Nippes ist ein Stadtteil mit Herz und kölschen Tönen. Hier lebten selbstbewusste Frauen: die widerständige Theologin Ina Gschlössl, Trude Herr, die ihr Publikum zum Lachen und zum Weinen brachte, die Meteorologin und Soziologin Hanna Meuter sowie die Veedelsschönheit Margit Nünke, die als Miss Germany ihren Traum verwirklichte. Sie erfahren von typischen Frauenberufen wie dem der Bibliothekarin und Krankenschwester. Anschließend besuchen wir das Handwerkerinnenhaus.
Treffpunkt: Neusser Str. / Ecke Florastraße (vor dem Blumenladen) Der Termin am 29. März muss aus Krankheitsgründen ausfallen. Kosten: 12 € zzgl. 1,50 € Getränk Kartenverkauf
Was passiert mit den Tausenden von ‘Objekten’, die in den Magazinen der ethnologischen Museen lagern und zumeist in der Kolonialzeit ‘gesammelt’ wurden – unter oft dubiosen Bedingungen? Die Führung der Ethnologin thematisiert die Problematik, wie in der Kolonialzeit gesammelt wurde und welche Leere die Objekte im Heimatland hinterlassen haben.
Die Intervention I MISS YOU verdeutlicht die Geschichte der Benin-Bronzen und ihrer Restitution aus der Sicht der Herkunftsgesellschaft. Welche Möglichkeiten und Pläne gibt es für weitere Restitutionen?
Bis in das 4. Jahrhundert hinein war Köln eines der wichtigsten Zentren der Isis-Verehrung nördlich der Alpen. Die Kirche St. Ursula steht am Ort eines früheren Isis-Heiligtums und symbolisiert damit eine Kontinuität in der Verehrung weiblicher Heiliger. Wie sich die Legende der Heiligen Ursula in Köln bis hin zur Erhebung Ursulas zur Stadtpatronin entwickelte und welchen Einfluss Frauen auf die Religion in Köln ausübten, sind weitere Aspekte dieser Führung. Gästeführerin:Heike Rentrop
Mülheim ist ein Stadtteil, der für die Migrationsgeschichte Kölns besonders interessant ist. Hier liegt der Anteil der Personen mit (familiärer) Migrationsgeschichte über dem der anderen Stadtteile. Vor allem die Keupstraße hat einen bekannten Namen: Für die vielfältigen Geschäfte, die von Arbeitsmigrant*innen eröffnet wurden oder für den Bombenanschlag der NSU- aber auch für den vielfältigen Widerstand gegen Marginalisierung und rechten Terror. Weitere Themen sind Heiratsmigration, Flucht und Vertreibung.
Kennenlernen und Austausch mit den Kölner Frauen*projekten
Auch 2024 gestaltet der Dachverband der Kölner Frauenorganisationen und frauenpolitischen Sprecherinnen gemeinsam mit dem Amt für Gleichstellung die Veranstaltung der Stadt Köln zum Weltfrauentag: Open House mit Workshops, Info- und Netzwerkmarkt der Kölner Frauenorganisationen, Café und – bei Bedarf – Kinderbetreuung. Besuchen Sie unseren Stand!
Aktivistinnen, Mütter und Feministinnen – Frauen in sozialen und politischen Bewegungen in Lateinamerika im 20. und 21. Jahrhundert
Frauen stellen seit der zweiten Hälfte des 20. Jhs. einen erheblichen Anteil an den Mitgliedern sozialer Bewegungen, und auch in der Politik nehmen Frauen in Lateinamerika inzwischen wichtige Positionen ein. Gleichzeitig sind häusliche Gewalt und Frauenmorde, Femicidios, in Lateinamerika erschreckend häufig und eine Bewegung dagegen entstand bereits vor der US-amerikanischen #MeToo-Bewegung. Dies deutet auf Ambivalenzen in den Geschlechterverhältnissen in vielen lateinamerikanischen Staaten hin.
Der Vortrag wird der Frage nachgehen, seit wann und wie sich Frauen in Lateinamerika sozial und politisch engagierten, was ihre wichtigsten Forderungen und Motive waren. Dabei wird ein Bogen von den frühen feministischen Bewegungen der ersten Hälfte des 20. Jhs. und den politischen und gewerkschaftlichen Engagements der 1960er und 1970er bis zu den aktuellen sozialen Bewegungen gespannt um zu zeigen, dass sozioökonomische Probleme und Feminismus in Lateinamerika in einem engen Wechselverhältnis stehen.
Referentin: Prof. Dr. Barbara Potthast
Anschließend berichten Ximena Goecke und Julia Irupé Arndt aus Chile und Argentinien:
Ximena Vanessa Goecke ist Historikerin und Aktivistin aus Chile. Sie wird von ihren eigenen Erfahrungen in der feministischen Bewegung berichten (ihr Input findet auf Englisch statt, die Diskussion auf Deutsch).
Julia Irupé Arndt studiert und lebt in Argentinien. Auch sie ist Aktivistin und berichtet u.a. von den Nationalen Frauenkongressen und deren Veränderungen bis heute mit einem neu gewählten Staatsoberhaupt.
Die Konzeptkünstlerin prägte den Begriff des „Ensembles“ für ihre prozesshaft angelegten Arrangements. Konstantes Hinterfragen des Verständnisses von Kunst, eines Werks, aber auch einer Künstlerin, ist Teil ihrer künstlerischen Praxis. Gegensätzliches, Unfertiges, Privates, Alltägliches, Tradiertes, Fragmentarisches, aber auch Sinnliches oder Kitschiges präsentiert sich mit umfangreicher Vielfalt in den Ensembles. Reduktion, Addition und Konstante Ergänzung kennzeichnen ihre Werke.
Unter dem Beinamen Köln‘ün Bülbülü (Nachtigall von Köln) machte die türkische Sängerin Yüksel Özkasap in den 1970ern eine erstaunliche Karriere. Sie war der Star der Arbeitsmigrant*innen der ersten Generation. Konfessionelle oder politische Verfolgung sowie Armut gaben in früheren Jahrhunderten und geben auch heute Frauen Anlass, zu migrieren und nach Köln zu ziehen.
Was bedeutete es, zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Kontexten Migrantin zu sein? Weitere Themen sind Anwerbeprogramme der 1960er und 70er Jahre und Heiratsmigration.
Unter dem Beinamen Köln‘ün Bülbülü (Nachtigall von Köln) machte die türkische Sängerin Yüksel Özkasap in den 1970ern eine erstaunliche Karriere. Sie war der Star der Arbeits-migrant*innen der ersten Generation. Konfessionelle oder politische Verfolgung sowie Armut gaben in früheren Jahrhunderten und geben auch heute Frauen Anlass, zu migrieren und nach Köln zu ziehen. Was bedeutete es, zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Kontexten Migrantin zu sein? Weitere Themen sind Anwerbeprogramme der 1960er und 70er Jahre, Heiratsmigration.
Das CRC war eine Schwarze, feministische, lesbische und sozialistsiche Gruppe. Ihre wichtige Veröffentlichung, das Combahee River Collective Statement, – 1977 formu- liert – wird bis heute als einer der Schlüs- selmomente für die Intersektionalität gesehen. Mit dem Fokus auf Feminismus, Antirassismus, Klassismus und den Kampf gegen Homophobie untermauert dieses die Wichtigkeit des „black feminism“. Anna Seregin stellt in ihrer Arbeit den hi- storischen und politischen Kontext des Combahee River Collective vor und die wichtigsten Forderungen des Statements. Anschließend Diskussion.