Beruflich arbeitete sie als Kulturredakteurin bei der Kölner Stadtrevue, sie produzierte als freie Autorin Hörfunk- und Fernseh-Beiträge für den Westdeutschen Rundfunk und war Dozentin an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Viele ihrer Dokumentationen für Arte, WDR und das ZDF haben Filmkritiker und Publikum gleichermaßen beindruckt. Darunter der eindringliche, autobiografische Film „Danach hätte es schön sein müssen“, „Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen“, „Nach dem Mord an Theo von Gogh“ oder „Die Helfer und die Frauen“, für den sie 2003 den ARTE-Dokumentarfilmpreis und 2004 den Grimme-Preis erhielt.
Zugleich war sie eine der acht Frauen, die 1983 in Köln das erste Internationale Frauenfilmfestival in Deutschland gründeten, die Feminale. Damals wollten die feministisch engagierten Studentinnen Filme radikal anders machen, sowohl formal, als auch inhaltlich. Heute ist sie Professorin an der HFF München, der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
Ursula Burghardt und Benjamin Patterson im Museum Ludwig
Fluxus hat sich als eine kollektive Bewegung mit experimentellen Aktionen entwickelt. 1960 begegnete die jüdische Künstlerin Burghardt dem afroamerikanischen Musiker in Köln. Diesem Zusammentreffen folgten vielfältige Kollaborationen. Beide erlebten Brüche in ihren Karrieren, die biographisch und mit Ausgrenzungserfahrungen begründet sind. Der feministisch motivierte Ansatz von Burghardts Kunst steht im Fokus der Führung.
Gästeführerin: Anja Reincke
Kosten: 12 € zzgl. Eintritt
https://www.qultor.de/veranstaltungen/fluxus-und-darueber-hinaus-ursula-burghardt-und-benjamin-patterson
Treffpunkt: Foyer des Museum Ludwig
Imi Paulus ist ein echt kölsches Mädchen. Am 18.Oktober 1960 kommt sie als vorletztes Kind einer neunköpfigen, bunt zusammengewürfelten Familie zur Welt. Karneval liegt ihr nicht nur im Blut, sondern auch in den Genen, denn schon der Vater ist bei Karnevalisten aktiv. Imi Paulus schnuppert erstmals Bühnenluft, – ein Elixier, das sie zukünftig zum Leben braucht. Schon früh verliebt sie sich in Mädchen. Im Schulz, dem damaligen Schwulen- und Lesben-Zentrum organisiert sie die Lesbendisco, wird Mitbegründerin des Lesbenkabaretts Menströs und macht bei der Frauenrockband Hafensixxters mit. Im Hauptberuf Erzieherin und Sozialpädagogin wird sie die erste Sitzungspräsidentin der lesbischen Kölner Schnittchen-Sitzung. Bald arbeitet sie im schwul-lesbischen Jugendzentrum Anyway, dem ersten seiner Art in Europa. Auch ist sie – nach Auskunft ihrer Freundinnen und Freunde – eine begnadete Köchin. Imi Paulus lebt mit ihrer Lebensgefährtin in Köln. Wo auch sonst?
Der Skupturenpark zeigt seit über 25 Jahren Outdoor-Kunst hervorragender zeitgenössischer Künstler*innen. Am 23. Juni wird die neue Ausstellung unter der Leitung der renommierten Kunsthistorikerin und Kuratorin Nikola Dietrich eröffnet. Unsere Führung konzentriert sich auf die Arbeiten von Olga Balema, Marte Eknæs, Judith Hopf, Paulina Olowska, Georgia Sagri und Frances Scholz. Ihre Werke reflektieren Transformationen innerhalb kultureller Narrative, insbesondere wie Prozesse der Geschichte das individuelle Erinnern und das kollektive Gedächtnis prägen.
Für ein Buchprojekt bittet die Kunsthistorikerin Monica Seidler-Hux um Hinweise auf Gemälde und Zeichnungen (Porträts, Stillleben, Genremalerei, Landschaften) der in Köln wirkenden Schweizer Künstlerin Jenny Hippenmeyer und ihrer Kollegin Emma Bindschedler (1852-1900) sowie auf weitere Dokumente von und zu diesen beiden Frauen und zu ihrer 1892 eröffneten Damen-Kunstschule am Friesenplatz 15 in Köln. Jenny Hippenmeyer stammte aus Gottlieben im Thurgau (CH) und war verwandt mit den Kölner Geschäftsleuten Peter Joseph Tonger und Carl Düwell.
