Veranstaltungen

Feminism Inshallah

5. März 2017
12:00bis13:30

Dokumentarfilm über die Frauenbewegung in Nordafrika

Feminism-Inshallaho

Der Kampf für muslimische Frauenemanzipation wird oft stereotyp dargestellt als eine Machtprobe zwischen westlichen und islammischen Werten. Dabei wird gern übersehen, dass es seit über 100 Jahren einen arabischen Feminismus gibt. Die Regisseurin Fériel Ben Mahmoud aus Tunesien erzählt die in Europa kaum bekannte Geschichte vom ägyptischen Frauenrechtler Qasim Amin (um 1900), der ägyptischen Pionierin Huda Shaarawi bis zu den Aktivistinnen von heute. In Interviews mit Frauen verschiedener Generationen in Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Saudi Arabien sowie im Libanon sowie vielen historischen Archivaufnahmen hat die Regisseurin den Kampf um Frauenrechte in den muslimisch geprägten Gesellschaften dokumentiert.

„FEMINISM INSHALLAH is an indispensable resource for Women’s Studies, Global Feminism, Middle East and Islamic Studies.“ (Women Make Movies)

Originalton mit deutschen Untertiteln

Termin: So 05.03.2017 um 12:00 Uhr
Eintritt: 8 €
Ort: Filmpalette, Lübecker Str. 15 in 50668 Köln

Die Filmvorführung ist eine Kooperation mit Feminale e.V. und FilmInitiativ Köln e.V.

Niki de Saint Phalle: Ich bin eine Kämpferin

4. Februar 2017
13:00bis14:00

Ausflug ins Dortmunder „U“Niki de Saint Phalle

Am Samstag, 4. Februar boten wir einen Besuch im Dortmunder “U” und Führung durch die Ausstellung von Niki de Saint Phalle an. Die Präsentation wirft  einen fokussierten Blick auf die Künstlerin: Über 100 Werke Niki de Saint Phalles zeigen ihren künstlerischen Weg von den frühen Familienbildern über die Assemblagen und Schießbilder (Tirs) bis hin zu den Nanas – in enger Beziehung zu ihrer Biografie. Die Ausstellung veranschaulicht die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Thema „Frau“, die Niki de Saint Phalle in verschiedenen Rollen darstellt: als Göttin, als Braut, als Gebärende, als verschlingende Mutter, als selbstbewusste, fröhliche und erotische Nana, aber auch als alternde Frau.

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Irene Franken wurde als 4. Kölner Alternative Ehrenbürgerin geehrt

Irene Franken

Irene Franken

Unsere Vereinsgründerin Irene Franken wurde am 18. November 2016 durch ein vielfältig besetztes Gremium von engagierten Bürgerinnen, u.a. von Karola Fings, Carmen Thomas, Jürgen Becker und Martin Stankowski, zur 4. „Alternativen Ehrenbürgerin“ in Köln gewählt.

Irene Franken wird u.a. mit dieser Auszeichnung dafür geehrt, dass sie den Paradigmenwechsel in der Geschichtsforschung und -darstellung in Köln vorangetrieben und Frauengeschichte in verschiedenen Gremien populär gemacht hat. Zudem dafür, dass sie seit Jahren in vielen Gremien mitarbeitet, u.a. im Komitee zur Vorbereitung des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, in der Regionaljury des Schülerwettbewerb Geschichte des Bundespräsidenten oder seit kurzem auch im wissenschaftlichen Beirat der Magnus Hirschfeld Stiftung.

Dies ist eine tolle Anerkennung auch für den Kölner Frauengeschichtsverein!

Mehr dazu: report-K: Irene Franken wurde alternative Ehrenbürgerin

 

Der Fall Agrippina

9. Januar 2017
19:00bis21:00

Vortrag zum 2000. Geburtstag

Nachträglich zum Jubiläum unserer Stadtgründerin hielt die Historikerin Maike Vogt-Lüerssen einen Vortrag über die in Köln geborene Agrippina. Als Kaiserin und Mutter Neros wurde die Stadtgründerin bekannt bzw. berüchtigt, viele Gerüchte wurden über sie verbreitet. Kritisch hinterfragt die Autorin die traditionelle Geschichtsschreibung über Agrippina. War sie ein Opfer von Halbwahrheiten und Lügen? Einführung von Irene Franken.

Der Abend wurde mit kölsch-römischen Liedern über und von starken Frauen abgerundet. Herbert Schmidt am Akkordeon begleitet den Gesang.

Eine Veranstaltung von „Ähzebär und Ko e.V.“ in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein und dem Friedensbildungswerk.

