Yoko Ono

Werkpräsentation in der Kunstsammlung NRW

Yoko Ono, In half a Room, 1967 “Half a Wind Show”, Lisson Gallery London, Foto: Clay-Perry

Das Œuvre der Aktivistin, Fluxus-Pionierin und Musikerin besteht aus Performances, Arbeiten auf Papier, Objekt- wie Tonkunst und einer Auswahl aktivistischer Projekte. Die Künstlerin gilt als Schlüsselfigur in vielen Bereichen der Kunst, die ihre Ideen mal auf poetische, humorvolle und mal auf radikale Weise zum Ausdruck bringt. In der Ausstellung werden Schlüsselmomente in Onos Werdegang aus sechs Jahrzehnten gesellschaftskritischer Arbeit gezeigt.

Ticketkauf

Termin: So 20.10. 14:00 Uhr
Kosten: 12 € zzgl. Museumseintritt vor Ort
Treffpunkt: Foyer K20, Grabbeplatz 5, Düsseldorf

Digital Utopia

Konkrete und digitale Kunst im Frauenmuseum

Fibunacci-Zahlen von Rune Mields

Die Ausstellung versteht sich als geschlechterkritischen Beitrag zur digitalen Transformation und fragt nach fast vergessenen Pionierinnen der Informatik und Digitalisierung. Die Arbeiten der Konkreten Künstlerin Rune Mields (Köln), der Pionierin computerbasierter Kunst Vera Molmar und der Cyberfeministin Cornelia Sollfrank beschäftigen sich auf eigene Weise mit Zahlensystemen, Algorithmen und der Künstlichen Intelligenz.
Museumsführerin: Verena Stark

 

 

 

 

Kosten: 12 € für die Führung zzgl. ermäßigter Eintritt 6 €
Anmeldung erforderlich: 0221 248265
Ort:
Im Krausfeld 10, 53111 Bonn (Altstadt)

Digitaler Kartenkauf: https://www.qultor.de/veranstaltungen…

Grab der ersten Kölner Uni-Professorin in Gefahr

Am 18.6. erhielt der Kölner Frauengeschichtsverein über das Sachgebiet Mentoring & Chancengerechtigkeit der Universität zu Köln die Nachricht, dass die Friedhofsverwaltung das Grab der ersten ordentlichen Professorin der Kölner Universität auflösen wird. Es handelt sich um die Biologin Prof. Dr. Cornelia Harte. Nach ihrem Studium der Botanik, Zoologie und Chemie promovierte sie 1941 zur Zytogenetik. Es folgte die Habilitation im Bereich der Entwicklungsbiologie ebenfalls zur Nachtkerze. Zunächst Ende 1950 auf eine planmäßige außerordentliche Professur für Entwicklungsphysiologie an der Universität zu Köln berufen erhielt sie 1966 eine ordentliche Professur , d.h. einen Lehrstuhl mit Personal. 1998 wurde sie auf Melaten begraben. (Zuvor gab es nur eine Medizinerin, Asta von Mallinckrodt-Haupt, die als habilitierte Dermatologin 1941 außerplanmäßige Professorin in Köln wurde.)

Cornelia Harte war frauenpolitisch aktiv, sie stärkte die Förderung und Vernetzung von Frauen in der Wissenschaft , war Vorsitzende der Ortsgruppe Köln und stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Akademikerinnenbundes und initiierte einen Arbeitskreis Hochschullehrerinnen. Nach ihr sind ein Preis, den sie selbst dotierte, und ein Mentoring-Programm der Kölner Uni benannt!

Wir versuchten seitdem gemeinsam mit der Stiftung Frauen*leben in Köln das Grab zu retten – eigentlich eine Aufgabe der Universität selbst (Kuratoriat) bzw. des Landes NRW. Laut Dr. Maria beckermann hat der Chefgärtner des Friedhofs die Abräumung erst einmal gestoppt. Derzeit scheint eine Rettung in Sichtweite zu sein.

Ausstellung zu Antifeminismus im NS-Dokumentationszentrum Köln

Am Donnerstag beginnt eine Ausstellung, die aktueller nicht sein könnte, denn grober Antifemismus zeigte sich zuletzt in vielen Statements zur Europawahl.

Am 5.9. hält die Kuratorin Rebekka Blum in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein einen einführenden Vortrag ‘Umkämpfte Geschlechterverhältnisse. Der lange Schatten des Antifeminismus’. Er weist nach, wie die neue Art der Frauenfeindlichkeit als Türöffner für extrem rechtes Denken und Mobilisierungen fungiert; die Soziologin zeigt aber auch, dass das Phänomen nur im historischen Kontext verstanden werden kann. Ihre Studie wurde 2019 im Rahmen der Forena-Nachwuchspreisverleihung ausgezeichnet.

Es folgen – neben Führungen durch die Ausstellung – ein Podiumsgespräch am 31.10. und ein weiterer Vortrag am 5.12.2024.

Weitere Hinweise zur Ausstellung: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=915

Zum ersten Lesen: https://www.gender-blog.de/beitrag/antifeminismus-deutschland-kontinuitaeten-brueche

Umkämpfte Geschlechterverhältnisse

Der lange Schatten des Antifeminismus

Verbote von geschlechtergerechter Sprache, Mobilisierungen gegen queere Bildungsangebote, Protestegegen Schwangerschaftsabbrüche – all das ist bundesdeutsche Realität im Jahr 2024. Diese Ereignisse haben einen gemeinsamen Kern: Antifeminismus.  Dieses Phänomen hat eine lange Kontinuität. Im Vortrag zeigt Rebekka Blum die grundlegende Wirkungsweise von Antifeminismus, geht auf historische Entwicklungen ein und macht deutlich, welche Bezüge sich zu aktuellen Debatten herstellen lassen.

