Veranstaltungen

Aufstand am „Stonewall Inn“ in New York

50 Jahre Homosexuellen-Bewegung

Stormé-DeLarverie

Heute erinnert weltweit jedes Jahr eine Pride-Demonstration an Vorfälle vor 50 Jahren, die sog. Stonewall Riots in der Christopher Street, früher Christopher Street Day genannt. Wir berichten von der Vorgeschichte der us-amerikanischen Schwulen- und Lesbenorganisationen sowie von den Unruhen in und vor der Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street 1969. Damals wehrten sich Vertreter*innen verschiedener Gruppierungen erstmals offen gegen willkürliche Körperkontrollen und Schikanen durch die Polizei und Gerichte. Wie und wann gelangte das Wissen über die sechsnächtigen Kämpfe nach Köln?  Vielen gelten sie als Beginn der Emanzipationsbewegung von Schwulen, Lesben und Transgender. Aber spielen sie etwa im Bewusstsein deutscher LST vor 1979 eine große Rolle? Brachte etwa eine Lesbe und Crossdresserin, Stormé DeLarverie, das Fass zum Überlaufen?

Wir widmen den Abend der Geschichte des (noch immer anhaltenden) Kampfes um Gleichberechtigung und Anerkennung – auch in Köln. Zuvor eröffnet die VHS eine thematische Ausstellung aus Bielefeld zu den sog. Stonewall Riots, die bis zum 10. Juli kostenfrei  im VHS-Studienhaus zu besichtigen ist.

Termin: Donnerstag 27.06.2019, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33

Eintritt frei!

In Kooperation mit dem Centrum schwule Geschichte, der VHS Köln und dem Lesben- und Schwulentag (KLuST) e.V.

100 Jahre Frauenwahlrecht

22. Juni 2019
14:00bis19:00

Fest auf dem Rathenauplatz: entschieden dafür!

Im Jahr 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal ihr hart erkämpftes Wahlrecht ausüben. Dies war einer der wichtigsten Meilensteine für unsere Demokratie. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums veranstalten die „Partnerschaften für Demokratie Köln“ ein öffentliches Fest, mit Rückblick auf vergangene Errungenschaften, Comedy- und Musikbeiträgen und einem interaktiven Rahmenprogramm im Freien auf dem Rathenauplatz.

Grußworte sprechen Monika Baars vom Amt für Kinder, Jugend und Familie und Bettina Mötting, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln und Leiterin des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern.

Es erwartet Sie ein buntes Programm, darunter zwischen 16:30 und 17 Uhr ein Beitrag von Bettina Bab über die Probleme beim Kampf der Frauenrechtlerinnen um das Wahlrecht.

Termin: Samstag, 22. Juni 2019
Ort: Rathenauplatz in Köln
Freier Eintritt

 

100 Jahre Frauenfriedenskongress 1919

16. Mai 2019
19:30bis21:30

Frauenfriedenskongress in Zürich (IFFF, Kongressbericht 1919)

Mit der Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) schufen die Gründerinnen ein Forum, aus dem heraus sich Frauen bis heute für eine neue Sicherheits- und Außenpolitik stark machen.

Auf ihrem zweiten Kongress im Mai 1919 in Zürich geben sich die Friedensfrauen eine Satzung und definieren ihre zwei wichtigsten Ziele, die in den neuen Namen ihrer Organisation einfließen: Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF), oder auf Deutsch: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF).

Entsprechend dieser  Zielsetzung engagieren sich die IFFF-Frauen nicht nur für eine allgemeine und umfassende Abrüstung, für die gewaltfreie Lösung von Konflikten sowie eine Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit, sondern auch für soziale Gerechtigkeit und die Verwirklichung von Menschenrechten, gerade auch für Frauen. Zudem verurteilen sie den Versailler-Vertrag, der ohne die Beteiligung von Frauen in Paris ausgehandelt worden war, als Saat für einen neuen Krieg.

Dr. Susanne Hertrampf ist Historikerin. Sie forscht zu deutschen und internationalen Frauen(friedens)bewegungen und ist Mitglied der IFFF.

Eine Veranstaltung des Friedensbildungswerk Köln in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein und dem FrauenNetzwerk für den Frieden Bonn.

Termin: Donnerstag, 16. Mai 2019 um 19:30 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11
Es wird um eine Spende gebeten.

 

Nil Yalter im Museum Ludwig

1. Juni 2019
14:00bis15:30

Exile Is a Hard Job

Exile Is a Hard Job (Estranged Doors), 1983 (Detail). © Courtesy Nil Yalter und Galerie Hubert Winter, Wien

Seit den 1970er Jahren ar­beit­et die in Istanbul aufgewachsene und in Paris lebende Nil Yal­ter als Pi­onierin ein­er ge­sellschaftlich en­gagierten und tech­nisch avancierten Kunst. Als eine der er­sten Kün­st­lerin­nen in Frankreich nutzt sie das neu aufk­om­mende Medi­um Video. Mit der er­sten Über­blick­sausstel­lung der Kün­st­lerin in Deutsch­land präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig die Viel­falt ihres Schaf­fens: darun­ter bis­lang kaum bekan­nte Gemälde aus ihrem Früh­w­erk sowie Videoin­s­tal­la­tio­nen der frühen 1970er Jahre bis hin zu Mul­ti­me­dia-In­s­tal­la­tio­nen, in de­nen sie Fo­to­gra­fie, Video, Zeich­nun­gen und Skulp­tur zu Col­la­gen verbin­det. Die Ausstel­lung zeich­net den Weg ihr­er en­gagierten Äs­thetik nach.

