Neues Interview aus der Reihe Zeitzeuginnen

Als Kind entsprach Christa Wichterich äußerlich dem Klischee des braven Mädchens. Aber sie war alles andere als ein typisches Girlie. In Bonn und München studiert sie Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie, anschließend noch Soziologie. Erste Lehrtätigkeiten führen sie in den Iran und nach Indien. Dort trifft sie die feministische Soziologin Maria Mies, die sie einlädt im Redaktionskollektiv der „Beiträge für feministische Theorie und Praxis“ mitzuarbeiten. … Ihre Themen werden Globalisierung, Bevölkerungspolitik, feministische Ökonomie – und Care-Arbeit: 2023 gibt sie zusammen mit Maja John den Band „Who cares? Care Extraction and the Struggles of Indian Health Workers“ heraus.

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Inge Rethfeldt – Februar 2022

Durch Erzählungen der Übersetzerin und Soziologin Inge Rethfeldt, geboren im Juni 1943, wird die Zeit des Frauenwiderstandscamps im Hunsrück (1983-1993) wieder lebendig: Jeweils sechs Wochen lang trafen sich jedes Jahr bis zu 2000 Frauen aus  Europa auf „Adeles Wiese“ in Reckershausen bei Simmern. In ihren politischen Aktionen machten sie immer wieder deutlich, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen „Militär und Männer-Gewalt“ zwischen toxischer Männlichkeit und Gewalt gegen Frauen – auch im Frieden. Mit dieser feministischen Analyse setzte das Frauenwiderstandscamp ganz eigene Themen in der Widerstandskultur der 1980er Jahre.