Veranstaltungen

Podiumsgespräch über die drei ‚Frauenbewegungen‘

30. September 2017
11:00bis13:00

Feminismus als Trend bei Frauen und Männern

Seit der französischen Revolution kämpfen Frauen um Gleichberechtigung und Gleichstellung: seit dem 19. Jahrhundert in der ersten Frauenbewegung z.B. um Bildung und das Wahlrecht, in der neuen Frauenbewegung seit den 1960er Jahren z.B. um Frauenhäuser. In der dritten Welle der Frauenbewegung prangen die heutigen jungen Frauen – und auch Männer – an, dass die Gleichstellung immer noch nicht erreicht ist und setzen sich zudem mit Ethnozentrismus und einengenden Geschlechtsidentitäten auseinander. Sie sprechen ganz selbstverständlich vom zeitgenössischen Feminismus.

Die Veranstaltung beginnt mit einem Podiumsgespräch mit drei Referentinnen für jeweils eine Frauenbewegung:

  • Bettina Bab, Kölner Frauengeschichtsverein und Frauenmuseum Bonn
  • Carolina Brauckmann, Historikerin, Songwriterin, Moderatiorin
  • Freddie Heithoff, Kunterbuntes Einhorn

Veranstalterinnen: Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen und Melanchthon-Akademie Köln

Termin: Samstag, 30. September 2017 um 11 Uhr
Ort: Melanchthon-Akademie, Karthäuserwall 24 b, 50678 Köln

Als Gerichte die Kinder wegnahmen

5. Juli 2017
19:30bis21:00
Kirsten Plötz

Kirsten Plötz

Lesbische Mütter ohne Sorgerecht

Bundesdeutsche Gerichte entzogen bis in die 1990er Jahre Elternteilen das Sorgerecht bzw. die elterliche Gewalt für ihre Kinder  –  wenn den Gerichten bekannt war, dass diese Elternteile gleichgeschlechtlich liebten. Das betraf offenbar vor allem lesbische Mütter. Diese Form der Repression ist bisher kaum bekannt. Die Historikerin und Expertin für die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte, Dr. Kirsten Plötz, stieß während ihrer Forschungen  über die Diskriminierung und Verfolgung weiblicher Homosexualität im Zeitraum der 1940er bis 70er Jahre im Bundesland Rheinland-Pfalz auf bislang unerschlossenes Quellenmaterial. Mit Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und auf die Geschichte lesbischer Existenz ergeben sich neue Erkenntnisse von erheblicher Relevanz. Bericht über die Forschungsergebnisse mit  anschließender Diskussion.

Referentin: Dr. Kirsten Plötz

 

Termin: Mittwoch, 5. Juli, 19.30 Uhr
Ort: rubicon, Rubensstraße 8-10
Eintritt frei. Spende erwünscht

Eine Veranstaltung des rubicon im Rahmen des ColognePride 2017. Kooperationspartner_innen: Kölner Frauengeschichtsverein, Centrum Schwule Geschichte, ARCUS Stiftung

 

200 Jahre Mathilde Franziska Anneke

8. April 2017
15:00bis18:00

Begegnung mit einer Revolutionärin und Visionärin

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Mathilde Franziska Anneke, eine der Figuren auf dem Ratsturm, lebte von 1847 bis 1849 in Köln und unterhielt hier ein ‚ästhetisch-communistisches Clübbchen‘. Die wegen ihrer Scheidung sozial geächtete alleinerziehende Mutter wurde feministische Revolutionärin. Pressefreiheit, kostenlose Bildung, Versammlungsfreiheit sowie die Abschaffung der Doppelmoral gegenüber Frauen waren einige ihrer Themen. 1849 beteiligte sie sich am badisch-pfälzischen Feldzug der Freischärler gegen die verhassten Preußen. Da dieser niedergeschlagen wurde, musste die Familie Anneke Deutschland verlassen.

Als politische Emigrantin kämpfte sie im US-amerikanischen Exil gegen Sklaverei und Rassismus  sowie für Frauenrechte. Bald gehörte sie in der deutschen Community von Milwaukee zu den bekanntesten politisch aufklärenden Demokratinnen. Sogar für das Frauenwahlrecht trat sie schon offensiv auf.

Programm des Colloquiums:

  • Das soziale Aus? Scheidung im Biedermeier (Annette Hanschke )
  • Frauen auf den Barrikaden? Der Kölner Kreis der 1848erinnen – Marx, Gottschalk und der Kölner Arbeiterverein (Christian Frings)
  • Annekes Beitrag zum Badisch-Pfälzischen Feldzug für demokratische Rechte (Irmgard Stamm)
  • Die erste deutsche emanzipatorische Frauenzeitung? (Irene Franken) und die Deutsche Frauenzeitung in den USA (Ina Hoerner)
  • Engagement im politischen Exil (Ina Hoerner)
  • Begehren und Zärtlichkeit im 19. Jahrhundert. Die Annekes, ein queeres Paar? (Irene Franken)
  • Rezeption, Würdigungen, Diskussion
  • Musik und ggf. gemeinsames Singen: Martina Neschen

Zeit: Samstag, 8. April 2017, 15 bis 18 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11, 50670 Köln, nahe Hohe Straße
Eintritt: 15 Euro (10 Euro ermäßigt)
Anmeldung erwünscht!

