Aktuelles

Frauengeschichtliche Führungen in Köln und auf dem Rhein

Liebe Freundinnen & Freunde des Vereins, liebe Interessierte,

wir begrüßen Sie herzlich auf der Homepage des Kölner Frauengeschichtsvereins! Hier können Sie sich über unsere aktuellen Veranstaltungen und frauengeschichtlichen Führungen in Köln informieren. Das Programm für das erste Halbjahr 2010 können Sie gern bei uns anfordern.

Neue Führungen

St.-Vinzenz.klein-

Krankenhaus St. Vinzenz

Gesundheit ist weiblich – Frauen im Medizinwesen gestern und heute

Eine vornehme Patrizierin aus dem 15. Jahrhundert verrät uns viel über den damaligen Umgang mit Leben und Tod. Als vermeintliches Pestopfer schon beerdigt, wurde Frau Richmodis glücklicher Weise wieder rechtzeitig ausgegraben und lebte noch lange. Aus der wunderbar erretteten Sagenheldin wird später der Fall Richmodis in der medizinischen Fachliteratur: ein schauriges Exempel einer weit verbreiteten Angst, den Tod nicht zu erkennen. Die „Pädsköpp om Nümaat“ erinnern an diese Geschichte. Sie sind eine Station der neuen Stadtführung von der Medizinhistorikerin Monika Frank, die Frauen als Heilende, Pflegende und Leidende im Laufe der Geschichte in den Blick nimmt. Schon in der Frühen Neuzeit mussten weise Frauen mit damaligen Ärzten konkurrieren, und auch die ersten studierten Ärztinnen hatten es ein paar Jahrhunderte später nicht einfach, anerkannt zu werden.
Premiere: 6. März um 14 Uhr, Treffpunkt: Kattenbug / Ecke Zeughausstraße
Weiterer Termin: 1. Mai um 14 Uhr

Hilde Domin

Hilde Domain

„Nur eine Rose als Stütze” – Auf den Spuren von Hilde Domin

Dieser Spaziergang mit Hildegard Müller-Brünkerdurch das Agnesviertel in den Rosengarten portraitiert die engagierte, in Köln geborene Schriftstellerin. Ihr Leben beschrieb sie als »Sprachodyssee «, als Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen in einer jüdischen Familie ging sie zum Studium nach Heidelberg und Italien. 1940 emigrierte sie mit ihrem Mann über England in ihr endgültiges Exilland, die Dominikanische Republik. Hilde Domin jonglierte mit den Sprachen, besonders mit denen ihrer Exilländer. Zunächst übersetzte sie, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Ausgelöst durch eine schwere Krise kam sie zum Schreiben. 1959 erschien in Deutschland ihr erster vielbeachteter Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Mit ihrem Mann kehrte sie nach Deutschland zurück. Hilde Domin gilt als „Dichterin der Rückkehr“. Ihre Werke befassen sich mit Verlusten, aber auch mit dem Gewinn von etwas Neuem. Ihre Dichtung war politisch, kreativ und gleichzeitig einfach. Bis ins hohe Alter unternahm sie Lesereisen, u. a. in Kirchen, Schulen und Gefängnisse.
Premiere: 7. März um 14 Uhr, Treffpunkt: Riehler Str. 23
Weiterer Termin: 27. Juni um 14 Uhr (für Frauen)

Jubiläum: 25 Jahre Frauenstadtführungen in Köln

Irene Franken und Gwen Kiesewalther 1985

Irene Franken und Gwen Kiesewalther 1985

Ende April 1985 fand unser erster Stadtrundgang statt. Damit gehören wir in Köln – neben Hamburg – zu den Vorreiterinnen im deutschsprachigen Raum, und nicht nur dort. Auf unserer Jubiläumsführung hören Sie, wie es zu der ungewöhnlichen Idee kam und welche Highlights der Frauengeschichtsverein erlebte. Wir lassen den Zeitgeist der 70er Jahre aufleben, als sich viele Frauenvereine gründeten, und portraitieren Pauline Christmann, das ‚enfant terrible‘ der alten Frauenbewegung in Köln.

Weiter erinnern wir an die große Unterhaltungskünstlerin Grete Fluss mit ihren unvergesslichen Karnevalsrevuen. Am Rathausturm erwartet uns eine fast reale Begegnung mit Irmgard Keun. Musikalisch wird uns die Sängerin Martina Neschen mit ihren Liedern begleiten. Lassen Sie sich überraschen!
Treffpunkt:
25. April um 14 Uhr am Marienplatz 4

Offene Führungen

In der linken Spalte sehen Sie, welches unsere nächsten Führungen und Stadtrundgänge sind.  Treffpunkt, weitere Informationen und Preisangaben erfahren Sie, wenn Sie das jeweilige Thema anklicken. Bei weiteren Fragen rufen Sie bitte im Vereinsbüro an (0221 – 248265).

Wenn nichts anderes angegeben ist, sind die Führungen für Frauen und Männer. In der Regel ist keine Anmeldung nötig – es sei denn, es wird ausdrücklich darum gebeten.

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Archiv-Straßenbahn

ArchivbahnHaben Sie schon die Straßenbahn der Kölner Archive gesehen? Sie fährt seit Anfang März durch Köln und erwähnt auch den Kölner Frauengeschichtsverein. Die “Archiv-Bahn” zeigt, welch unterschiedliche Fundstücke die hiesigen Archiven aufbewahren: Postkarten, Fotos, Schriftstücke, Stadtpläne und Filme. Außen auf der Bahn und innen drin wird das Motto “Kölner Archive geben Antworten” wörtlich genommen. Sie können dort ganz unterschiedliche Fragen und Antworten lesen, z. B. auch über Agrippina.