Chronik

Höhepunkte in der Geschichte des Kölner Frauengeschichtsvereins
1985 

Die erste (ganztägige) Kölner Frauen-Stadtrundfahrt, entwickelt von Irene Franken und Gwen Edith Kiesewalter, findet am 25. April statt – die Aktuelle Stunde berichtet.
1986
Irene Franken erstellt eine Liste von historischen Frauen, die ergänzend zu den bisher genannten auf dem Rathausturm dargestellt werden sollen – der Leiter des Stadtarchivs ereifert sich über die angebliche „Quotierung der Geschichte“.
1986 Gründung des Kölner Frauengeschichtsvereins am 8. Mai
 

Ausstellung Die Geschichte der Frauen in Köln – gesehen von Kölner Künstlerinnen wird im Kölner Frauenbuchladen Rhiannon gezeigt.

Erfolgreicher Antrag auf Umbenennung des Gässchens Unter Seidmacher in Seidmacherinnengässchen

1987
Sammlung von Spenden für eine Skulptur am Rathausturm: die Skulptur der in Köln geborenen Gelehrten Anna Maria van Schürmann wird 2001 übergeben.
1990
Mitgründung des Frauenstadtrundgang-Netzwerkes Miss Marples Schwestern – Frauengeschichte vor Ort in Hamburg
1993
Erster Stadtteilrundgang Von Beginen und Bayenamazonen im Severinsviertel unter der Führung von Annette Nottelmann. Es kommen ca. 70 Personen!
1995
Die vom Frauengeschichtsverein erarbeitete Ausstellung 10 Uhr pünktlich Gürznich – 100 Jahre bewegte Frauen in Köln wird in der Galerie 68elf gezeigt. Ein monatelanges Begleitprogramm informiert über Kölner Frauenvereine gestern und heute. Der Begleitband gilt bis heute als Standardwerk zur Kölner Frauenbewegung. 

Studienfahrt des Arbeitskreises Frauen und NS nach Auschwitz

Ausstellung und Katalog zu den ersten Studentinnen und Professorinnen in der Kölner Universitätsbibliothek.

1997
Jahrestagung des Netzwerkes „Frauen der Geschichte vor Ort – Miss Marples Schwestern“ in Köln.
Der derzeitige Vereinsvorstand erhält den Rheinlandtaler als Auszeichnung für die Bemühung um die Aufarbeitung der Lokalgeschichte.
1998
Start der frauengeschichtlichen Rheinfahrt mit Bettina Bab und Katharina Regenbrecht. – Für das innovative Konzept erhält der Verein den „Rheinland-Award“-Förderpreis.
1999
Vortragsreihe im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels über Frauen und Wirtschaft aus besonderer Sicht
2000 VHS-Seminar zur Recherche weiblicher Straßennamen in Köln
2001
Erweiterung des Führungsprogramms durch die Matronenexkursion nach Nettersheim (Sophie Lange, Marlene Tyrakowski), die lesbengeschichtlichen Führungen und die Führung im Dom.Der Interviewband „Was erreicht?“ stellt erstmals die Geschichte der Migrantinnengruppen neben den Frauen- und Lesbengruppen angemessen dar.
2002 Fotoausstellung von Jane Dunker im Rahmen eines Migrantinnenprojekts über Identitä t mi t dem Titel „DieselbeDiegleicheDieandere – Ansichtssache“ mit vielfältigen Begleitveranstaltungen   

Neue Rheinfahrt ins Siebengebirge anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Rheinromantik mit Auftritt des Chors „Femmes Vocales“

2004 Irene Franken erhält für ihre Pionierarbeit als Historikerin die „Sternschnuppe“ , den Inge-von Bönninghausen-Preis
2005 Veranstaltung mit medica Mondiale anläßlich des 60. Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkrieges über Gewalterfahrungen von Frauen im Krieg
2006 Auf Anregung des Kölner Frauengeschichtsvereins beschloss der Rat der Stadt im neuen Viertel rund um den Rheinauhafen sechs Straßen nach bekannten Kölnerinnen zu nennen. 

Am 12. Mai feierte der Frauengeschichtsverein sein 20jähriges Bestehen mit einem großen Fest in der Alten Feuerwache.

2007 Drei neue Führungen im Programm:
Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin – Frauen und Geld in der GeschichteWahre Kölnerinnen im Vringsveedel – Frauengeschichte(n) und Kölsche Krätzcher 

Anwältin für eine Mörderin – Zur Geschichte der Frauenkriminalität

2008 Neuerscheinung: Frauen in Köln von Irene Franken 

„Hart erkämpft – heute oft verschenkt: Chancen der Frauenpolitik“
Podiumsdisskussion mit Politikerinnen anlässlich des 100. Jubiläums des Preußischen Vereinsgesetzes, das Frauen endlich den Zugang zur Politik gestattete

Songs für Nico – Homage an die in Köln geborene Sängerin

2009 Lesung mit Dr. Christine Hoffrath aus ihrem Buch „Bücherspuren“ über zwei jüdische Wissenschaftlerinnen 

Erweiterung und Verschlagwortung des vereinseigenen Archivs zur neuen Frauenbewegung in Köln und Katalogisierung der Bibliothek

Lange Nacht der Dorothee Sölle – Homage an die Theologin und Philosophin

2010 Besonderer Rundgang zum 25jährigen Führungsjubiläum mit Musik und Highlights der Köln Frauengeschichte 

Verleihung des Kölner Beginenpreises

2011 Migrantinnen ins Museum? Veranstaltung einer Podiumsdiskussion über die Darstellung der Migrantinnengeschichte in historischen Museen.
2012 Audre Lorde – The Berlin Years 1984-1992: Vorführung des Films über die afro-amerikanische Dichterin und Aktivistin