Journalistin, die dritte Friedensaktivistin. Die drei verbindet eine selbstironische Art und die Freude daran, ihre Erfahrungen weiterzugeben. In einer Lebensphase, die in unserer Gesellschaft als unproduktiv gilt, mischen sie sich ein in öffentliche Debatten – mit Zeitungsartikeln und bei Demonstrationen. Ein respektvoller Blick auf das hohe Alter, wie es sich jede wünscht. (Regie: Jocelyn Cammack, England 2009)
Der Frauengeschichtsverein übernimmt die Filmpartnerschaft in Kooperation mit der Aktion Mensch, die ein Filmfestival ‘über Mut’ initiiert hat. Nach der Filmvorführung besteht Gelegenheit zur Diskussion.
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Ort: Kino 813 in der BRÜCKE, Filmclub 813, Hahnenstr. 6, 50667 Köln
Termin: Do. 14. Juli um 18:30 Uhr