Jana Buchholz in der Reihe “Studentinnen stellen vor”
Der Vortrag behandelt die Frage, ob und inwieweit die Kölner Frauenzeitung von 1894 bis 1914 ein Sprachrohr der bürgerlichen Frauenbewegung in Köln war. Die Zeitung verfolgte das Ziel, sowohl eine Frauenzeitschrift zu sein, die alles bot, was Frauen interessierte, als auch ein Familienblatt, das der ganzen Familie Unterhaltung und Belehrung bot. Anfangs lag der Fokus auf Mode, Handarbeit und Gesundheitspflege, entwickelte sich jedoch ab 1899 verstärkt zu einem Medium, das auch frauenbewegte Inhalte aufgriff. Im Laufe der Zeit legte sie den Fokus auf Frauenbildung und Erwerbstätigkeit. Damit öffnete sie sich der Frauenemanzipation und
warb für die Veranstaltungen der lokalen Frauenvereine.
Ort: Büro des Frauengeschichtsvereins, Höninger Weg 100 A
Eintritt frei
Der Frauengeschichtsverein muss wieder umziehen, relativ kurz nach dem Einzug in Zollstock. Unser Untermietvertrag konnte nicht in einen dauerhaften Hauptmietvertrag umgewandelt werden. Wir brauchen ca. 200 qm mit sehr belastbaren Böden. Die Immobilie sollte mit Öffis gut zu erreichen sein. Leider sind wir im Budget begrenzt, um die 12 € sind realistisch aufzubringen. Wir freuen uns über alle Hinweise.
Welche lebensgeschichtlichen Erfahrungen haben Schwarze Deutsche der Nachkriegsgeneration gemacht, die in der Bundesrepublik Deutschland in Heimen aufgewachsen sind? Was sind die zentralen Themen ihrer Lebensgeschichten?
Schwarze Deutsche, die in den 1950er und 1960er Jahren in Heimen aufwuchsen, sind in der deutschen Erinnerungskultur bislang unsichtbar. Ausgehend von dieser Leerstelle rückt die Historikerin und Autorin Dr. Azziza B. Malanda in ihrem Buch ÜberLebenswege: Erinnerungen und Erfahrungen Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration biografische Erzählungen Schwarzer Deutscher in den Mittelpunkt, die 1946 und 1949 geboren wurden und in bundesdeutschen Fürsorgeeinrichtungen aufgewachsen sind. Als Nachkomm*innen weißer deutscher Zivilistinnen und Schwarzer erlebten sie im postnationalsozialistischen Deutschland innerhalb und außerhalb von Heimen soziale Stigmatisierung und Rassismus. Vor diesem Hintergrund mussten die Frauen und Männer von frühester Kindheit an Überlebesnstrategien entwickeln, um im Heim und in der Gesellschaft bestehen zu können.
Im Rahmen der Ausstellung Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg von recherche international e.V. erinnert die afrodeutsche Historikerin & Aktivistin Katharina Oguntoye an die Geschichten von Menschen afrikanischer Herkunft, die über Jahrhunderte in Deutschland lebten. – Erst durch die Umbenennung einer Straße in Berlin wurde z.B. Anton Wilhelm Amo bekannt. Er war der erste afrikanische Student und Dozent an einer deutschen Universität im 18. Jahrhundert. Wer waren George Padmore, die Schwestern Erika und Doris Diek, Motoro Bakari oder Fasia Jansen? Anhand einer Auswahl von Lebensgeschichten zeichnet Katharina Oguntoye die Erfahrungen Schwarzer Deutscher in der NS-Zeit nach.
Vortrag: Katharina Oguntoye (Bild), Ko-Autorin des Buches „Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte“ (1986), Mitbegründerin der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (1985) und von ADEFRA (1986/1987) sowie des Vereins JOLIBA – Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. (1997), den sie 25 Jahre leitete. Moderation: Carolyn Gammon (Berlin) ist gebürtige Kanadierin, Schriftstellerin, kam in Berlin mit Audre Lorde in Kontakt, sie ebschäftigte sich mit den Biografien jüdischer Menschen.
Weitere Kooperationspartner:innen: Community Development Group e.V.; Theodor Wonja Michael Bibliothek; Black History Month Köln; Friedensbildungswerk Köln; Volkshochschule Köln
Lange vergessener Widerstand von Frauen. Vortrag von Dr. Florence Hervé
Widerständskämpferinnen aus mehr als zwanzig europäischen Ländern widersetzten sich der Terrorherrschaft des NS-Regimes und dem Krieg. Sie haben für die Werte der Freiheit, des Friedens, der Menschenwürde
und der Solidarität ihr Leben riskiert und zur Befreiung vom deutschen
Faschismus vor 80 Jahren beigetragen.
Noch immer sind viel zu viele Widerstandskämpferinnen unsichtbar. Die in Florence’ neuem Buch porträtierten Frauen kamen aus mehr als zwanzig europäischen Ländern, sie beteiligten sich an verschiedensten Aktionen des antifaschistischen Widerstands, auch transnational, übernahmen Verantwortung und waren immer wieder auch unter Waffen im Einsatz. Sie kämpften für Freiheit, Frieden, Menschenwürde und Solidarität, sie riskierten ihr Leben – und trugen zur Befreiung bei. Dabei emanzipierten sich viele auch von traditionellen Geschlechterrollen. Diese Frauen machen Mut für das heutige Auftreten gegen Rechtspopulismus, Rassismus, Sexismus, Neofaschismus und Krieg.
