Christine de Pizan

Neue Serie: Studentinnen stellen vor

Wie beeinflusst das erste Buch, das 1405 zur Verteidigung von Frauen geschrieben wurde, „Das Buch von der Stadt der Frauen“ von Christine de Pizan, uns noch heute? Unter welchen Umständen konnte so ein Buch überhaupt entstehen, was zeichnet die Werke der Autorin aus und welche Mittel zum Kampf für Frauenrechte finden wir noch oder gerade heute?
Felicitas Godtmann referiert aus ihrer Bachelorarbeit, anschließend Diskussion.

Anmeldung wegen Platzkontingent empfohlen

Combahee River Collective

Neue Serie: Studentinnen stellen vor

Das CRC war eine Schwarze, feministische,
lesbische und sozialistsiche Gruppe. Ihre
wichtige Veröffentlichung, das Combahee
River Collective Statement, – 1977 formu-
liert – wird bis heute als einer der Schlüs-
selmomente für die Intersektionalität
gesehen. Mit dem Fokus auf Feminismus,
Antirassismus, Klassismus und den Kampf
gegen Homophobie untermauert dieses
die Wichtigkeit des „black feminism“.
Anna Seregin stellt in ihrer Arbeit den hi-
storischen und politischen Kontext des
Combahee River Collective vor und die
wichtigsten Forderungen des Statements.
Anschließend Diskussion.

Dr. Rahab Njeri

Rahab Njeri  studierte u.a. in Köln Nordamerikastudien, promovierte 2020 in Geschichte an der Universität Trier zu dem Thema Black Canada und untersuchte dabei z.B., wie Blackness von 1960 bis 1990 im kanadischen Raum konstruiert und repräsentiert wurde. Im Fokus stand die Frage, was es bedeutet, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort Schwarz zu sein. Dabei widmete sie sich u.a. dem Caribana, einem Karneval in Toronto.

Rahab Njeri arbeitet als Coach für Diversity und Intersektionalität, Antidiskriminierung, Postkolonialismus, Critical Whitness und Gender.  Sie organisierte 2020 eine Online-Tagung Through their Eyes: Black Women’s Narratives and their (Her) Stories .und war Dozentin am Uni-Institut Gestik. Seit 2021 ist Rahab Njeri Referentin für Rassismuskritik und Antidiskriminierung im Referat Gender & Diversity Management an der Universität zu Köln.

Aus einem Interview: Überraschend war für mich auch, wie im Laufe des Forschungsaufenthalts in Kanada meine eigene Identität erst einmal dekonstruiert wurde. Dort erwartete man nach dem vorangegangenen Mail-Kontakt nämlich eher eine weiße Wissenschaftlerin aus Deutschland, glaube ich. Als ich dort war, versuchten dann alle, mich begrifflich irgendwie zu „fassen“: Zuerst war ich „African German“, dann war ich „the girl from Germany“, dann „the black girl from Germany“, am Ende war ich dann Jerry. Im Alltag wurde ich oft als „African German“ wahrgenommen. In Deutschland hätte ich diese Identität gar nicht angenommen, aber dort war ich eben „the black German“ und das führt natürlich genau auf meine Forschungsfrage hin, wie man seine eigene Identität konstruiert.” aus: IM GESPRÄCH mit IRTG-Doktorandin Rahab Njeri über Black History in Kanada