Nil Yal­ters Werke ent­ste­hen aus aktuellen poli­tischen Si­t­u­a­tio­nen wie das Todesurteil eines türkischen Ak­tivis­ten, der All­t­ag in einem Frauenge­fäng­nis oder der Lebens­si­t­u­a­tion anal­pha­betisch­er „Gas­tar­beit­er*in­nen“. Sprache spielt für Nil Yal­ter eine wichtige Rolle, eben­so wie kul­turelle Ein­flüsse aus dem Na­hen Os­ten, der Türkei und Wes­teu­ro­pa. Sen­si­bel in­te­gri­ert sie die Stim­men der­jeni­gen, die sie in ihren Ar­beit­en porträtiert.

Es führt Sie Dr. Inge Schaefer.
Anmeldung und Vorverkauf erforderlich!

Termin: Samstag, 1. Juni 2019 um 14 Uhr
Kosten: 10 € zzgl. Museumseintritt
Treffpunkt: vor der Kasse des Museums Ludwig

Historische Statue kommt ins Kölnische Stadtmuseum

Historische Kämpferin für Frauenrechte findet ein neues Zuhause

„Jahrelang lag sie in der Garage im SPD-Haus. Jetzt hat es Irene Franken geschafft, einen würdigen Ort für sie zu finden.“ Marion Sollbach, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) übergab am 3. April das Standbild von Mathilde Franziska Anneke dem Kölnischen Stadtmuseum. Damit hat die Originalfigur, die bis 2008 den Rathausturm zierte, ein neues Zuhause, in dem sie sehr willkommen ist. „Wir nehmen hier nicht alle Figuren“, stellte Kuratorin Rita Wagner klar – und würdigte Mathilde Franziska Anneke als „wichtig in sozialer und weiblicher Hinsicht“.

Die 1817 in Westfalen geborene Mathilde Franziska Anneke war eine mutige und umtriebige Frau. „Ihr Leben war filmreif“, berichtete Irene Franken vom Frauengeschichtsverein. Wild und ungestüm ritt die junge Frau in ihrer Jugend durch Feld und Wald. Einer Zwangsheirat entzog sie sich durch Scheidung, zog mit ihrem zweiten Mann nach Köln und arbeitete als Journalistin und Schriftstellerin. Als überzeugte Sozialistin und Frauenrechtlerin engagierte sie sich während der Revolution 1848/49. Sie kämpfte als beherzte Reiterin aktiv mit den badisch-pfälzischen Revolutionstruppen, floh über die Schweiz in die USA und setzte sich dort u.a. für das Frauenwahlrecht ein.

 

Rosa Luxemburg

Wiederholung des Spielfilms von Margaretha v. Trotta

Der preisgekrönte Film erzählt auf mitreißende Weise das Schicksal der deutsch-polnischen Sozialistin Rosa Luxemburg, die in einer männerdominierten Zeit versucht, ihr persönliches Glück mit ihren radikalen politischen Forderungen zu verbinden.

Im Jahr 1916 blickt die Revolutionärin Rosa Luxemburg im Gefängnis Wronke auf ihr Leben zurück. Zusammen mit Leo Jogiches engagiert sie sich politisch und setzt sich für die Sozialdemokratie im russisch besetzten Polen ein. Mit Leo Jogiches verbindet sie neben der gemeinsamen politischen Arbeit auch ein Liebesverhältnis. Aber Rosa Luxemburgs Arbeit ist gefährlich, denn als Sozialdemokratin wendet sie sich nicht nur gegen die russischen Besetzer Polens, sondern auch gegen die in Europa noch vorherrschende Monarchie.

Trotz mehrerer Gefängnisaufenthalte steht die kluge und emanzipierte Frau jedoch immer für ihre politischen Ideale ein. Als sie durch den linksradikalen Spartakusbund Bekanntschaft mit Karl Liebknecht macht, weiß sie noch nicht, dass diese Begegnung ihr Schicksal entscheidend verändern wird…

Kooperation mit der Feminale e.V.

Aufgrund des großen Andrangs letzten Sonntag wird der Film wiederholt:

Termin: Samstag, 16. März 2019 um 15:00 Uhr
Kosten: 8 €
Ort: Filmpalette, Lübecker Str. 15, Nähe Hansaring

 

Frauen schließen sich zusammen

30. Januar 2019
19:00bis21:00
Filme zur Frauenbewegung ab 1968

Die Fernsehbeiträge aus dem Archiv des WDR bieten einen Rückblick in die jüngere Vergangenheit: vor 50 Jahren galt noch der sog. Kuppeleiparagraph, „Herrenbesuch“ im Wohnheim für Studentinnen war strengstens untersagt, die Pille gab es offiziell nur für verheiratete Frauen und der Ehemann konnte „seiner“ Frau die Berufstätigkeit verbieten.
Ende der 1960er Jahre änderte sich das, auch in Köln: Mit der Gründung von Frauengruppen und Frauenzeitschriften begann eine neue Ära. Zu sehen sind erste Aktionen, mit denen sich Frauen der Fremdbestimmung und Diskriminierung erfolgreich widersetzen.

Zeitgeschichtliche Einführung: Irene Franken

Eine Veranstaltung von Köln im Film in Kooperation mit dem Frauengeschichtsverein, im Begleitprogramm der Ausstellung „Köln ’68! protest.pop.provokation“.

Termin: Mittwoch, 30. Januar 2019, 19:00 Uhr
Ort: Kölnisches Stadtmuseum, Zeughausstr. 1-3, 50667 Köln
Preis: 5,00 €, ermäßigt: 3,00 €