Die Moderatorin Sina Vogt spricht mit drei Frauen über ihre Erfahrungen als Frau, mit Diskriminierungen, den schönen Seiten des Aktivismus, das Verhältnis untereinander, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verhältnis zur Zeit.
Ki-generiertes Bild (Ersatz folgt bald)
Krista Lange, 1944 geb. in Rumänien kam mit 17 Jahren nach Deutschland, studierte an der Sporthochschule Köln, heiratete und bekam zwei Kinder. Ihr emanzipatorischer Weg begann mit der Gründung eines antiautoritären Kinderladens und führte sie weiter in die Frauenbewegung, wo sie gemeinsam mit anderen Frauen 1981 die Frauenberatungsstelle „Frauen lernen Leben“ (heute: „FrauenLeben“) gründete. Dort arbeitete sie als Psychotherapeutin bis zu ihrer Rente. Mit 60 Jahren wurde sie Tänzerin in Pina Bauschs Stück “Kontakthof”.
Stephanie Lange, geb. 1967 studierte an der FH Köln soziale Arbeit. Ihr emanzipatorischer Weg begann im Studium im Bereich women studies. Als junge Mutter einer Tochter entdeckte sie ihre Liebe für Frauen. Ihren beruflichen Werdegang begann sie in der feministischen Mädchenarbeit. Parallel machte sie eine körperpsychotherapeutische Ausbildung, bevor sie in die Fußstapfen ihrer Mutter trat und seither in der Frauenberatungsstelle FrauenLeben tätig ist und als Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Essstörungen in eigener Praxis arbeitet.
Antonia-Marie Lange, geb. 1998 wuchs als Tochter einer lesbischen Mutter in WG´s auf. Ihr emanzipatorischer Weg führte sie erstmal für längere Zeit in andere Länder (Australien und Norwegen). Sie studierte in Köln Fotografie. Ihre Suche nach Erfüllung ging weiter und führte sie ähnlich wie ihre Großmutter und Mutter hin zum Beruf der Heilpraktikerin und Körperpsychotherapeutin. Heute arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis vorwiegend mit Frauen und Mädchen und macht derzeit eine Weiterbildung in Wildnisspädagogik.
Zum 40. Geburtstag schenkt (sich) der Kölner Frauengeschichtsverein ein neues Buch. Ziel schon unserer Rundgänge war es, die Historiografie Kölner Frauen topografisch zu verorten und auf diese Art zu zeigen, wie historische Frauenbilder sich materiell manifestieren, wie sie sich nicht nur ins historische Bewusstein, sondern auch in unsere Körper einschreiben, in den öffentlichen und privaten Raum, in die materielle Kultur. Im Buch zeigt der Frauengeschichtsverein einige seiner Schätze – fotografiert von Rendel Freude: Ein Spekulum, ein selbst gebasteltes Straßenschild, eine Vereinszeitschrift von 1909, die Skulptur einer Widerstandskämpferin, Pussyhats, eine Ratsturmfigur, eine ikonische Schallplatte u.a.m.
Wir lesen aus dem Nachwort zu den Aspekten der Materialität der Objekte und ihrer Bedeutung für die Mitarbeiterinnen. Mit Irene Franken (Autorin und Redaktion), den Beiträgerinnen Bettina Bab, Gudrun Knittel und Angelika Diekmann, der Lektorin Astrid Roth … .
Frauen sind schon immer nach Köln gereist, sie waren fromm, neugierig, abenteuerlustig und hatten Freude am Unterwegssein. Manche kamen aus beruflichen Gründen, oft war Köln ein Ziel auf ihrem Weg.
Angelika Diekmann präsentiert an diesem Abend Texte aus Reisebeschreibungen, Tagebüchern, Notizen oder Briefen, von Hildegard von Bingen über Lady Montague bis ins 20. Jahrhundert.
Zwar sind auch Historiker im allgemeinen Bewusstsein nicht sehr bekannt, aber Historikerinnen kann kaum eine*r benennen. Dabei gab es gerade in Köln spannende Vorgängerinnen. Hier wurde die erste Geschichtswissenschaftlerin Deutschlands habilitiert, im Historischen Archiv arbeiteten früh Historikerinnen und Archivarinnen.
Und schon im 17. Jahrhundert vermisste die in Köln geborene Anna Maria van Schurman Geschichtsschreibung über Frauen: »… von den Spuren der Frauen wird in der Geschichtsschreibung so viel bleiben, wie von den Spuren eines Schiffes im Meer …«.
Irene Franken begibt sich anlässlich des 40. Jubiläums des Kölner Frauengeschichtsvereins auf die Spuren einiger Vorgängerinnen.
Anläßlich unseres Jubiläums stellen die Archivarinnen Gabi Schaaf und Sigrid Haller-Rübbeck zwei neue Sammlungen unseres Archivs vor: den Vorlass einer feministischen Wissenschaftlerin sowie das Sendungsarchiv eines früheren Frauenradios. Und zwar in Wort, Bild, Ton – gemeinsam mit den einstigen Akteurinnen.
Zunächst berichtet die Sozialanthropologin Prof. Dr. Veronika Bennholdt-Thomsen von ihren Forschungen in Juchitán.
In dieser Enklave inmitten des mexikanischen Machismo haben sich bis heute matriarchale Strukturen erhalten. Dort haben Frauen das Geld und das Sagen. Sie sind stolz und stark. Ergänzt von Fotos der Fotografin Cornelia Suhan wird deutlich: eine soziale und frauenfreundliche
Gesellschaft ist keine Utopie.
1992 ging Radio Lästerher(t)z auf den Frequenzen des Bürgerfunks in Köln auf Sendung. Ein diverses Team um Claudia Friedrich und Katerina Katsatou rockte den Äther, die Gemüter, den Rundfunk.
150 Sendungen bis 2006 ausschließlich von und mit Frauen spiegeln die Facetten der
Frauen-, Migrantinnen-, Lesben-, queeren Bewegung wider. Was bleibt, sind 9000 Sendeminuten, ein Fotoarchiv, zwei Preise und unzählige Erinnerungen. Im Gespräch mit Beispielen aus den Sendungen berichten die Lästerher(t)zen, wie es war, frauenbewegtes Radio zu machen.
Anschließend gibt es einen Umtrunk. Anmeldung erwünscht!