Claudia Pinl – April 2021

Die Diplom-Politologin und Publizistin Claudia Pinl (geb. 1941) hat wie kaum eine andere den Beginn der Zweiten Frauenbewegung in Köln hautnah miterlebt. Sie war an zahlreichen Projekten und Aktionen beteiligt, hat diese Bewegung aber auch stets einer gründlichen Analyse unterzogen und kritisch hinterfragt.

Inge von Bönninghausen – März 2021

Der zweite Film widmet sich der Fernsehjournalistin Inge von Bönninghausen. Sie gehört zu den Journalistinnen, die die deutsche Medienlandschaft von Grund auf verändert haben. Bekannt wurde sie vor allem als langjährige Chefin und Moderatorin der Sendung „FrauenFragen“ (später FrauTV) im Westdeutschen Fernsehen. Zuletzt wurde Inge von Bönninghausen 2018 der renommierte Grimme-Preis für ihr Lebenswerk verliehen.

Lesbian Visibility Week Köln 2026 – Schätze aus dem Archiv des Frauengeschichtsvereins

Der Arbeitskreis Sichtbarkeit und Vernetzung von Lesben und queeren FLINTA* in Köln wird zum Lesbian Visibility Day” – Tag der lesbischen Sichtbarkeit wieder ein tolles Programm auf die Beine stellen, sicher ist wieder für alle was dabei.

Gertraut Müller – Homosexuelle Frauenaktion (Köln)

Bild: Hanne Horn, Düsseldorf

Der Kölner Frauengeschichtsverein öffnet am 24.4.  wieder seine Schatzkisten und zeigt Zeugnisse lesbischer Geschichte aus dem Vereinsarchiv. Vor ca. 30 Jahren haben wir begonnen, die Geschichte von Lesben zu dokumentieren. Es begann mit Flugblättern und Protokollen aus dem Anfang der Neuen Frauenbewegung in Köln, die von – oft lesbisch liebenden – Aktivistinnen abgegeben wurden. Der von Gertraut Müller gegründeten ersten Lesbengruppe (in der BRD) ist nun ebenso nachzuspüren wie den ‘rivalisierenden’ Gruppen der Uris (Immer-schon-Lesben) und der Movies (durch-die-Frauenbewegung-lesbisch- gewordenen-Feministinnen), der Politlesbengruppe der 1990er Jahre oder der Einschreibung von Lesben in die gay liberation front.
2001 entstanden gleich zwei Stadtrundgänge zur Lesbengeschichte, die vom Frauengeschichtsverein regelmäßig angeboten werden (und auch zu buchen sind). Poster und Flyer spiegeln ein lebendiges Ausgehverhalten (fast alles ist eingeschlafen – warum?). Lesbenzeitschriften rufen sich wandelnde Diskurse auf (z.B. Ihrsinn, Lesbenstich, Lespress, l-mag). Interviews mit lesbischen und queeren Protagonistinnen lassen erkennen, ob ihr Begehren besondere Relevanz für das Leben hatte – oder ob es kaum erwähnt wird. Heute werden die Bestände und Sammlungen von Mitarbeiterinnen wie Nutzerinnen für Artikel, Wikiseiten, einen queeren Audiowalk oder für Lesungen genutzt.  Wir zeigen an diesem Abend Quellen, erzählen Geschichten rund um das Material, beantworten Fragen und bieten voraussichtlich ein kleines Quiz zur Lesbengeschichte an.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lesbian Visibility Week – lesbisch.queer.köln – statt.