Kennenlernen und Austausch mit den Kölner Frauen*projekten
Auch 2025 gestalten der Dachverband der Kölner Frauenorganisationen AKF und frauenpolitische Sprecherinnen verschiedener Organisationen gemeinsam mit dem Amt für Gleichstellung die Veranstaltung der Stadt Köln zum “Feministischen Kampftag”: „Frauenrechte sind Menschenrechte: Für eine gerechte Welt!“ Open House mit Workshops, Info- und Netzwerkmarkt der Kölner Frauenorganisationen, Café und – bei Bedarf – Kinderbetreuung. Besuchen Sie unseren Stand! Der Veranstaltungsort ist noch nicht sicher, zur Wahle stehen die benachbarten Gebäude Gürzenich oder Historisches Rathaus. Leider räumlich weit getrennt findet in Mülheim eine weitere Veranstaltung statt, ein Bühnenprogramm im Kulturbunker Köln-Mülheim. Nähere Informationen in Stadtrevue und Tagespresse.
‚Trostfrauen‘ wurden die jungen Mädchen genannt, die in von Japan eroberten Gebieten systematisch vergewaltigt wurden. Diese Frauen, heute in ihren Achtzigern, haben ihr Leben in Erniedrigung und Scham gelebt. Sie verdienen es, gehört zu werden.
Bis heute ist über die Mädchen und Frauen aus Indonesien, die im Zweiten Weltkrieg während der Besatzungszeit durch die japanische Armee als sogenannte „Trostfrauen“ zur sexuellen Sklaverei gezwungen wurden, nur wenig bekannt. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind diese Ereignisse in der indonesischen Gesellschaft noch immer ein Tabuthema und die Verbrechen der japanischen Besatzungsmacht kaum aufgeklärt. Der niederländische Regisseur Frank van Osch begleitet die Journalistin Hilde Jansen und den Fotografen Jan Banning bei ihren Recherchen in Indonesien. Elf Überlebende erzählen zum ersten Mal vor der Kamera, was ihnen damals widerfuhr. Ihr ganzes Leben mussten sie Beleidigungen, Erniedrigungen und Angst ertragen.
Kooperationen zum Programm der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“. Gäste: Nataly Jung-Hwa Han (Korea Verband e.V., Berlin), Jan Banning (Niederlande) & Behshid Najafi (agisra e.V., Köln)
Weitere Kooperationspartner:innen: Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln; Korea Verband e.V. (Berlin); Stiftung Asienhaus (Köln); philippinenbüro e.V. (Köln); FilmInitiativ Köln e.V.; Philippine Women‘s Forum Germany e.V. / Babaylan Europe; medica mondiale; agisra e.V. (Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen in Köln); Frauen gegen Erwerbslosigkeit (Köln); Paula e.V. (Köln);
International wird immer wieder festgehalten, dass an keinem Ort der Welt Frauen so
benachteiligt sind wie in Afghanistan. Tatsächlich leben sie entrechtet, dürfen keine Bildung erhalten und sollen weder hörbar noch sichtbar sein. Wie (über)leben Frauen und Mädchen unter diesen Umständen, die sie aus dem öffentlichen Leben verbannen?
Wir geben ihnen am Vorabend des Internationalen Frauentags ihre Gesichter und Stimmen zurück. Dabei zeigen wir, wie mutig und widerständig sie selbst unter einem entmenschlichenden Regime sind.
Shikiba Babori (angefr.) ist Kölner Journalistin und Autorin des viel beachteten Buches “Frauen in Afghanistan – Spielball der Politik”. Gemeinsam mit Babori und Homa Abass, Vorsitzende der in Afghanistan seit über 30 Jahren agierenden humanitären Organisation “Afghanischer Frauenverein” (AFV), diskutieren wir die Lebensrealitäten vor allem junger Frauen und Mädchen in Afghanistan und erzählen exemplarisch ihre Geschichten.
Frauen erlebten die Zeit zwischen Diktatur, Kriegsende und Wiederaufbau sehr unterschiedlich. Die Not der Nachkriegszeit überlagerte die Erinnerung an die NS-Jahre, sodass sich auch Täterinnen als Opfer sehen konnten. Welche Funktion hatten die „Trümmerfrauen“? Frauenausschüsse in Köln entwickelten rudimentäre Ansätze von politischer Partizipation. Warum kam es trotz der Stärke und immensen Leistung der Frauen schnell zu einer Restauration der tradierten Geschlechterverhältnisse?
Kooperation mit dem Friedensbildungswerk Köln
Ort: Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11
Kosten: Um Spenden wird gebeten
Frauen erlebten die Zeit zwischen Diktatur, Kriegsende und Wiederaufbau sehr unterschiedlich. Die Not der Nachkriegszeit überlagerte die Erinnerung an die NS-Jahre, sodass sich auch Täterinnen als Opfer sehen konnten. Welche Funktion hatten die „Trümmerfrauen“? Frauenausschüsse in Köln entwickelten rudimentäre Ansätze von politischer Partizipation. Warum kam es trotz der Stärke und immensen Leistung der Frauen schnell zu einer Restauration der tradierten Geschlechterverhältnisse?