Hinweise sind erbeten an den Kölner Frauengeschichtsverein oder direkt an Monica Seidler-Hux, Gärtliächerweg 15, 5608 Stetten (AG), Schweiz, mail[at]seidler.ch.
Alle Angaben werden vertraulich behandelt und dienen allein der Erforschung von Leben und Werk der zu Lebzeiten angesehenen, heute aber vergessenen Kölner Künstlerin.
1904 – Kunstschulen für Damen waren notwendig, weil es Zulassungsbeschränkungen gab.
Vorher führten Künstlerinnen die Schule zu zweit… (25.10. 1897, Kölner Frauenzeitung)
Die Konzeptkünstlerin prägte den Begriff des „Ensembles“ für ihre prozesshaft angelegten Arrangements. Konstantes Hinterfragen des Verständnisses von Kunst, eines Werks, aber auch einer Künstlerin, ist Teil ihrer künstlerischen Praxis. Gegensätzliches, Unfertiges, Privates, Alltägliches, Tradiertes, Fragmentarisches, aber auch Sinnliches oder Kitschiges präsentiert sich mit umfangreicher Vielfalt in den Ensembles. Reduktion, Addition und Konstante Ergänzung kennzeichnen ihre Werke.
Was können die Australian First Nations den Landesgrenzen, Karten und Fotografien, die von den Kolonisator*innen willkürlich gezogen wurden, entgegensetzen? Wie eigene Geschichten erzählen, Sichtweisen einbringen und die Deutungshoheit zurückgewinnen? Künstler*innen des Warlukurlangu Artists Centre haben acht Jahre lang zusammen mit dem britischen Künstler Patrick Waterhouse Landkarten, Flaggen, Fotografien und anderes Archivmaterial überarbeitet. So sind künstlerische Positionen entstanden, die Zustände zu bisher verdeckten Sichtweisen bieten. Museumsführerin: Hanna Petri Treffpunkt: Foyer
Füsun Onurs beeindruckendes und vielseitiges Werk entzieht sich den üblichen Kategorisierungen. In ihren frühen Jahren machte sie mit präzisen Erkundungen von Fläche und Raum sowie deren souveräner Umsetzung in Skulpturen auf sich aufmerksam. Später kombinierte sie diese mit Alltagsobjekten und sinnlichen Materialien in großen Installationen: So entstanden fragile Objekte und Rauminszenierungen. Museumsführerin: Dr. Inge Schaefer Treffpunkt: Foyer
Füsun Onurs beeindruckendes und vielseitiges Werk entzieht sich den üblichen Kategorisierungen. In frühen Jahren machte sie mit präzisen Erkundungen von Fläche und Raum sowie deren souveräner Umsetzung in Skulpturen auf sich aufmerksam. Später kombinierte sie diese mit Alltagsobjekten und sinnlichen Materialien in großen Installationen: So entstanden fragile Objekte und Rauminszenierungen. Museumsführerin: Dr. Inge Schaefer Treffpunkt: Foyer
Qiu Shihua, Leiko Ikemura, Evelyn Taocheng Wang, Kimsooja und Yu Duan schöpfen aus ihrer Jahrhunderte alten Tradition, die Teil ihrer Identität ist. Der Einfluss westlicher Kunst auf China, Korea und Japan hat diese Tradition keinesfalls beseitigt, sondern im Zuge der Globalisierung zu neuer Entfaltung und Weiterentwicklung herausgefordert. Die ausgestellten Werke zeigen, dass die Künstler*innen die Grenzen ihrer kulturellen
Herkunft überschreiten und mit moderner westlicher Kunst in Kontakt treten.
Treffpunkt: Foyer/Kassenbereich Museum
Kosten: 12 € (zzgl. Museums-Eintritt für Nichtkölner:innen, bitte selbst lösen)
Start: 18.00 Uhr
Ort: MOK, Universitätsstr. 100 (Haltestelle/Station Universitätsstr Linie 1 und 7