Termin: Mo. 09.01.2017 um 19.00 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11

Hannah Höch – Ausstellung im Mülheim

8. Oktober 2016
13:00bis14:00

Die schönen Rosen von Hanna Höch

 

Revolutionärin der Kunst

Hannah Höch (1889–1979) ist die wohl bedeutendste deutsche Künstlerin der klassischen Moderne. Als „Revolutionärin der Kunst“ zählt sie zu jenen Persönlichkeiten, die die emanzipatorische Kunst der Weimarer Republik und die Avantgarden mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verknüpft haben. Eine revolutionäre, vom rebellischen Dada-Bewusstsein durchdrungene künstlerische Haltung prägt Leben und Schaffen Hannah Höchs gleichermaßen. Obgleich international anerkannt und gewürdigt, ist das nach 1945 entstandene Werk noch zu entdecken. Die Collage, die sie ab 1918 als eigenständiges Medium in die bildende Kunst benutzte und die lebenslang ihre wichtigste Ausdrucksform blieb, bildet im Zusammenspiel mit Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen einen Schwerpunkt in der Ausstellung.

Mit der Konzentration auf das Werk nach 1945 und Leihgaben aus zahlreichen Museen, Galerien und aus Privatbesitz würdigen die Kunsthalle Mannheim und das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr das Schaffen und damit die zentrale Stellung der Künstlerin im Gefüge der Moderne. Das Konzept schließt dabei einen Rückblick auf die Dada-Zeit der Künstlerin in den 1920er-Jahren mit wenigen, aber prägnanten Arbeiten ein. Die Ausstellung versteht sich sowohl als substanzieller Beitrag zum Œuvre Hannah Höchs als auch zum Jubiläumsjahr der internationalen Dada-Bewegung, die vor 100 Jahren 1916 in Zürich begründet wurde.

Termin: 8. Oktober 2016 um 13 Uhr
Kosten: 23 € inkl. Eintritt, Führung, Begleitung und Zugfahrt, 13 € ohne Zugticket
Treffpunkt für die gemeinsame Zugfahrt: Infopunkt am Hbf Köln um 11:30 Uhr

Anmeldungen und Vorverkauf erforderlich!

Bambule

4. Dezember 2016
12:00bis14:00

Zum 40. Todesjahr von Ulrike Meinhof

Die Chefredakteurin und Kolumnistin Ulrike Meinhof, verheiratete Ršhl, in der "Konkret"-Redaktion Max Ehlert / DER SPIEGELDer Film von 1970 unter der Regie von Eberhard Itzenplitz kritisiert die autoritäre Fürsogeerziehung. Ulrike Meinhof hatte den Auftrag des Südwestfunks, filmisch die Entstehung einer Rebellion in einem Mädchenheim zu erzählen. Sie recherchierte dazu u.a. in Deutz und in Berlin. Der Film spiegelt authentische Zuständen in einem Mädchenheim wider: Er zeigt Alltag, Fluchtversuche, Bestrafung und einen Aufstand der Jugendlichen.
Am Ende der Dreharbeiten im März 1970 distanzierte sich Ulrike Meinhof vom Film und plädierte für einen realen Aufstand. „Ich habe keine Lust mehr, ein Autor zu sein, der die Probleme der Basis, z. B. der proletarischen Jugendlichen in den Heimen, in den Überbau hievt, womit sie nur zur Schau gestellt werden, (…). Ich finde den Film Scheiße.“ (zit. nach Spiegel 1996) Die Ausstrahlung des Films war für den 24. Mai 1970 geplant, wurde aber wegen Meinhofs Teilnahme an der Befreiung von Andreas Baader 10 Tage zuvor abgesetzt und erst 1994 im Fernsehen ausgestrahlt.

Einleitender Vortrag von Dr. Ingrid Strobl, Diskussion zur Entschädigungsfrage an Frauen, die wegen „lesbischer Neigungen“ in Heime oder psychiatrische Einrichtungen gesperrt wurden, und zum politischen Werdegang von Ulrike Meinhof von einer kritischen Journalistin bis zur militanten Untergrundkämpferin.

Eine Kooperation mit der LAG Lesben NRW, Feminale e.V. und Bücherfrauen e.V.

Termin: 4. Dezember 2016 um 12 Uhr
Ort
: Filmpalette Köln, Lübecker Str. 15
Eintritt für Film und Vortrag: 8 Euro

Vorführung mit freundlicher Genehmigung des SWR

Homosexualität_en

Kulturhistorische Ausstellung im LVL Museum in Münster

Noch immer sind Liebes- und Lebensentwürfe abseits der heterosexuellen Norm in Teilen der Gesellschaft ein Tabu. Die Ausstellung will dazubeitragen, die vielfältigen alternativen Sexualitäten und Geschlechteridentitäten nicht als Minderheitenproblem zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil der Gesellschaft.
Die Ausstellungsmacher_innen verzichten auf Belehrungen. Ein Porzellanservice für den Gewinn der Frauenfußball-EM 1989, Fotos der ersten bundesweiten Demonstrationen homosexueller Menschen 1972, Lebenserinnerungen queerer Frauen und Männer aus Münster als Videoeinspielung lassen Raum für eigene An- und Einsichten sowie Interpretationen.

Treffpunkt: Infopunkt im Hbf Köln um 9:30 oder Museum für Kunst und Kultur in Münster, Domplatz gegen13:00
Kosten: 37 € für Eintritt, Führung, Begleitung zzgl. Zugticket, 26 € ohne Zugticket

Die Exkursion musste leider abgesagt werden.