“Und Köln wollen Sie sehen! Das verrückte Nest?”
Frauen sind schon immer nach Köln gereist, sie waren fromm oder neugierig, abenteuerlustig und hatten Freude am Unterwegssein. Manche kamen aus beruflichen Gründen, oft war Köln ein Ziel auf ihrem Weg.
Lange war das Reisen beschwerlich, trotzdem kamen sie. Sie erfreuten sich am Rhein, waren beeindruckt oder empfanden den unvollendeten Dom als ein überschätztes „Untier“, mussten abends zur Erholung in „die Betten, die so hoch sind, dass man einen Anlauf nehmen muss, um hinein zu kommen“, sie feierten Karneval, beobachteten die Menschen. Die Wanderschauspielerin wurde um ihren Lohn betrogen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren Fotojournalistinnen entsetzt über die Einstellungen der Menschen und Stadtzerstörungen.
Angelika Diekmann präsentiert an diesem Abend Texte aus Reisebeschreibungen, Tagebüchern, Notizen oder Briefen, von Hildegard von Bingen über Ann Radcliff (Autorin von Schauerromenen) und Lady Montague bis ins 20. Jahrhundert.
Anmeldung wegen
Platzbeschränkung sinnvoll.
Ort: Büro des Frauengeschichtsvereins, Hönigner Weg 100A