Feminism Inshallah

5. März 2017
12:00bis13:30

Dokumentarfilm über die Frauenbewegung in Nordafrika

Feminism-Inshallaho

Der Kampf für muslimische Frauenemanzipation wird oft stereotyp dargestellt als eine Machtprobe zwischen westlichen und islammischen Werten. Dabei wird gern übersehen, dass es seit über 100 Jahren einen arabischen Feminismus gibt. Die Regisseurin Fériel Ben Mahmoud aus Tunesien erzählt die in Europa kaum bekannte Geschichte vom ägyptischen Frauenrechtler Qasim Amin (um 1900), der ägyptischen Pionierin Huda Shaarawi bis zu den Aktivistinnen von heute. In Interviews mit Frauen verschiedener Generationen in Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Saudi Arabien sowie im Libanon sowie vielen historischen Archivaufnahmen hat die Regisseurin den Kampf um Frauenrechte in den muslimisch geprägten Gesellschaften dokumentiert.

„FEMINISM INSHALLAH is an indispensable resource for Women’s Studies, Global Feminism, Middle East and Islamic Studies.“ (Women Make Movies)

Originalton mit deutschen Untertiteln

Termin: So 05.03.2017 um 12:00 Uhr
Eintritt: 8 €
Ort: Filmpalette, Lübecker Str. 15 in 50668 Köln

Die Filmvorführung ist eine Kooperation mit Feminale e.V. und FilmInitiativ Köln e.V.

Niki de Saint Phalle: Ich bin eine Kämpferin

4. Februar 2017
13:00bis14:00

Ausflug ins Dortmunder „U“Niki de Saint Phalle

Am Samstag, 4. Februar boten wir einen Besuch im Dortmunder “U” und Führung durch die Ausstellung von Niki de Saint Phalle an. Die Präsentation wirft  einen fokussierten Blick auf die Künstlerin: Über 100 Werke Niki de Saint Phalles zeigen ihren künstlerischen Weg von den frühen Familienbildern über die Assemblagen und Schießbilder (Tirs) bis hin zu den Nanas – in enger Beziehung zu ihrer Biografie. Die Ausstellung veranschaulicht die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem Thema „Frau“, die Niki de Saint Phalle in verschiedenen Rollen darstellt: als Göttin, als Braut, als Gebärende, als verschlingende Mutter, als selbstbewusste, fröhliche und erotische Nana, aber auch als alternde Frau.

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Irene Franken wurde als 4. Kölner Alternative Ehrenbürgerin geehrt

Irene Franken

Irene Franken

Unsere Vereinsgründerin Irene Franken wurde am 18. November 2016 durch ein vielfältig besetztes Gremium von engagierten Bürgerinnen, u.a. von Karola Fings, Carmen Thomas, Jürgen Becker und Martin Stankowski, zur 4. „Alternativen Ehrenbürgerin“ in Köln gewählt.

Irene Franken wird u.a. mit dieser Auszeichnung dafür geehrt, dass sie den Paradigmenwechsel in der Geschichtsforschung und -darstellung in Köln vorangetrieben und Frauengeschichte in verschiedenen Gremien populär gemacht hat. Zudem dafür, dass sie seit Jahren in vielen Gremien mitarbeitet, u.a. im Komitee zur Vorbereitung des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, in der Regionaljury des Schülerwettbewerb Geschichte des Bundespräsidenten oder seit kurzem auch im wissenschaftlichen Beirat der Magnus Hirschfeld Stiftung.

Dies ist eine tolle Anerkennung auch für den Kölner Frauengeschichtsverein!

Mehr dazu: report-K: Irene Franken wurde alternative Ehrenbürgerin

 

Der Fall Agrippina

9. Januar 2017
19:00bis21:00

Vortrag zum 2000. Geburtstag

Nachträglich zum Jubiläum unserer Stadtgründerin hielt die Historikerin Maike Vogt-Lüerssen einen Vortrag über die in Köln geborene Agrippina. Als Kaiserin und Mutter Neros wurde die Stadtgründerin bekannt bzw. berüchtigt, viele Gerüchte wurden über sie verbreitet. Kritisch hinterfragt die Autorin die traditionelle Geschichtsschreibung über Agrippina. War sie ein Opfer von Halbwahrheiten und Lügen? Einführung von Irene Franken.

Der Abend wurde mit kölsch-römischen Liedern über und von starken Frauen abgerundet. Herbert Schmidt am Akkordeon begleitet den Gesang.

Eine Veranstaltung von „Ähzebär und Ko e.V.“ in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein und dem Friedensbildungswerk.

Termin: Mo. 09.01.2017 um 19.00 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11