Weiße Frauen konstituierten den deutschen Kolonialismus von Angang an mit. So auch in Köln: Der Gang durch die Südstadt zeigt Spuren von Kölnerinnen, die sich im kolonialen Projekt engagierten, ja als koloniale Täterinnen betrachtet werden müssen. Es geht u.a. um Frauen aus kolonialisierten Gesellschaften, die nach Köln kamen. Ihr Leben spielte sich oft auf dem schmalen Grat zwischen Widerstand und Anpassung ab. Wie wirkt der Kolonialismus bis heute nach?
Rassistisches Buch einer Kölner Professorengattin und Fotografin
Weiße Frauen konstituierten den deutschen Kolonialismus von Angang an mit. So auch in Köln: Der Gang durch die Südstadt zeigt Spuren von Kölnerinnen, die sich im kolonialen Projekt engagierten, ja als koloniale Täterinnen betrachtet werden müssen. Es geht u.a. um Frauen aus kolonialisierten Gesellschaften, die nach Köln kamen. Ihr Leben spielte sich oft auf dem schmalen Grat zwischen Widerstand und Anpassung ab. Wie wirkt der Kolonialismus bis heute nach?
Bild aus: Kolonie und Heimat 1910-11, No. 42, S. unbekannt; Kopie.
Weiße Frauen konstituierten den deutschen Kolonialismus von Angang an mit. So auch in Köln: Der Gang durch die Südstadt zeigt Spuren von Kölnerinnen, die sich im kolonialen Projekt engagierten, ja als koloniale Täterinnen betrachtet werden müssen. Es geht u.a. um Frauen aus kolonialisierten Gesellschaften, die nach Köln kamen. Ihr Leben spielte sich oft auf dem schmalen Grat zwischen Widerstand und Anpassung ab. Wie wirkt der Kolonialismus bis heute nach?
Bei der Tour durch die Altstadt hören Sie von aufwändigen Rezepten und Fasten geboten, von Regeln und Speisebeschränkungen bei Familien- und Kindbettfesten. Warum durften Fischverkäuferinnen im 15. Jh. keine großen Fische verkaufen? Immer wieder gab es Hungerjahre, in denen Frauen das Überleben sicherten. Wir erzählen von der weiblichen Tradition des Bierbrauens sowie von Kaffeegenießerinnen, die im „Damensalon“ bei Streichmusik schlemmten. Gästeführerin: Heike Rentrop
Seit vielen Jahren engagieren sich Menschen im Iran für Demokratie und Menschenrechte. Frauen haben hier eine besonders aktive Rolle gespielt, da sie extrem vom Regime besonders betroffen und eingeschränkt sind. Über die aktuelle Situation im Iran wollen wir ein Gespräch mit Maryam führen. Sie ist vor 47 Jahren aus dem Iran geflohen, engagiert sich bei Amnesty International, demonstriert regelmäßig für Freiheit und Demokratie im Iran.
Ihr Leben beschrieb Hilde Domin als eine „Sprachodyssee“, als ein Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Agnesviertel musste die Jüdin 1940 emigrieren. Durch eine Krise ausgelöst, begann sie zu schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort (…). Das Wort aber war das deutsche Wort.“ 1959 erschien ihr erster Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Ihre Dichtung ist scheinbar schlicht, tatsächlich aber engagiert und hintergründig.
Ihr Leben beschrieb Hilde Domin als eine „Sprachodyssee“, als ein Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Agnesviertel musste die Jüdin 1940 emigrieren. Durch eine Krise ausgelöst, begann sie zu schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort (…). Das Wort aber war das deutsche Wort.“ 1959 erschien ihr erster Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Ihre Dichtung ist scheinbar schlicht, tatsächlich aber engagiert und hintergründig.
Der Stadtrundgang thematisiert, wie sich die Arbeitsbedingungen von Frauen in der Textilindustrie im 19. Jahrhundert, z.B. in der Texilfabrik Brügelmann in Köln, und in der heutigen globalisierten Modeindustrie ähneln. Bei der Führung wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, wie jede*r selbstbestimmt und verantwortungsbewusst Konsumentscheidungen treffen kann. Dafür besuchen wir kleine, nachhaltig produzierende Kölner Labels und Geschäfte. Wir diskutieren darüber, wie wir mit unserem Konsumverhalten auf nachhaltige Produktion Einfluss nehmen können. Gästeführerinnen: Heike Rentrop, Saskia Simon
Die lange Geschichte Kölns ist auch eine Geschichte der jüdischen Frauen, die hier gelebt und gewirkt haben. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März ist der Kölner Frauengeschichtsverein am 6. März zu Gast im MiQua:forum. Die Historikerin und Initiatorin des Vereins, Irene Franken, wird jüdische Frauenvereine und Aktivistinnen vorstellen, darunter zum Beispiel Klara Caro, die im KZ Theresienstadt eine Art Bildungswerk für jüdische Frauen errichtete. Luise Straus-Ernst lebte das Modell der intellektuellen ‚Neuen Frau‘ der Weimarer Republik. Die Leiterin der Kölner Gesellschaft für neue Musik, Else Thalheimer, holte vor 1933 avantgardistische Komponisten nach Köln. Hinter jedem Namen verbirgt sich ein bewegendes Schicksal, das durch großes Engagement, Antisemitismus und Verfolgung geprägt war.
Mit: Irene Franken (Kölner Frauengeschichtsverein e. V.), Julia Rongen M.A. und Timo Riese M.A.
Eine Veranstaltung des MiQua:forum, Rotes Haus, Alter Markt 31, 50667 Köln
Hinter jedem Namen verbirgt sich ein bewegendes Schicksal, das durch großes Engagement, Antisemitismus und Verfolgung geprägt war. Gästeführerin: Irene Franken