 

Anja Reincke

Museumsführerin

  • Studium der Kunstgeschichte u.a. in Freiburg und Glasgow
  • Kustodin einer Privatsammlung in der Schweiz
  • Daneben Führungen in Kunstgewerbemuseen in Zürich und Winterthur
  • Seit 2014 freiberuflich Führungen in Köln und Umland, insbesondere im Ludwig, Wallraf-Richartz und im MAKK, seit kurzem auch im Max Ernst Museum in Brühl
  • und last but not least: begeisterte Vermittlerin

Copy 07/06/2024 Frauen als Designerinnen #2

Marginalisiert, vergessen und nun gefeiert?

Frauen der Webereiklasse auf der ‘Bauhaustreppe’, darunter Gunta Stözl (Foto: Oskar Schlemmer, gemeinfrei)

Welch wichtigen Beitrag die Bauhausstudentinnen leisteten, ist erst seit ein paar Jahren im Fokus der Wissenschaft. Von Gunta Stölzl über Lilly Reich bis Margarete Heymann-Loebenstein zeigt sich, wie
die weibliche Avantgarde aus unterschiedlichen Gründen vergessen bzw. im NS-Regime verdrängt wurde. In Deutschland dauerte es bis in die 60er Jahre, bis Frauen wieder ins Designer-Rampenlicht traten. Das Beispiel von Amanda Levete, einer britischen Architektin und Designerin, zeigt, wie sich letztendlich Frauen durchsetzten.

Museumsführerin: Anja Reincke

Für Nichtkölner*innen kommt eine Eintrittsgebühr für das Museum hinzu.

Digitaler Kartenkauf: https://www.qultor.de/veranstaltungen/frauen-als-designerinnen-marginalisiert-vergessen-und-nun-gefeiert

Frauen als Designerinnen

Marginalisiert, vergessen und nun gefeiert?

Frauen der Webereiklasse auf der ‘Bauhaustreppe’, darunter Gunta Stözl (Foto: Oskar Schlemmer, gemeinfrei)

Welch wichtigen Beitrag die Bauhausstudentinnen leisteten, ist erst seit ein paar Jahren im Fokus der Wissenschaft. Von Gunta Stölzl über Lilly Reich bis Margarete Heymann-Loebenstein zeigt sich, wie
die weibliche Avantgarde aus unterschiedlichen Gründen vergessen bzw. im NS-Regime verdrängt wurde. In Deutschland dauerte es bis in die 60er Jahre, bis Frauen wieder ins Designer-Rampenlicht traten. Das Beispiel von Amanda Levete, einer britischen Architektin und Designerin, zeigt, wie sich letztendlich Frauen durchsetzten.

Museumsführerin: Anja Reincke

Für Nichtkölner*innen kommt eine Eintrittsgebühr für das Museum hinzu.

Digitaler Kartenkauf: https://www.qultor.de/veranstaltungen/frauen-als-designerinnen-marginalisiert-vergessen-und-nun-gefeiert

„body manœuvre “ – Skulpturenpark

Ausstellung # 11 im Skulpturenpark

Der Skupturenpark zeigt seit über 25 Jahren Outdoor-Kunst hervorragender zeitgenössischer Künstler*innen. Am 23. Juni wird die neue Ausstellung unter der Leitung der renommierten Kunsthistorikerin und Kuratorin Nikola Dietrich eröffnet. Unsere Führung konzentriert sich auf die Arbeiten von Olga Balema, Marte Eknæs, Judith Hopf, Paulina Olowska, Georgia Sagri und Frances Scholz. Ihre Werke reflektieren Transformationen innerhalb kultureller Narrative, insbesondere wie Prozesse der Geschichte das individuelle Erinnern und das kollektive Gedächtnis prägen. Durch geschickte Manöver, die eine Veränderung in der Bewegung oder der Richtung erfordern, eröffnen sie neue Wege für die Betrachtung des menschlichen Körpers und seiner Beziehung zur Welt.

Kunstführerin: Ursula Mattéle

Kartenkauf
Treffpunkt: Haupteingang Skulpturenpark, Riehler Straße
Kosten: 12 €

 

 

Geldgöttin, Verschwenderin, Bankerin

Frauen und Geld? Kein Widerspruch!

Welches Verhältnis hatten Frauen zu Geld? Aus vergangenen Epochen gibt es spannende Quellen: Frauen legten selbst fest, was sie wem vererbten, sie sparten für die Aussteuer, sie forderten oder erbaten Zuschüsse mit einem ‘Armutszeugnis’, agierten als Kleinkreditnehmerin. Arme Frauen ergaunerten Geld als Schmugglerin oder Diebin.  Andere verantworteten hohe Summen als Bankerin, stifteten für die Gemeinschaft oder verprassten ihr weniges Geld als Luxusweib. Zeitweilig waren sie als Abbild auf Münzen in riesigen Territorien präsent – im antiken Rom gab es sogar eine Göttin des Geldes, die bis heute sprachlichen Einfluss hat!

Gästeführerin: Irene Franken

Digitaler Kartenkauf: https://www.qultor.de/veranstaltungen/geldgoettin-verschwenderin-bankerin-frauen-und-geld-kein-widerspruch