Alle Artikel zum Thema Maria

Auf den Spuren weiblicher Spiritualität – Zisterzienserinnen in Köln

Am Beispiel der drei ehemaligen Kölner Klöster St. Apern, Mariengarten und Seyne, von denen heute kaum mehr als die Straßennmen existieren, begeben wir uns auf die Spurensuche nach verschwundenen Orten weiblicher Spiritualität. Dagegen spiegelt das frühere Damenstift St. Maria im Kapitol noch heute in seinem Bau- und Bildprogramm die weibliche Aura des Ortes wider. Wir fragen nach den Beweggründen der Frauen, ein Leben in keuscher Abgeschiedeheit zu wählen, und versuchen, Aspkte weiblicher Spiritualität zu ergründen.

Marianne Rörig

Am 29. April 2010 ist unsere älteste Mitfrau Marianne Rörig gestorben. Vor kurzem Marianne Rörig2haben wir auf ihren 90. Geburtstag angestoßen. Bis zu ihrem Tod war sie eine treue Unterstützerin des Kölner Frauengeschichtsvereins und interessierte sich sehr für alle unsere Aktivitäten. Solange ihre Beine sie trugen nahm sie an vielen Führungen teil. Seit 15 Jahren gehörte sie – als weitaus älteste – einem Arbeitskreis an und diskutierte mit uns lebhaft über Frauengeschichte und Frauenpolitik. Noch im hohen Alter bereitete sie auch selbst Themen vor. Ihre geistige Aufgeschlossenheit und Lebensweisheit sind uns ein großes Vorbild. Wir werden ihre warmherzige Art und besonders ihren unvergleichlichen trockenen Humor sehr vermissen, mit dem sie uns so oft zum Lachen brachte.

Marianne Rörig hatte sich vor ihrem Tod gegen Blumen zur Trauerfeier ausgesprochen und stattdessen um Spenden an den Frauengeschichtsverein gebeten. Wir sind gerührt von dieser Fürsorge und danken Dir sehr, Marianne.

Jubiläumsführung – 25 Jahre Frauenstadtführungen in Köln

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Martina Neschen brachte das Publikum zum Singen.

Jetzige und frühere Gästeführerinnen

Am 25. April 2010 im Hof des Vereinsbüros

Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir am 25. April unser Jubiläum mit einer ganz besonderen Führung. 40 Frauen und zehn ehemalige bzw. jetzige Gästeführerinnen waren mit von der Partie. Der Treffpunkt war im blühenden Hof des Vereinsbüros, wo wir mit den Teilnehmerinnen auf unseren Erfolg anstießen. Die beiden Initiatorinnen Irene Franken und Gwen Kiesewalter berichteten über die ersten Führungen und Martin Stankowski, ein Kollege, der ebenfalls 1985 zu den ersten Gästeführern in Köln gehörte, hielt eine Lobrede. Auf der Tour durch die Altstadt erinnerten wir an besondere Erfolge des Kölner Frauengeschichtsvereins wie die Umbenennung der Gasse Unter Seidmacher in Seidmacherinnengässchen und die Aufstockung der weiblichen Rathausfiguren von ursprünglich fünf auf 18 Frauen.

Verschiedene Gästeführerinnen stellten ihre Lieblingsthemen vor. Die Spannbreite reichte von der Unterhaltungskünstlerin Grete Fluss über die radikale Frauenrechtlerin Pauline Christmann bis hin zum Streik bei der Lufthansa 1973, als Frauen nicht zur Pilotinnenausbildung zugelassen wurden. Zwischendurch sang die kölsche Sängerin Martina Neschen zum Teil selbst gedichtete Lieder und erheiterte das Publikum mit ihren Texten.

Lange Nacht der Dorothee Sölle

30. September 2009 in der Antoniterkirche

Am 30. September wäre Dorothee Sölle, die engagierte und streitbare Theologin aus Köln, 80 Jahre geworden. Aus diesem Anlass initiierten wir eine Homage an sie. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Antoniterkirche und Melanchthon-Akademie in der voll besetzten Antoniterkirche statt – dort, wo Dorothee Sölle Ende der 60er Jahre die politischen Nachtgebete mit initiiert hatte. Neben Rezitationen von Vrenely Busmann, kleinen Vorträgen und einigen Originaltönen  gab es eine Lesung mit Musik von Eli Wolf und Marlis Bredehorst sowie Interviews mit einigen ihrer WegbegleiterInnen: Irene Franken interviewte Maria Mies und Gisela Kochs (Obdachlosenhilfe).

