Frauen im Nationalsozialismus

Museumsführung zum Internationalen Frauentag

Das EL-DE-Haus war Sitz der Kölner Gestapo. Die 1.800 Inschriften im Kellergefängnis belegen eindrucksvoll das Leid der Gefangenen. Unsere Führung zeigt Mädchen und Frauen als Verfolgte und Ausgegrenzte. Es werden Mitläuferinnen und Täterinnen, aber auch Oppositionelle und Frauen im Widerstand vorgestellt. So lernen Sie unter anderem die Sozialistin Henriette Ackermann kennen, eine der wenigen Frauen im Kölner Stadtrat, die kämpferisch für ihre Ziele eintrat und mehrfach im Konzentrationslager einsaß. Die Frauenrechtlerin Else Falk wird ebenfalls vorgestellt: Als Mitvorsitzende im Stadtverband Kölner Frauenvereine musste sie schon früh das Amt niederlegen, weil sie jüdischen Glaubens war.Auch die „Gleichschaltung“ der Frauenbewegung, die rassistische Verfolgung und Vernichtung von als jüdischen verfolgten oder kranken Frauen sowie die Ausbeutung von Zwangsarbeiterinnen sind Themen dieses Rundgangs.

Museumsführerin: Heike Rentrop
In Kooperation mit dem Museumsdienst Köln
Treffpunkt: Foyer EL-DE-Haus

Anmeldung erbeten


Restitution: Mehr als Zurückgeben – eine Führung im Rautenstrauch-Joest Museum

Was passiert mit den Tausenden von ‘Objekten’, die in den Magazinen der ethnologischen Museen lagern und zumeist in der Kolonialzeit ‘gesammelt’ wurden – unter oft dubiosen Bedingungen? Die Führung der Ethnologin thematisiert die Problematik, wie in der Kolonialzeit gesammelt wurde und welche Leere die Objekte im Heimatland hinterlassen haben.

Die Intervention I MISS YOU verdeutlicht die Geschichte der Benin-Bronzen und ihrer Restitution aus der Sicht der Herkunftsgesellschaft. Welche Möglichkeiten und Pläne gibt es für weitere Restitutionen?

Museumsführerin: Hanna Petri

Anmeldung/VVK erforderlich über Email

 

Horizonte | Künstler*innen im Museum für ostasiatische Kunst

Qiu Shihua, Leiko Ikemura, Evelyn Taocheng Wang, Kimsooja und Yu Duan schöpfen aus ihrer Jahrhunderte alten Tradition, die Teil ihrer Identität ist. Der Einfluss westlicher Kunst auf China, Korea und Japan hat diese Tradition keinesfalls beseitigt, sondern im Zuge der Globalisierung zu neuer Entfaltung und Weiterentwicklung herausgefordert. Die ausgestellten Werke zeigen, dass die Künstler*innen die Grenzen ihrer kulturellen

Herkunft überschreiten und mit moderner westlicher Kunst in Kontakt treten.

Treffpunkt: Foyer/Kassenbereich Museum

Kosten: 12 € (zzgl. Museums-Eintritt für Nichtkölner:innen, bitte selbst lösen) 

Start: 18.00 Uhr 

Ort: MOK, Universitätsstr. 100 (Haltestelle/Station Universitätsstr Linie 1 und 7