Sie war ein Weltstar, singend und tanzend eroberte sie ein Weltpublikum. Aber sie war so viel mehr, eine Kämpferin für Freiheit und gegen Rassismus. Dabei nutzte sie die Bühne für die Botschaft, dass Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung universale Menschenrechte sind, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Nationalität, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Eine Ausstellung über Josefine Baker in der Bundeskunsthalle zeigt die verschiedenen Facetten ihres Lebens.
Auf unserem Spaziergang begegnen wir Spuren ehemaliger ukrainischer Zwangsarbeiterinnen, konträren Erinnerungen an das Leben im Hochbunker und einer Frau aus dem NS-Widerstand. Es geht um die Entwicklung der „weiblichen“ Wohlfahrtspflege zur Sozialarbeit und um eine Bauhaussiedlung, in der 1930 ein „Berufsfrauenhaus“ realisiert wurde. Wir hören von einer Lokalpolitikerin und einer großen Persönlichkeit der „alten“ Frauenbewegung. Gästeführerin: Ina Hoerner
Schreibende Frauen arbeiteten lange Zeit im Verborgenen oder litten unter fachlicher Missachtung. Der Weg in die literarische Öffentlichkeit erforderte meist Leidenschaft und Charakterstärke, insbesondere bei kritischen Inhalten. Auf unserem Spaziergang werden Schriftstellerinnen in Biografien und Texten verschiedener Genres vorgestellt: eine feministische 1848erin, eine Dada-Literatin, eine ins Exil vertriebene Jüdin, eine vor dem Khomeini-Regime geflüchtete Emigrantin. Gästeführerin: Ina Hoerner
Ihr Leben beschrieb Hilde Domin als eine „Sprachodyssee“, als ein Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Agnesviertel musste die Jüdin 1940 emigrieren. Durch eine Krise ausgelöst, begann sie zu schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort (…). Das Wort aber war das deutsche Wort.“ 1959 erschien ihr erster Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Ihre Dichtung ist scheinbar schlicht, tatsächlich aber engagiert und hintergründig. Gästeführerin: Hildegard Müller-Brünker
Bei der Tour durch die Altstadt hören Sie von aufwändigen Rezepten, Fastengeboten und Speisebeschränkungen bei Familien- und Kindbettfesten. Warum durften Fischverkäuferinnen im 15. Jh. keine großen Fische verkaufen? Immer wieder gab es Hungerjahre, in denen Frauen das Überleben sicherten. Wir erzählen von der weiblichen Tradition des Bierbrauens sowie von Kaffeegenießerinnen, die im „Damensalon“ bei Geigenmusik schlemmten. Gästeführerin: Heike Rentrop
Die Führung berichtet von der Geschichte der Frauen, Mädchen und Männer, die in Köln als Hexen verfolgt wurden: Was machte sie zu angeblichen Hexen? Waren es theologische, wirtschaftliche oder psychologische Gründe? Welche Rolle spielten Frauen als Denunziantinnen? Was führte zum Abklingen der Hexenverfolgung? Sie hören von dem „Gerede“ in der Stadt, dem Arrest im Frankenturm, von der „peinlichen Befragung“ zum Erzwingen von Geständnissen (Folter) und der spektakulären Vollstreckung des Todesurteils. Gästeführerin: Irene Franken
Mit dem Namen Köln‘ün Bülbülü (Nachti- gall von Köln) machte die türkische Sän- gerin Yüksel Özkasap in den 1970ern eine erstaunliche Karriere. Sie war der Star der Arbeitsmigrant*innen. Konfessionelle oder politische Verfolgung sowie wirtschaftliche Gründe gaben bzw. geben Frauen Anlass, zu migrieren und nach Köln zu ziehen. Was bedeutete es, zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Kontexten Migrantin zu sein? Weitere Themen sind Heiratsmigrati- on, Flucht und Vertreibung.
Neben Bauwerken der Stararchitektin Dörte Gatermann, dem vom der koreanischen Künstlerin SEO gestalteten „art’otel“ und dem Bayenturm – heute FrauenMediaTurm – geht es im Rheinauhafen um verdienstvolle Kölnerinnen, nach denen auf Vorschlag des Frauengeschichtsvereins sechs Straßen und Plätze benannt wurden: Anna Maria van Schurman, ein „Allround-Genie“; die Verlegerin Katharina Schauberg; „Die Klosterfrau“, Vermarkterin des Melissengeistes; die Sozialistin Anna Schneider; Laura von Oelbermann, millionenschwere Stifterin, und die Goldschmiedin Elisabeth Treskow. Gästeführerin: Ursula Mattéle
Kosten: 12 € Treffpunkt: Malakoff-Turm, Am Leystapel (Nähe Schokoladenmuseum) Tickets
Der abwechslungsreiche Rundgang durch das Museum gibt uns die Gelegenheit, Gemälde, Skulpturen und Assemblagen vieler bekannter Malerinnen und Bildhauerinnen kennenzulernen, ihre unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten zu analysieren und in den Kontext der Zeit zu setzen. Lassen Sie uns gemeinsam über die Träume und Visionen dieser Künstlerinnen diskutieren. Mit von der Partie sind Käthe Kollwitz, Paula Modersohn-Becker, Mary Bauermeister, Louise Nevelson und Marisol Escobar. Museumsführerin: Dr. Inge Schaefer
War die Stadtgründerin Agrippina eine Mörderin? Warum wurde die Postmeiste-rin Katharina Henoth als „Hexe“ verbrannt? Am Römisch-Germanischen Museum hören Sie u.a. von der Stadtgründung und von lokalen Muttergottheiten. Wir besu- chen den Frauenbrunnen mit seinen zehn Frauengestalten und berichten von manchen Besonderheiten wie den Frauenzünften, die es in dieser Ausprägung nur in Köln gab.
Gästeführerin: Irene Franken
Treffpunkt: vor dem Röm.-Germ.-Museum, Roncalliplatz