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung und Teilnahme. Die Veranstaltung wurde vom Gülich-Fonds des Kreisverbandes der Grünen unterstützt.

Pionierinnen im Rheinauhafen

5. November 2017
14:00bis16:00
Bau Gathermann und FrauenMediaTurm

Bau Gatermann und FrauenMediaTurm

Frauen-Straßennamen und Architekturgeschichte

Was ist im Malakoff-Turm? Welche Schätze hütet der FrauenMediaTurm? Die beiden einstigen Wahrzeichen gehören neben den ultramodernen Kranhäusern zum neuen architektonischen Gesamtkonzept.

Der Rheinauhafen ist ein Ort der Frauen: Stararchitektin Dörte Gatermann hat hier  ihre Handschrift hinterlassen, ebenso wie die koreanische Künstlerin SEO mit ihrem Art’otel. Auch andere Pionierinnen sind gegenwärtig. Dank einer Initiative der Grünen und des Kölner Frauengeschichtsvereins sind sechs Straßen und Plätze nach bekannten Kölnerinnen benannt: Anna Maria van Schürmann – „Allround-Genie“; Verlegerin Katharina Schauberg;  Clementine Martin, die den „Klosterfrau Melissengeist“ erfand; die Sozialistin Anna Schneider; Laura Oelbermann – Millionen schwere Stifterin, und die Goldschmiedin Elisabeth Treskow.

Treffpunkt: Malakoff-Turm, Am Leystapel (Nähe Schokoladenmuseum)
Dauer: 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin:
Sonntag, 5. November 2017, 14:00 Uhr

Drei Königinnen im Dom

Marias Krönung als Himmelskönigin

Marias Krönung als Himmelskönigin

Wisigarde, Richeza und Maria v. Medici

Als Predigerinnen und Stifterinnen, als verehrte Frauen und Heilige haben Frauen im Dom Spuren hinterlassen – mal im Zentrum, mal im Schatten der erzbischöflichen Herrschaft. So auch drei Königinnen: die französische Königsmutter Maria von Medici mit ihrem gebrochenen Herzen, die polnische Königin Richeza – eine europäische Friedensstifterin – und die merowingische Königin Wisigarde.

Königin Richeza

Königin Richeza

Wir zeigen Stiftungen von Frauen, erläutern die Marienverehrung aus frauengeschichtlicher Perspektive und fragen, warum lange Zeit Frauen mit Bart als Volksheilige verehrt, dann aber „entmachtet“ wurden.

Es führt Sie Marlene Tyrakowski.

Treffpunkt: vor dem Haupteingang des Kölner Doms (KVB-Haltestelle: Hbf / Dom)
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 10 Euro pro Person zzgl. Gruppeneintritt in den Dom (55 € pro Gruppe inkl. Headsets)
Termin
: in 2017 keine offene Führung, Gruppenbuchungen sind möglich.

„Schlummere sanft, teure Frau“

24. März 2018
14:15bis16:15

 

Gruppenführung auf dem Melaten-Friedhof, Foto: Tanja Cruz

 

Frauen auf dem Melaten-Friedhof

Der Melaten-Friedhof ist ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch: Wir finden darin Hinweise über das Rollenverständnis des 19. Jahrhunderts und die Frau als Trauernde wie auch über berühmte und unbekannte Frauen aus Köln mit pompösen oder unscheinbaren Gräbern.

Auf Melaten begegnen uns u.a. Laura Oelbermann, deren Reichtum sprichwörtlich war, der „zweite weibliche Museumsdirektor von Deutschland“ sowie die Klosterfrau, die den berühmten Melissengeist erfand. Wir berichten weiter über die Zuständigkeit der Frau für den Tod und erzählen die Vorgeschichte des Friedhofs als Siechenhaus für Leprakranke.

Es führt Sie Irene Franken oder Andrea Pracht.

Treffpunkt: Eingang gegenüber Aachener Str. 251 (KVB-Haltestelle: Melaten)
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: 10 Euro
Termin: Samstag, 24. März 2018, um 14:15 Uhr