JUB: Buchvorstellung “Objekte in Bewegung”

Zum 40. Jubiläum schenkt (sich) der Kölner Frauengeschichtsverein ein neues Buch. Ziel schon unserer Rundgänge war es, die Historiografie Kölner Frauen topografisch zu verorten und auf diese Art zu zeigen, wie historische Frauenbilder sich materiell manifestieren, wie sie sich nicht nur ins historische Bewusstein, sondern auch in unsere Körper einschreiben, in den öffentlichen und privaten Raum, in die materielle Kultur. Im Buch zeigt der Frauengeschichtsverein einige seiner Schätze – fotografiert von Rendel Freude: Ein Spekulum, ein selbst gebasteltes Straßenschild, eine Vereinszeitschrift von 1909, die Skulptur einer Widerstandskämpferin, Pussyhats, eine Ratsturmfigur, eine ikonische Schallplatte u.a.m.

Wir lesen aus dem Nachwort zu den Aspekten der Materialität der Objekte und ihrer Bedeutung für die Mitarbeiterinnen. Mit Irene Franken (Autorin und Redaktion), den Beiträgerinnen Bettina Bab, Gudrun Knittel, Gabriela Schaaf und Angelika Diekmann, der Fotografin Rendel Freude, der Lektorin Astrid Roth und dem Mitherausgeber und Autor Martin Stankowski!

 

Teilnahme an der Aktion #15vor12 gegen Rassismus am 21.3.2024

Dr. Lale Akgün

Bei der Kamapgne Aktionen in Betrieb und Stadt beteiligen wir uns mit einer kurzen Lesung von Dr. Lale Akgün draussen vor unseren Vereinsräumen. Die türkischstämmige Psychologin und Politikerin hat sich wiederholt zum Thema Rassismus geässert,u.a. in ihrem verfilmten Roman Tante Semra im Leberkäseland. Wir laden alle Nachbar*innen ein, um 11.45 Uhr dazu zu kommen und zuzuhören.

Mala Zimetbaum, Heldin von Auschwitz

Lesung mit der Autorin Dr. Barbara Beuys im Domforum

Mala Zimetbaum, 1918 in Brzesko geboren, zog 1928 mit ihrer jüdischen Familie nach Antwerpen. Zu ihrer Biografie gehören die relativ unbekannte Geschichte der Besatzung Belgiens im Zweiten Weltkrieg. 1942 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, erhielt Mala als Läuferin und Dolmetscherin Einblick in die Vernichtungsaktionen. Es gelang ihr, kühl kalkuliert Widerstand zu leisten und Frauen vor der Selektion ins Gas zu retten. Nach ihrer Flucht aus dem KZ 1944 mit ihrem Geliebten wurde sie jedoch gefasst und hingerichtet. Mit der ersten umfassenden Biografie von Mala Zimetbaum verschafft Barbara Beuys der unbekannten jüdischen Widerstandskämpferin einen verdienten Platz im historischen Gedächnis.


Kooperation: Katholisches Bildungswerk, Germanica Judaica